Alltag, Routine… aber doch immer ein Abenteuer und so viel Wunder!

So ein Leben mit einem Kind ist schon ganz was anderes. Ich konnte mir vorher nicht vorstellen wie es werden würde, trotz FreundInnen mit Kindern. Also vorstellen schon, aber wieviel es dann der Realität entspricht, ist wieder eine andere Geschichte. Eine dazu passende schlaue Weisheit ist mir letztens untergekommen, die in etwa so lautete: „Wer sein Leben weiterleben will wie bisher, sollte vielleicht kein Kind kriegen“. Stimmt irgendwie. Ein Kind ist vermutlich die größte Veränderung im Leben, da gibt’s kein „wie bisher“ mehr. Es ist mit Sicherheit auch die aller schönste, spannendste und lehrreichste Veränderung.

P1070451.JPGNun, 17 Monate nach dieser „Veränderung“, könnte man sagen, von außen betrachtet, dass wir so ein wenig Alltag im Leben haben. Teilzeitarbeit, Kindesbespaßung, Sozialleben und was man halt so macht, im Leben. Leben. Mit einem kleinen Kind ist ja jeder Tag, wie ich finde, ein Abenteuer. Man weiß nie, was der Tag bringen wird. Pläne werden schnell mal über den Haufen geworfen, alles kommt völlig anders als geplant. Aber ich persönlich finde das toll. Routine ist langweilig. Alltag auch. Abenteuer ist viel cooler. Langeweile ist scheiße. Aber mit Kind ist es sowieso nie langweilig. Ich frag mich ja manchmal, was ich mit meiner vielen Zeit vorm Kind gemacht habe. Ich kann und will es mir jetzt gar nicht mehr anders vorstellen.

p10608341.jpgIch frage mich immer wieder, wie Väter – es sind leider meist die Väter – einfach Vollzeit arbeiten können, ohne irgendwie traurig zu sein, vom Kind was zu verpassen, speziell wenn es so klein ist. Wir sind beide so, dass wir nichts verpassen wollen, von Laras Entwicklung, Laras Leben. Ich will alles mitkriegen, was nur irgendwie möglich ist. Jede Sekunde mit ihr genießen, mir später nicht mal vorwerfen müssen: „Hätte ich, wäre ich, warum hab ich nicht?“ Sie ist ja nur einmal so klein. So versuche ich jetzt mein Leben mit ihr zu gestalten. Jeden Tag genießen. So, dass ich später nichts bereue und sagen kann: „Ich hab mein bestes gegeben und die Zeit optimal genutzt.“ Dies ist natürlich nur meine Einstellung und jedem sei es unbenommen, seine eigene Einstellung zu leben.

p1060070.jpgIch wäre jedenfalls sehr traurig, wichtige Schritte meines Kindes nicht mitzukriegen. Mittlerweile unternehme ich aber 1-2 Mal die Woche mit Freundinnen alleine etwas, so dass ich das Zwergenkind teilweise abends bzw. nach der Arbeit gar nicht mehr sehe. Einen Abend mit Lara zu verpassen, da müssen aber schon super Alternativen her (sie ist da nämlich super süß am Herumturnen im Bett, aber eigentlich ist sie sowieso immer süß). Und wenn ich schon Zeit mit meinen Lieblingsmenschen verpasse, dann muss es was Wertvolles sein, da sind für mich in erster Linie meine liebsten FreundInnen, ein Kakao, gutes Essen und spannende Gespräche wichtig.

p1070240-e1541193982971.jpgUnd der schönste Moment des Tages ist nach wie vor das tägliche Wiedersehen mit meinem kleinen Sonnenschein. Den kleinen Schatz in den Arm zu nehmen, glücklich zu sehen, ihr Lachen, ein kleines gesundes Kind zu haben, das sich prächtig entwickelt. Mehr brauch‘ ich eigentlich gar nicht. Ich bin so dankbar an die Welt, dieses Geschenk bekommen zu haben, sie bei ihrem Leben begleiten zu dürfen.

P1060129.JPGSie ist so unfassbar kreativ. Was ihr alles einfällt. Kreativität finde ich ja die coolste Eigenschaft, die ein Mensch haben kann (Ich glaub aber leider, das wird einem auch durch die Gesellschaft am meisten verdorben). Und ihre Neugier. Was sie alles entdecken will. Und ihre Geduld. Und was sie alles findet. Dinge, von denen ich nicht mal wusste, dass wir sie haben. Und wie viel sie schon redet. Es ist unglaublich. Jeden Tag kann sie was Neues. Jeden Tag ein neues Wort. Mein kleiner süßer Papagei plappert alles nach. Mein aktuelles absolutes Lieblingswort ist „Gapage“ für „Papagei“. Ich könnte sie aufessen, so niedlich ist das. Sie spricht viele Wörter schon ziemlich verständlich aus (viele natürlich auch unverständlich) und ordnet sie auch richtig zu. Spontan fallen mir ein: Auto, Stein, Bagga (Bagger), Affi (Affe), Apfi (Apfel), Banne (Badewanne), Hallo, Baby, Baba, Katze, Hase, Biene, Hose, Sonne, Fee (Kaffee), Bi/nne (Brille), Mane (Banane), Käse, Ball, Hause, Abeite (Arbeiten), Fafa (Wasser), Nani (Nase), O (Ohr), Opa, Oma, Tate (Tante), viele Namen und vieles vieles mehr. Sie sagt auch 2 Wörter sehr oft, die wir einfach nicht verstehen: „Ginne ginne“ (Unsere Theorie: es heißt „Bitte“ oder „Gib mir“) und „Amene amene“ (keine Ahnung was das heißen könnte).

Außerdem weiß sie schon ur viel:

„Wie macht der Hund?“ „Wff“
„Wie macht die Katze?“ „Miau“
„Wie macht das Schaf?“ „Mäh“
„Wie macht der Frosch?“ „Quaqua“
„Wie macht der Esel?“ „Ia ia“
„Wie macht die Kuh?“ „Mh“

Wahnsinn, was da wieder weiter gegangen ist in den letzten Wochen.

P1060497.JPGUnd was sie alles schon checkt. Es ist unglaublich. Wieviel sie einfach nachahmt (deshalb ist es so wichtig, ein gutes Vorbild zu sein). Sie bringt schon selbständig Müll in den Mistkübel (inklusive aller Schritte, die dazu gehören und inklusive sich selbst beklatschen, wenn sie etwas erfolgreich entsorgt hat), kennt sich mit dem Kaffee-Machen aus (geht zum Schrank mit den Heferl etc.), bringt ihre eigenen Windeln zum Windel-Müll. Sagt in der Früh „Binne“ und zeigt auf meine Brille, damit wir aufstehen (weil sie weiß, dass ich die Brille brauche) und zeigt zu ihrer Windel und sagt „Bäh“ (eine Windel wird über Nacht sehr schwer ;-)). Sie sagt Kaki, wenn sie ihr großes Geschäft verrichtet und sagt dann noch „Bäh“ mit herausgestreckter Zunge. P1070586.JPG„Bäh“ sagt sie überhaupt gern bei allen möglichen Sachen. Sie bringt mir immer ihre Schuhe, wenn sie raus will (aber das macht sie eh schon sehr lange – ist sehr praktisch, weil wir mit dem Gewand-Anziehen für draußen nie Probleme haben). Sie gibt Bussis. Ja. Mund hindrücken. Es ist sooooo süß und neben dem Lachen das allerschönste. Und sie macht „eiei“ und streichelt (das lern ich ihr auch dann, wenn sie grob ist, damit sie sich das abgewöhnt – funktioniert übrigens sehr gut). Und sie sagt „kalt“, wenn ihr draußen kalt ist (reingehen ist aber natürlich trotzdem keine Option und mit einem Schreikonzert verbunden). Wenn sie in der früh aufwacht, sagt sie „Hallo“. Nachts sagt sie manchmal sehr lustige Sachen aus dem Nichts („Auto“, „Bagga“…) Und so weiter. Und so weiter. So klein und schon so viel Mensch.

p1060587.jpgUnd sie schaut so unglaublich gerne Bücher an. Wir schauen irre viel Bücher an, meist ihre paar Lieblingsbücher mehrmals (da natürlich nur ausgewählte Seiten, Lara ist da sehr wählerisch). Da ist sie schon richtig konzentriert. Und ich erzähl ihr dann immer etwas zu den Bildern und merke, wie ihre Aufmerksamkeitsspanne immer länger wird. Sie holt auch schon selbständig die Bücher, die sie anschauen will und schaut sie teilweise auch allein ganz konzentriert an.

DSC04121.JPGFlugzeuge faszinieren sie auch. Da fliegen ja ur viele drüber bei uns, was mir taugt. Und Lara zeigt auch immer hin, wenn sie sie sieht und sagt manchmal was ähnlich klingendes zu „Flugzeug“. Obwohl mich das wundert, weil die ja andauernd da sind und nichts Besonderes. So schön, womit sie einfach glücklich zu machen ist.

Also wenn’s nach ihren aktuellen Vorlieben geht, wird sie mal Läuferin oder Akrobatin oder Tierärztin oder Pilotin oder Handwerkerin (das ist kein Beruf oder?) oder Künstlerin (sie malt gerne mit Bleistift den Boden an) oder Schriftstellerin, so viel wie sie immer erzählt. Oder etwas, wo Feinmotorik sehr wichtig ist. Aber sie darf mal werden was sie will logischerweise, Hauptsache sie ist glücklich.

Mimi, unsere Tagesmutter, ist auch so begeistert von Lara. So ein cooles, freundliches, liebes Kind, das nie weint, erklärte sie uns erst letztens wieder. Sie sagt ihr fast jedes Mal beim Abholen, dass sie sie lieb hat. Sie meint, wir haben echt Glück mit ihr, sie wäre was Besonderes, das es nicht oft gibt, fast beneidenswert.

P1070021.JPGJa ich weiß. Sie ist das Besonderste überhaupt. Und das allerliebste Wesen im Universum. Sagt ja jede Mama über ihr Kind – zum Glück! Sogar wenn sie weint, ist sie das süßeste Baby ever! Ich bin ja manchmal traurig, dass die Zeit so schnell vergeht, dass sie schon so groß ist und beneide andere, die noch kleine Babys und das alles noch vor sich haben. Manche meinen dann, ich kann ja wieder ein neues Baby machen. Naja, das würde ja auch größer werden. Also löst es das Problem nicht 😉

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Und eh schon Mal geschrieben glaub ich, sie hat schon so einen starken Charakter, es ist beeindruckend. Ganz genau weiß sie was sie will. Gehen zum Beispiel. Eigentlich laufen. Sie hat ja auch nicht gehen gelernt, sondern gleich laufen. Sozusagen das Gehen übersprungen. Der Kinderwagen ist daher grad ganz uncool. Das uncoolste überhaupt. Wir haben schon überlegt, ihn mal wegzuräumen für ein Zeiterl. Aber er ist halt auch praktisch als Ablage für unser Zeug. Es ist nur so, dass Lara andauernd gehen will und prinzipiell am liebsten dorthin, wo wir grad nicht hinmüssen. Ich bin ja grundsätzlich froh, dass meinem Kind Bewegung sehr wichtig ist, aber hin und wieder wäre es schon fein, wenn sie sich in den Wagen ohne ganz so viel Gegenwehr und viel Geschrei hineinsetzen lassen würde. Manchmal geht’s nicht anders. Leider.

P1080209.JPGUnd ich versuche mir auch Wien schön zu reden. Weil es mir ja so Leid tut, dass Lara nicht am Land aufwachsen wird (mir ist mein Leben in Wien derzeit noch einfach zu wichtig um es aufgeben zu wollen). Also spontane Vorteile (die es am Land natürlich auch gibt, aber das ignorieren wir mal): Wir gehen vor die Haustüre und haben einen schönen großen Park (den wir nicht selbst mähen müssen), innerhalb von wenigen Geh-Minuten viele verschiedene Spielplätze, 300 Meter entfernt eine Volksschule, von der ich nur das Beste gehört hab‘ (wo wir hoffentlich für Lara mal einen Platz kriegen), einen super tollen P1070609.JPGMotorik-Park (der mir auch Spaß macht), 10 Minuten entfernt eine Ubahn, die uns direkt nach Oberlaa oder zur Donauinsel führt. Im Haus bei uns 4 Nachbarsbabys, die mehr oder weniger gleich alt sind wie Lara, viele Kinder in den Nachbarshäusern. Wir können Radfahren gehen, ohne Berge überwinden zu müssen (obwohl es sich manchmal trotzdem so anfühlt). Wir haben die Donau, den Prater, Schönbrunn, den Kahlenberg, Lainz, die tollen Eisgeschäfte, die vielen Parks. Die Infrastruktur, das saubere Wasser, die tollen Öffis und noch viel mehr. Ja, Wien ist schön! Und ich hoffe, Lara denkt mal genau so. Dass sie in einer der lebenswertesten Städte der Welt aufwachsen kann ist doch nicht selbstverständlich.

p10700011.jpgGenug geschwärmt, obwohl wie immer mein Kopf noch voller Gedanken ist. Eins darf natürlich am Ende nicht fehlen, gesagt zu werden: Mein Baby ist mein Ein und Alles. Und sie ist eine einzige Bereicherung für uns – jeden einzelnen Tag. Mein kleines lachendes lustiges gesundes fröhliches neugieriges kreatives Laralein. So wunderbar. Danke an Lara, die für immer meine Nummer 1 im Leben sein wird und hinter diesem einzigartigen Wesen ich immer stehen werde, egal was sie macht. Für immer und ewig. Ich liebe dich Lara, über alles und noch viel mehr!

Zu guter Letzt, noch ein paar Bilder aus den letzten Tagen – der Herbst ist so wunderbar schön 🙂

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Im Prater bei schöner Sonnenuntergangsstimmung

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Bagger-Schauen ist super spannend! Gut, dass so viel gebaut wird 😉

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Die Bienenstöcke im benachbarten Gemeinschaftsgarten sind sehr faszinierend!

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Game Over, lieber Sommer!

Der Sommer hat sich also heute Nacht um 03:54 astronomisch von uns verabschiedet. Dann muss ich ihn virtuell natürlich auch verabschieden.

Irgendwie war der Sommer so schön, dass ich ihn nicht unkommentiert vergehen lassen möchte. Bei einem Sommer entstehen bei mir immer gemischte Gefühle. Die meisten lieben ihn. Als ein Fan aller vier Jahreszeiten finde ich das Ende dieses Hitzesommers persönlich nicht so schlimm. Mal schauen, ob das der Nachwuchs genau so sieht. Hitze ist irgendwie nicht so ganz meins, aber so nicht liebhaben kann ich den Sommer dann auch wieder nicht, er hat ja schon so manche Vorteile. Daher heißt es, das beste draus machen und genießen was geht! Und diese Einstellung will ich auch mit Kind leben, vorleben und erleben.

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Gesagt getan. Der Sommer kam früher als erwartet und war heißer als vermutet. Vor allem durchgehend so wahnsinnig heiß. Ich hab mir vorgenommen, jeden Tag über 30 Grad möglichst am Wasser zu verbringen (unter 30 Grad gehe ich aus Prinzip nicht schwimmen). Und ich muss zu meiner eigenen Überraschung feststellen: Es ist gelungen! Jeder Tag dieser Hitze wurde beim bzw. im Wasser verbracht (hab ich eigentlich schon mal erwähnt wie unglaublich wunderschön ich des Zwergis kleine Füßchen finde? Nein? Dann hole ich es hiermit nach: Sie hat die schönsten und süßesten Füße dieser Welt!). Zweites Ziel ebenso erreicht: Ohne Sonnenbrand den Hitzesommer überlebt.

Ich bin leider ein extremer Schatten-Freak und vermeide Sonne für jeden Millimeter und jede Sekunde wo es möglich ist, weil ich mega Panik vor Hautkrebs habe. Ich weiß, das ist auch nicht gesund. Angst ist nie ein guter Begleiter, aber diese Gefühle sucht man sich ja nicht aus und ich will sie ja loswerden. Da aber das Zwergenkind prioritär über mir steht, ist meine Panik für Lara noch ausgeprägter. Irgendwie muss ich das ablegen, aber das überlege ich mir ein anderes Mal. Sommer mal geschafft, Zwerg ist weiß. Mama und Papa auch. Check.

Was ich im Sommer grad so irgendwie gar nicht brauche, ist urlauben in ferneren Gegenden als Österreich (kann sich natürlich wieder ändern wie alles im Leben). Es ist ja eh so schön daheim und man kann so viel unternehmen. Ein bisschen quasi geurlaubt haben wir am Bauernhof im Waldviertel. Ein bisschen schizo bin ich, weil ich Hitze eigentlich nicht mag, aber dann doch irgendwie gut finde. Man muss fast nichts anziehen, kann dauernd draussen sein ohne hundert Schichten Gewand einpacken zu müssen etc. Alles ein bisschen unkomplizierter. Außer es ist zu lang zu heiß. Dann will ich in erster Linie am liebsten im Erdloch versinken.

DSC03545.JPGNun, was macht man mit einem Mini-Kind bei Dauerhitze: Wie erwähnt: schwimmen! Aber wo? Herauskristallisiert hat sich, dass das (zurecht) berühmte und beliebte Gänsehäufl und das Bundesbad Alte Donau meine persönlichen Favorites sind. Gut zu erreichen und schön gepflegt und mit Kind viel Abenteuer und schattige Plätze auch im Wasser. Nächstes Jahr macht vielleicht eine Saisonkarte Sinn. Die Donau ist sowieso einfach ein Hit und Lara liebt sie auch, die Donau. Mit Chlorwasser hab ich’s ja nicht so, aber lässt sich natürlich nicht immer vermeiden. Wir haben auch ein paar neue Badespots ausprobiert (z.B. die Seestadt – siehe Foto – oder das Strandbad Klosterneuburg), aber so richtig Gute neue haben wir nicht erschließen können. Irgendwann möchte ich alle Freibäder der Stadt Wien (und irgendwann auch die Privaten) mal gesehen haben, aber das eilt nicht. Ist ja nur die Neugier.

Mit Kind schwimmen und plantschen finde ich übrigens wesentlich ereignisreicher und lustiger als alleine irgendwo im Wasser herumzutümpeln (schwimmen ist nicht so meins, außer in Gesellschaft). Vor allem weil sie so viel Freude im Wasser hat und das ist dann natürlich hoch ansteckend. Das wird nächstes Jahr sicher noch besser, weil sie dann größer ist und schon mehr kann und dann mehr von den Aktivitäten nutzen kann.

2018-08-25 11.24.22.jpgDer Sommer war nicht nur heiß, sondern auch sehr spannend. Zwerg ist ja ein einziges Wunder der Natur. Der Sommer hat sie entwicklungstechnisch ordentlich vorangebracht (ist aber eh normal, der Mensch muss ja irgendwie alles lernen was man dann so kann, wenn man alt und weise ist) und sie konnte zu meiner Freude ein paar Ängste überwinden. Dazu zählt, großer Trommelwirbel, Schaukeln. Ich liebe ja schaukeln extrem. Am Anfang hasste sie schaukeln. Geschrei schon in der Nähe einer Schaukel. Ein paar Monate später und es ist umgekehrt. Jetzt läuft sie dauernd zur „auuuu-ki“ und hört nicht auf, bis ich nicht mit ihr so lange schaukle, dass ich nicht mehr kann (wer wusste schon, dass man vom Schaukeln einen Muskelkater bekommen kann?). Und früher konnte ich nur nachts am Spielplatz schaukeln, wenn mich niemand sah. Jetzt mit Zwerg am Schoß fällts nicht so auf 😉

P1050083.JPG2018-08-13 18.51.03 ! 1. Mal auf Rutsche.jpgDie zweite Liebe fand sie nun im Sandkasten. Von Ich-setze-da-gar-keinen-Schritt-niemals-rein-und-ziehe-meine-Knie-bis-zur-Hüfte-hoch gelangten wir zum am-liebsten-würde-ich-im-Sand-baden. Bin ich für sie froh, dass sie daran eine Freude gefunden hat (wobei es auch nicht tragisch wäre, wenn’s nicht so wär, ist ja ihre Entscheidung).

Die Rutsche mag sie auch sehr (so ganz ohne Hilfe lass ich sie aber noch nicht rutschen) und auch das Bällebad ist nun ein treuer Spielgefährte (wobei aktuell grad nicht mehr so der Renner, da schon zu viel bespielt). Also es kann sich, und ich weiderhole mich wiedermal, immer alles ändern.

P1000138.JPGWas am Sommer auch so super ist, ist das dauernde Draußen-Sein-Können. Lara würde am liebsten draußen wohnen. Bei, wie ich gelesen haben, heurigen rekordverdächtigen 41 Tropennächten könnte man das ja fast schon in Erwägung ziehen. Aber ja, nein, wir waren andauernd draußen, in Parks, auf Wiesen, im Wasser, am Balkon und ja, seit Ende des Sommers, sogar auf Spielplätzen und haben das warme Wetter voll ausgekostet. Da kommt sie definitiv nach mir. Reingehen ist immer wieder mit Geschrei und Gezappel verbunden. Aber irgendwann muss halt geschlafen werden, da hilft alles nichts. Schön zu sehen, dass wir doch alle raus wollen. Da sind Kinder aber, vermute ich jetzt mutig mal, öfter so, dass sie auch immer raus wollen. Gut so! Anmerkung dazu: Der nun nahende Winter wird uns natürlich vorm draußen spielen nicht abhalten, aber eventuell halt nicht den ganzen Tag.

Der Sommer hat den weiteren Vorteil des Nackt-Sein-Könnens ohne Frieren. Lara war dauernd nackig unterwegs (nicht nur outdoor, sondern auch in den eigenen 4 Wänden) und damit meine ich auch ohne Windel. Daheim führte das natürlich dazu, dass wir sehr viel mit Lulu (und wie es die Natur so wollte, auch mit Kaksi)-Wegwischen beschäftigt waren. Aber ich finde, sie hat sich auch Pause von den Plastik-Windeln verdient, v.a. ihre ohnehin sehr empfindliche Haut. Sie reisst sich Windeln sowieso gern selbst herunter, insofern hatten wir eh nicht so viel Wahl 😉 Sie liebt es total, nackt zu sein. Ich will ihr jedenfalls auf den Weg mitgeben, dass ihr Körper genauso perfekt ist, wie er ist.

2018-06-01 20.40.31.jpgAnsonsten haben wir Ausflüge gemacht, wie etwa zur Oma auf den Berg, Kühe begutachtet und für spannend befunden. Oder am Lunzer See, ein bisschen Chopin-Festival geschnuppert und ins überfüllte Seebad gegangen. Prater genossen (ich bin ur mutig mit was ur argem gefahren, den Namen weiß ich leider nicht). Viele FreundInnen (mit und ohne Kids) getroffen. Einen kurzen Ausflug ins UKH Meidling hab ich auch gemacht (dachte nicht, dass ich wegen einem vermuteten gebrochenen Zeh das nächste Mal ein KH aufsuche, hätte eher einen Kinds-Unfall vermutet 😉 aber ich mag KHs!). Mit Papa war Lara auch erstmals im Zoo in Schönbrunn während ich gearbeitet hab (er hat gleich eine Jahreskarte gekauft, in weiser Voraussicht, dass es dem Kind gefallen wird). Ja, was es halt so gibt.

2018-09-09 17.43.27.jpgWas wir erstmals gemacht haben, zu dritt, war radlfahren. Georg hat sich ein neues Fahrrad gekauft, wir haben für Lara einen Packeltrager-Kindersitz gekauft und gleich 2 Montage-Dinga mit dazu, damit wir unkompliziert den Sitz auf beiden Rädern montieren können. Wegen der Hitze haben wir noch nicht so viele Ausflüge gemacht, aber jene, die wir bis jetzt gemacht haben (am Foto auf der Donauinsel), haben Lara sehr gut gefallen. Radlfahren ist einfach so so so schön! Ich freue mich schon, wenn Lara selbst fährt und hoffentlich ebenso viel Freude hat wie ich!

2018-08-26 11.10.26.jpgAber irgendwann war mir die Hitze einfach zu viel. Ich hab’s fast nicht mehr ausgehalten. Konnte nicht mehr. Dann kam mein Geburtstag. Wie jedes Jahr am Ende des Sommers. Dazu gab es das größte Geschenk von der Wetterfee: einen Wettersturz von 30 auf 15 Grad – in voller Euphorie hab ich gleich meine Winterhaube ausgepackt und war Eis essen (im 1., nicht zu empfehlen, Eis zwar super aber soooo viele TouristInnen, in der Stadt, nicht im Eisgeschäft). Der Wettersturz war am nächsten Tag auch schon wieder vorbei. Zum Glück. Ich hab mir zu diesem freudigen Ereignis (yeah, 33 ist eine coole Zahl!) nämlich selbst eine Woche Urlaub geschenkt, für mich, Auszeit vom Mama-sein, Aktivitäten mit FreundInnen, nur für mich und da ist gutes Wetter dann doch irgendwie fein.

Diese letzte August-Woche habe also ich komplett perfekt genutzt für mich. In meinem Plan hatte ich nicht bedacht, dass es ja viele Unsicherheitsfaktoren gegeben hätte (Freunde keine Zeit, Wetter  doof und Kind oder dessen Betreuung krank). Ich hatte also Glück. Alles perfekt geklappt.

Ich war 1 Tag outdoor klettern (wie viel Spaß das macht, hab ich schon ganz vergessen!) auf der Siegenfelder Platte. Nur meine Freundin und ich. Stundenlang. Perfekt. Tag 2 habe ich dann doch mit Kind verbracht und meine Oma, als des Kinds Uroma, besucht. Das führte dazu, dass das Kind erstmals mit der Mariazeller Bahn fahren durfte und wir ein Glück hatten und in die Fahrerkabine der Himmelstreppe rein konnten – wie cool ist das denn? Tag 3 hab ich alleine genutzt und bin eine kleine 35km-Radtour zur Donauinsel gefahren. Bis ans oberste Ende. Ich wollte immer schonmal wissen, wie die Donauinsel endet und es ist echt cool, am Ende der Welt gefühlt. Das nächste Mal will ich das südliche Ende abklappern. Radln tut mir nicht nur körperlich gut (wie ich nun offiziell von der Orthopädin weiß, ist radln für meine Knie-Probleme die beste Sportart), sondern hilft mir psychisch total. Es befreit meinen Kopf von einfach allem. Ich liebe es. Der Körper sagt einem scheinbar eh von selbst, was er braucht. Man sollte sich viel mehr auf seine Intuition verlassen! Nun an Tag 4 und 5 habe ich jeweils mit 1 wichtigen Person einen Stadtwanderweg Wien gemacht. Und zwar die Nummern 1 und 2. Über diese habe ich ja schon mal geschrieben und ich muss sagen, der 1er Weg ist unglaublich traumhaft schön mit genialen Blicken über Wien. Der bis dato schönste, den ich gegangen bin (waren aber erst 4 von 11). Das war also die eine Woche nur für mich (weg mit dem schlechten Gewissen!) – hier in ein paar Bildern:

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Und irgendwann – vielleicht macht ja sogar Lara mit? – möchte ich den rundumadum-Wanderweg um Wien gehen! Aber dafür hab ich ja noch das ganze Leben!

Collage_Fotor_Kahlenberg.jpgAch ja, 1 Tag Urlaub hab ich mir zusätzlich bereits vorher gegönnt, um meine Gutschein-Schulden bei Raffi endlich (2 Jahre zu spät) abzubauen – wir waren – lange ersehnt – am Waldseilpark Kahlenberg (ich würde es Hochseilklettergarten nennen) und es war so verdammt cool! Kann ich nur empfehlen und hoffe, dass irgendwann mein Zwerg da auch mitmacht.

2018-07-27 18.20.45.jpgNun ist die Hitze (hoffentlich) vorbei, wir sind ein bisschen im Alltag angekommen, es scheint ein wenig Routine eingetreten zu sein mit Arbeiten, Mimi, Zwergenkind und Sozialleben. Der erste Sommer mit Kleinkind war wirklich wunderschön. Ich war so viel im Freien wie noch nie (und hab Wiens Öffis wiedermal zu schätzen (und ein bisschen zu hassen) gelernt, die U1 ist echt eine tolle Linie 😉 ), hab mit so vielen fremden Menschen geredet wie noch nie (bei einem kleinen so gut wie immer fröhlichen Stöpsel sind die Leute irgendwie so freundlich und zugänglich, manchmal zu sehr, denn angreifen soll dann doch mein Kind niemand Fremdes), hab so viel Freiheit genossen wie noch nie. Nur zu heiß war’s. Ein bisschen.

Naja zum Schluss muss noch ein kurzes Update her: Mein aktuelles absolutes Lieblingswort ist „Nani“ für „Nase“. So so so süß wie sie es ausspricht und zur Nase zeigt. Täglich kommt circa 1 neues Wort dazu, gestern etwa „Oki“ für „Onkel Oli“. Mein kleiner Papagei redet schon so viel. Sie ist so gescheit und kreativ. Ich liebe es. Da ich nicht weiß, wann ein Kind was macht, habe ich ausprobiert, ob sie malen mag. Aber das hat sie (noch?) gar nicht interessiert. Und sie ist ur kuschelig geworden auf einmal. Als hätte sie meinen letzten Blog-Eintrag gelesen, hat sie genau an diesem Tag zu kuscheln begonnen. Es ist das schönste und ich genieße es total. Sowieso finde ich, muss man alles tun, was man nachher bereuen würde nicht getan zu haben. Die Zeit kann man nicht mehr zurück drehen. Klingt seltsam, versuch ich aber zu leben und würde ich auch jedem raten! Also, was wolltet ihr schon ewig mal machen? Tut es!

Mir würde noch so viel einfallen, aber ich lass es mal gut sein. Jetzt erfreue ich mich mal am Herbst und den wunderschönen Farben und einem super süßen Zwerg!

Wie schon gewohnt am Ende eines Beitrags bleibt mir nur eines zu sagen: Lara ist unser absolutes Traumbaby! Besser hätten wir es nicht erwischen können. So ohne Baby würde ich gar nicht mehr leben wollen. Hätte auch nie gedacht, dass man mit einem Baby so viel lacht. So viel nämlich! Danke. Lara. Für. Alles. Dass mit dir einfach alle Sorgen vergessen sind. Ich liebe dich über alles!

15 Monate – vom Baby zum Kleinkind… was sich da alles tut!

p10409331.jpgZwergenkind ist nun wirklich kein Baby mehr. Sie brabbelt, sie läuft, sie checkt so verdammt viel. Man unterschätzt Kinder wirklich oftmals und es ist sehr spannend zu beobachten, was sie alles können. Jeden Tag was Neues. Nun von vorne weg. Ein kurzes Update, was mein kleines Wunder schon alles kann und tut.

Am coolsten finde ich aktuell, wie viel sie schon spricht. Die Wörter ähneln zwar im Normalfall nur den tatsächlichen Wörtern, aber sie sind eindeutig gewissen Dingen oder Taten zuordenbar. Lara redet sehr viel (wiedermal ohne einen Vergleich zu haben), oft in ihrer „Babysprache“, vieles – zumindest wenn man es weiß – benennt sie aber schon wissentlich.

Vom ersten Wort „Katze“, das sie als „Ka-ke“ ausspricht, waren wir ja ur begeistert. Das „a“ wird dabei besonders hochtönig ausgesprochen. Ka-ke sind seitdem eigentlich alle  Tiere, die sich bewegen (besonders Hunde werden oft Ka-ke genannt). Weiter ging es mit „wfff“ für Hund (abwechselnd weiterhin noch als Ka-ke bezeichnet). Sie versteht auch schon die Frage „Wie macht der Hund?“ und dann sagt sie megaherzig „wfff wff“. Wenn wir sie fragen „Wie macht die Katze?“ sagt sie „namnam“ („miau“ ist wohl zu schwer). Außerdem sagt sie neben „Mama“ und „Papa“ noch „Nani“ zur „Nase“ (und zeigt auch zur Nase – zur eigenen als auch zu anderen). „Affi“ zu „Affe“, „Ado“ zu „Auto“, die „A“s sind meistens recht hochtönig. „Bagga“ zu „Bagger“, „Gaga“ zu „Traktor“ oder „Gagi“ zu „Kacke“ (wenn sie selbst ein großes Geschäft verrichtet hat). „App“ zu „Apfel“, „Nane“ zu „Banane“, „Da-ke“ für Danke. „Bai“ zu „Ball“. Und sicher noch einige Wörter mehr, die mir grad nicht einfallen. Sie brabbelt einfach viele Wörter schon nach (jetzt müssen wir aufpassen, dass wir immer schön reden!). Manche Buchstaben wie „L“ oder „S“ sind halt auch einfach schwer und gehen ja vielleicht einfach körperlich noch nicht. Aber kenn ich mich aus?

p10007331.jpgUnd neben dem Brabbeln ist der größte Schritt natürlich das Alleine-Gehen. Was das für ein Kind an Freiheitsgefühl bedeuten muss, kann man sich vermutlich gar nicht vorstellen. Seit 27.07.2018, also im Alter von guten 13,5 Monaten, geht sie nur mehr allein. Es hat so 5 Wochen von den ersten alleinigen Schritten zum gänzlich alleine-Gehen gedauert (dazwischen war sie auch krank). Am 20.06. hat sie die allerersten Schritte alleine gemacht (das Foto hier stammt von diesem Tag) und dann wurde es täglich mehr. Georg und ich waren bei jedem einzelnen dieser Schritte sehr aufgeregt und wollten nichts verpassen und haben uns immer gegenseitig zugerufen „schau, schau, schneeeell“.

p1040893.jpgJetzt ist es gerade noch besonders süß, weil sie noch so klein ist und schon so herumflitzt. Für uns ist es, wie von FreundInnen angekündigt, teilweise stressiger geworden, weil sie so wahnsinnig schnell unterwegs ist, dass man jede Millisekunde aufpassen muss, wohin sie geht und dass sie nicht abhaut. Weil sie so klein ist, sieht man sie dann manchmal nicht gleich (im Gasthaus zum Beispiel). Es ist dafür viel stressfreier in Gegenden, die „abgesperrt“ sind, wo es also keine „Gefahren“ wie Autos etc. gibt und zu Hause. Hingegen dort, wo man aufpassen muss, sitzt man keine ruhige Minute mehr. Aber das passt schon so. Also ich finde es jedenfalls super wenngleich manchmal stressig. Ich würde es nicht anders wollen. Sie geht auch schon viele Wege selbst. Sie will das unbedingt, da gibt’s keine Chance sie zu tragen oder in den Wagen zu setzen. Man braucht dann halt länger, aber so wird das Leben ein wenig entschleunigt. Das schadet sowieso nicht in dieser Hektik-Gesellschaft, in der wir leben.

dsc02950.jpgLara ist ein Zwerg, der sich seit rund einem Monat sehr sehr gut selbst beschäftigt. Ich kann problemlos kochen neben ihr oder Hausarbeit machen oder mich einfach mal auf die Couch setzen und entspannen und ihr zuschauen und sie bewundern. Manchmal will sie dann halt zuschauen oder mithelfen bei dem was wir gerade machen. Georg und ich stehen dann manchmal da, schauen ihr einfach nur zu, bei dem was sie gerade macht und sind ein bisschen stolz auf sie (insgeheim ja mega stolz) und fragen uns, wie wir so ein tolles Kind verdient haben.

Abends, wenn sie recht müde ist, hat sie manchmal eine sehr anhängliche „Mama“-Phase. Aber das freut mich, wie meinte da eine Freundin „Genieß es, es wird nicht immer so sein“ und ich finde sie hat recht 😉 Und wir glauben auch, dass Zahn 7 und 8 kommen, weil sie auch wieder so ein bisschen „schlatzt“. Aber mal schauen, und sowieso ist alles nur eine Phase. Und ich will mir nicht später denken „hätte ich nur….“. Wir leben im Jetzt und es passt genauso wie es ist! Daher wird das auch in vollen Zügen genossen!

Aktivitäten.jpgDie Lieblingsgegenstände und Spielzeuge variieren auch von Phase zu Phase. Aktuell sind Gießkannen, Autos und die Kugelbahn sowie die mobilen Fahrgeräte wie ihre beiden Bobbycars und der Geh-Dreiradler sehr beliebt. Auch Vorlesen von Büchern oder Klavierspielen mag sie recht gern. Mit Steinen spielt sie auch sehr gern. Die kann man gut in alle möglichen Gefäße rein- und rausgeben. Und in der Natur bzw. rausgehen will sie andauernd. Manchmal, wenn wir zu lange drinnen sind, bringt sie mir ihre Schuhe, deutet zur Türe und will hinaus. Wenn es das Wetter halbwegs zulasst (und Regen ist da keine Ausrede), machen wir das natürlich. Bin ja sowieso gern draussen. Bin also nur froh, wenn mein Kind auch rauswill!

Sie weiß schon recht genau was sie will und deutet auch darauf. Am interessantesten ist im Normalfall auch das Spielzeug der anderen Kinder, speziell das mit dem diese gerade spielen. Aber soweit mir bekannt ist, ist das halt so. Ist ja oft bei Erwachsenen nicht anders, man will besonders gerne das, was man gerade nicht hat 😉 Wenn sie von fremden Leuten Spielzeug nimmt, frage ich immer nach, ob das okay ist. Hatte damit noch nie Probleme. Kennt ja jeder mit Kids selbst.

Ich freue mich, dass sie immer mehr kann, denn so kann ich auch immer mehr Gas geben mit ihr. Und sie versteht schon so viel. Und macht auch soooo viele lustige Sachen. Es ist so cool. Ihre Zungenspiele sind noch immer mein Favorit. Und sie hat einfach so ein freundliches angenehmes Wesen mit Ausnahme ihrer kurzen Wutattacken (die ich zulasse und versuche sie da extra in den Arm zu nehmen und ihre Wut zuzulassen und mit ihr darüber zu reden), aber selbst wildfremde Menschen kommen auf der Straße oder in Öffis zu uns und sagen uns, wie süß sie ist und fragen nach ihrem Alter und machen Komplimente. Sie lächelt auch immer so freundlich, in der Ubahn, in Gasthäusern, im Park. Einfach immer lachend unterwegs. Bin sehr dankbar dafür und hoffe, sie erhält sich ihre Fröhlichkeit ganz ganz lange.

P1010399.JPGLangsam wird Erziehung auch immer wichtiger, glaube ich halt. Grenzen ja, aber auch vieles einfach zulassen, damit sie lernen und auch ihre eigenen Grenzen selbst spüren kann. Ich höre immer wieder von Freundinnen mit größeren Kindern, dass ich sehr entspannt wäre mit ihr, vor allem da sie mein erstes Kind ist. So wie etwa gestern, wo ich mit einer lieben Kollegin, bereits 2-fache Mutter, unterwegs war. Lara wollte dauernd raus ins Freie, raus in den Regen, obwohl es im Kindercafe so viele coole Spielsachen gab (ich war zum 2. Mal in einem Kindercafe, dazu vielleicht ein anderes Mal mehr), dann hab‘ ich sie halt gelassen und sie hat es sichtlich genossen. Sie will dann manchmal aus Spaß zum Beispiel krabbeln. Auch das lass ich sie. Dann checkt sie eh gleich selbst, dass der Boden nass ist und steht wieder auf. Wenn ihr das egal ist, na dann ist sie halt ein bisschen nass und dreckig. Davon geht die Welt nicht unter. Ich möchte nicht, dass sie dauernd nur ein „nein“ zu hören kriegt, wollen wir ja auch nicht. Auch wenn’s manchmal natürlich schwer fällt 😉 Oder anderes Beispiel: so einzelne Stufen, Randsteine schafft sie noch nicht alleine runter. Wenn sie mich um Hilfe bittet und nach meiner Hand ersucht, helfe ich ihr natürlich, ansonsten soll sie selbst versuchen runter zu steigen. Und so klappt es auch immer besser. Das hört natürlich dort auf, wo es gefährlich wird und da werde ich schnell gestresst (etwa bei zu viel Sonne, oder Autos etc.), zu heilig ist mir mein kleiner Engel! Aber Vertrauen ins eigene Kind ist so wichtig. Ihr zutrauen, ihr Mut machen, sie ermuntern – das will ich ihr mitgeben!

Die Problemchen Autofahren haben wir halbwegs überwunden. Mit dem Ende von der Babyschale Maxicosi und dem neuen Kindersitz geht das Autofahren ganz gut. Wobei wir ja sehr wenig fahren, also kann ich dazu auch nicht viel sagen.

WP1020597 !.JPGas das Essen betrifft so hat sich nicht wirklich was geändert. Wir stillen immer noch sehr viel und da es noch immer so gut klappt (was ja keineswegs selbstverständlich ist), will ich es einfach mal so weiterlaufen lassen (irgendwie hätte ich gehofft, dass sie sich selbst abstillt oder dass das irgendwie so passiert, das Ende der Stillzeit, aber who knows… schauen wir einfach mal…). Sie isst ohne mich recht gut und so hat sie auch schon ihre Vorlieben. Preiselbeeren, Himbeeren, Erdbeeren, Marillen etc. aus dem Garten sind sehr beliebt. Äpfel liebt sie, Bananen sind grad nicht mehr so in. Abends haben wir jetzt Müsli eingeführt, das isst sie auch sehr gut. Hirsebällchen sind der totale Renner, vor allem unterwegs sehr praktisch. Sonst kriegt sie einfach, was wir halt so essen. Nudeln, Buchweizen, Gemüse, Reis etc. Sie isst keine großen Portionen, aber ok. Schokolade versuchen wir noch zu vermeiden, aber wenn wir wo eingeladen sind, darf sie bei was Süßem schon kosten, wenn sie es will. Meistens P1040404.JPGinteressiert es sie dann eh nicht und sie zerbröselt den Kuchen in der Hand. Vorgestern hat sie auch meinen Kakao erstmals gekostet. Der hätte ihr glaub ich recht gut geschmeckt. Aber da ist mir lieber sie trinkt Milch und Wasser. Also es wird! Nur nicht stressen! Positiv denken. So haben wir es aber geschafft, mehr oder weniger die Breiphase zu überspringen, denn sie isst ja nun alles mit uns mit (auch den Apfel bekommt sie so als Ganzes). Und so lang sie sich gut entwickelt, sagen alle, und das tut sie, wird alles passen. Und der Kinderarzt hat auch nichts an ihr bemängelt. Also alles gut!

P1040600 !.JPGSie lernt auch gerade selbst essen. Wir lassen sie immer herum werkeln mit Löffel, Gabel und Finger, aber damit auch ein wenig im Mund landet, helfen wir noch mit. Das wird noch ein Weilchen so weitergehen. Sie wendet daweil auch andere Tricks an, die ihr so einfallen um das Essen in den Mund zu befördern. Schlaues Kind. Wer braucht schon Löffel und Gabel? Wir lassen ihrem kreativen Geist freien Lauf (und wischen ca. 5x täglich den Boden ;-)). Also alles braucht seine Zeit und wir haben keinen Stress mit überhaupt nichts.

Die Nächte gehen nach wie vor gut und Schlafmangel habe ich nicht. Nur Stillen tun wir sehr viel nachts, vor allem abends. Ich habe den Eindruck, dass sie da sehr viel nachholt. Und wenn sie es braucht, kriegt sie es! Sie schläft ja gleich wieder ein und wenn ich auch schlafe, kriege ich es fast nicht mit. Also warum a Winning Team trennen?

DSC02363.JPGKuscheln mag sie leider noch immer nicht. Da Kuscheln die Kids meiner FreundInnen mehr mit mir als mein eigenes. Ich knuddel sie natürlich trotzdem ganz viel, ob sie will oder nicht, da muss sie durch und das wird sie noch ein Weilchen aushalten müssen 😉 Manche sagen, dass sich das noch ändern wird, eventuell wenn ich nicht mehr stille. Aber mal schauen. Anika, das ein paar Wochen jüngere Nachbarskind, ist auch keine Kuschlerin und ihre Mama meinte zu mir letztens „wir haben halt schon sehr selbständige Kinder“. Ich sehs jetzt einfach positiv, kuschel sie trotzdem ganz viel und erfreue mich sehr an ihr, sie ist einfach perfekt so wie sie ist.

Nun zum letzten Thema, der Tagesmutter Mimi. Das klappt jetzt, wo wir beide seit mehr als einem Monat wieder arbeiten, sehr gut. Routine muss aber erst reinkommen, momentan ist es ein Durchhanteln von Woche zu Woche. In den ersten beiden Wochen hat sie vor allem wenn ich sie hin brachte, ziemlich geweint und sich schon im Lift an mich geklammert. Ich hab sie dann kurz und schmerzlos an Mimi gegeben (sie will das so) und dann vor der Wohnungstür gewartet und gezählt, wie lange es dauert, bis sie aufhört zu weinen. Es war nie länger als 15 Sekunden. Das ist jetzt zum Glück schon ganz anders. Gestern ist sie, obwohl sogar Wochenende vorher war, freiwillig ohne weinen zu Mimi gegangen. Also auch das wird. Und es wird sicherlich auch wieder Phasen geben, wo es wieder schwieriger wird.

Wichtig ist, Zwergi immer lieb zu haben und ihr alles zu erklären. Sie versteht mehr als man nur im geringsten erahnen kann! Deshalb erkläre ich ihr auch in anderen Situationen immer alles. Das muss einfach sein und ich hoffe und glaube, dass das auch sehr viel bringt.

Der schönste Moment am Tag ist jedenfalls, wenn ich sie abhole. Da gibt es Herzrasen, Schmetterlinge im Bauch und ganz viel Liebes-Gefühl, ihr Lachen zu sehen, wenn die Tür von Mimi aufgeht. Georg geht’s genau so. Schon absurd, wie sehr man einen Menschen lieben kann!

Danke, mein Schatz, dass du uns das Wunder Mensch ein Stückchen näher bringst und an deiner Entwicklung teilhaben lässt. Wir sind unendlich dankbar, dich zu haben, dich vor allem gesund zu haben, und würden keinen Tag tauschen wollen. Du bist/warst das Beste, was uns passieren konnte!

Echt jetzt? Urlaub am Bauernhof? Waaaaarum?

2018-07-23 16.01.21.jpgBevor ich selbst ein Kind hatte, habe ich mich immer gefragt, warum man Urlaub am Bauernhof macht. Nun – man darf sich ja selbst überraschen – haben wir das auch gemacht, obwohl das Kind noch nicht mal so richtig was davon hat. 3 Tage, 2 Nächte, zum Abschluss der Karenzzeit und einfach um mal ein bisschen wegzukommen. Ich wollte keine Arbeit damit haben, also hat Georg einfach Google befragt und wir haben ziemlich willkürlich (weil auch sehr kurzfristig) einen Bauernhof gebucht.

Der erste Termin kam schon mal nicht zustande, weil Zwergi das ominöse (aus Freundesdiagnose diagnostizierte) 3-Tages-Fieber hatte, aber schlussendlich hat es ja doch geklappt. Ich war dann sehr erleichtert und glücklich. Die Krankheit haben wir ohne Arztbesuch (stolzbin!) und mit viel weniger psychischen Stress als die vorigen Krankheiten besiegt. Man wird ja gelassener, aber jede/r muss die Erfahrung selbst machen. Aber  die Freunde haben also doch recht 😉

Nun, außer der Unterkunft haben wir weder was gebucht noch recherchiert. Zum Start haben wir einfach mal die Zieladresse ins Navi eingegeben und sind losgefahren (mit dem Auto, das Kind hat nicht geweint! Yes!). Der Rest sollte eine Überraschung werden. Irgendwas würden wir uns schon zum Beschäftigen finden. Langweilig wird mir sowieso nie. Ohne Probleme erreichten wir erstmal unsere Unterkunft – unseren Bauernhof.

2018-07-24 09.37.34.jpgZuerst gleich mal zur Unterkunft bzw. zum Bauernhof: Das Zimmer war super sauber und sehr gemütlich, auch Lara scheint sich wohlgefühlt zu haben. Wir durften die Küche und den Kühlschrank verwenden. Das inkludierte Frühstück war jetzt nicht megariesig und vielfältig, aber für unsere Bedürfnisse genau passend. Und der Bauernhof selbst war ganz okay. Ein bisschen ein Wehrmutstropfen war, dass wir nur zu den Fütterungszeiten zu den Kühen in den Stall durften (Grund: weil wir die Kühe sonst stören würden, sie wollen keinen Besuch) und, dass es außer Kühe eigentlich keine weiteren „klassischen“ Bauernhof-Tiere (wie Schweine, Schafe etc.) gab. Hätten wir gescheiter recherchiert, hätten wir das natürlich vorher gewusst 😉 Aber fürs nächste Mal wissen wir es und auch worauf wir achten. Man lernt ja zum Glück nie aus.

P1030466 ! Kuh.JPGDie Familie Scheidl, Bauerin und Bauer, war super freundlich und sehr hilfsbereit. Wir haben auch mit ihnen getratscht und einiges über Kühe und ihren Alltag gelernt. Kühe trinken 50 bis 60 Liter Wasser am Tag! Habt ihr das gewusst? Und sie sind Vegetarier. Das ist zwar allgemein bekannt, aber trotzdem cool. Sie brauchen das Gras von 1/2 Hektar Wiese pro Jahr. Und Herr Scheidl besamt die Kühe selbst (dabei muss er mittels Fühlen den Gebärmuttereingang finden). Hätte ich mir nicht gedacht. Er hat uns auch genau erklärt, wie das funktioniert. Und alle 2 Tage werden ca. 400 Liter Milch „abgegeben“ (die wir dann alle im Supermarkt kaufen können), von den ca. 20 Kühen, den die Familie Scheidl hat. 2 Saisons dürfen die Kühe raus auf die Wiese (Frühjahr und Herbst). Wenn ich die Kühe allerdings so eingesperrt sehe, überlege ich schon meinen Konsum von Milchprodukten zu reduzieren. Mal nachdenken…

Nachdem wir also am Hof selbst nicht so viel tun konnten (bzw. nicht so viel wie wir dachten), machten wir Ausflüge in die nähere Umgebung. Und da gab es mehr als genug zu tun, viel mehr als ich erwartet hätte. Das Waldviertel hat sehr viel zu bieten. Wir haben uns einfach von Frau Scheidl alles mögliche erzählen lassen und dann nach Wetter und Distanz entschieden.

IMG_20180723_185316_708Tag 1 sind wir nach der Ankunft und kurzer Jause zum Bärenwald Arbesbach gedüst. Zuerst haben wir (bzw. Lara und ich) gleich mal die Äpfel vom Baum geklaut (nein, ich hab natürlich gefragt) und dann ging’s auch schon los. Nach wenigen Minuten ist man auch schon fertig mit der ca. 500 m-Runde durch das Gehege. Bär haben wir da noch keinen gesehen, aber da es dort soP1030171 !.JPG nett war mit Imbiss und Spielplatz, blieben wir einfach, haben gegessen und gingen dann noch ein paar Runden. Und die Bären kamen dann zum Glück hervor und wir durften ein paar ganz nah bestaunen. Es war zwar ein wunderschöner Nachmittag, aber die eingesperrten Bären haben mir dann schon Leid getan. Da fand ich die „wilden“ Bären in Kanada schon weit spannender. Naja. Es geht ihnen hier ja eh gut. Sagt man.

Abends konnten wir dann nicht in den Stall weil Madame genau während der Zeit geschlafen hat. Da war ich irgendwie schon traurig. Aber es gab ja noch ein paar Chancen.

P1030196 !!.JPGAm nächsten Tag hat Lara die morgendliche Fütterung wieder verschlafen, also sind wir nach einem gemütlichen Frühstück direkt zu einem kleinen Wanderweg entlang eines kleinen Baches mit Wasserfällen. Den sog. Bärentrail Lohnbachfall haben wir bei ziemlicher Hitz2018-07-24 14.25.45.jpge und ein paar Pausen sowie schlafendem Kind in der Trage in 2-3 Stunden gemeistert. 5 km bei gefühlten 50 Grad waren genau perfekt. Der Trail ist wirklich nett und nicht anstrengend und entlang des Lohnbachs total schön. Der Parkplatz befindet sich außerdem bei einem witzigen Skulpturenpark. Da dieser in der prallen Sonne lag, haben wir ihn uns aber nicht näher angeschaut.

P1030313.JPGAm Nachmittag sind wir in das Gasthaus Minidampfbahn, ebenfalls empfohlen von der Bäuerin, wo wir gemütlich gegessen haben. Vegetarische Speise gab es zwar nur eine, aber das ist für Landgasthäuser ja nicht außergewöhnlich. Und wie oft isst man schon Vollkorn-Sauerkraut-Laibchen? Das Besondere an diesem Wirtshaus war neben den vielen Entertainment-Möglichkeiten für Kinder auch die Tiere. Es gab dort Lamas, Ziegen, Esel, Pferde usw. Also da kann man sehr gemütlich ein paar Stunden verbringen, einfach chillen. Lara mit ihren knapp 14 Monaten war aber fast noch ein wenig zu klein für das ganze Programm (Hüpfburg etc.). Wir blieben dann dennoch bis sie zugesperrt haben, weil es so schön war. Mit der Dampfbahn sind wir zwar nicht gefahren, aber alles muss man ja nicht gleich machen. Lara hat es jedenfalls sehr gut gefallen, sie hat beim Gehen geweint – aber zu meiner Freude hat ihr schaukeln erstmals Spaß gemacht – yeah!!

davAbends haben wir es dann auch endlich in den Stall unseres Bauernhofes geschafft und ausgiebig mit den Bauersleuten gequatscht (ein paar Infos siehe oben). Nach anfänglicher Vorsicht wollte Lara gar nicht mehr raus aus dem Stall. Wir durften daher noch nach der Fütterung dort bleiben und es war echt cool. Lara hat Kühe gestreichelt und ist im Heu herumgelaufen. Respekt habe ich jedenfalls vor Bauersleuten schon sehr. Was das für Arbeit ist und man hat keinen Tag frei, nie Urlaub – das ist mir wiedermal bewusst geworden!

Schließlich ist auch schon der 3. und letzte Tag angebrochen. Da Lara zum Glück mal um 7 Uhr aufgestanden ist, haben wir die Chance genützt und sind nochmal in den Stall. Laras Aufwärmphase war kürzer und sie war wieder kaum rauszubringen. Aber leider mussten wir ja heute abreisen.

P1030502.JPGNach dem Frühstück haben wir ausgecheckt und das gute Wetter genützt und sind zum Ottensteiner Stausee gefahren, der lag am Weg zurück nach Wien. Da hab ich kurzfristig eine Freundin, die aus dieser Gegend kommt, gefragt, wo es dort nette Plätzchen für uns zum Baden gibt, wo man auch mit Kind gut hinkommt und da hat sie uns den Deckerspitz empfohlen. Und dort wars wirklich wunderschön und es war super mit dem Auto zu erreichen. Wir blieben dort bis am Nachmittag und sind geschP1030600.JPGwommen und mit Lara herumgelaufen. Sitzen und entspannen tut sie ja nicht so. Lara habe ich außerdem gezeigt, wie lustig es ist, Steine ins Wasser zu werfen. Sie versteht schon so viel, das ist so cool und man kann ihr schon richtig Sachen erklären. Wie gscheit sie ist. Ich liebe sie so sehr. Das kann ich ja nicht oft genug erwähnen 😉

p1030144.jpgAbschließend ist festzuhalten, dass ich ja selbst vom Land komme. Und Lara auch dauernd mit Tieren, vor allem Katzen (die sie sehr liebt) zusammenkommt. Mir ist es sehr wichtig (für mich und Lara) ganz viel in der Natur zu sein. Bei ihrer Oma hat sie auch Kühe und Hühner usw. gleich vor der Haustüre. Also sie kennt das alles, aber dieser kurze Ausflug sollte einfach ein bisschen „raus aus der Stadt“ sein und Leben genießen und doch nicht soooo weit weg. Ich fand es total schön und hätte es mir nicht so cool vorgestellt. Gut fand ich, dass wir alle etwas von diesem „Urlaub“ hatten. Wichtig ist mir aber eh in erster Linie, dass es für Lara passt. Und sie will sowieso andauernd raus gehen (wir sind auch sonst immer draußen, wenn das Wetter es zulässt, ich halte es indoor ja auch nicht aus wenn die Sonne scheint), daher hat das perfekt gepasst und das Wetter hat zum Glück auch mitgespielt.

p1030633.jpgAlso wenn’s nach mir geht, mach‘ ich so einen Urlaub gerne wieder. Aber vielleicht ein Bauernhof mit mehr Tieren und flexibleren Tierbestaunungsmöglichkeiten. Es war jedenfalls der perfekte Abschluss unserer Karenzzeit. Jetzt beginnt eine neue Ära! Ab Dienstag arbeiten wir beide wieder. Wir sind gespannt wie das wird. Bis dahin streiten wir darum, wer Lara mehr halten und mit ihr spielen darf. Jetzt wo sie seit ein paar Tagen gar nicht mehr krabbelt (was sie eh nie gern getan hat), sondern nur mehr (allein) geht und so einen Schub gemacht hat (ich bin fasziniert was ein Mensch alles in dem Alter schon kann!), ist es nochmal aufregender für uns :)!

Lara, du bist die allerallerallerbeste Tochter im Universum!

Der allererste Geburtstag

Wie schnell doch die Zeit verfliegt. Ich muss mich da leider immer wieder wiederholen. Ich pack einfach nicht, wo die Zeit hin verschwunden ist!

P1000382Lara ist schon ein ganzes volles Jahr. Also jetzt natürlich schon etwas mehr als ein Jahr. Und damit laut Definition kein Baby mehr, sondern ein Kleinkind (natürlich bleibt sie für immer mein Baby). Es ist einfach unglaublich, was in diesem Jahr passiert ist. Ich hätte nie gedacht, dass ein Baby das Leben so sehr verändert. Es ist unbeschreiblich schön, aufregend, spannend und Lara macht mich jede einzelne Sekunde zum glücklichsten Menschen auf Erden.

Nun, wie feiert man denn den allerersten Geburtstag einer so kleinen Erdenbürgerin? Da es der allererste ist, sollte es ja ganz besonders speziell werden. Aber so viel kriegt so ein Zwerg ja noch gar nicht mit. Hm. Aber ohne feiern geht für mich irgendwie auch nicht. Wenn ich für mich schon so viele Partys gemacht habe, dann ist es das Mindeste, das auch für mein Baby eine Party geschmissen wird. Und weil man bekanntlich nur ein Mal im Leben eins wird (pssssst, ich weiß, jeder Geburtstag ist einmalig), könnte man das am besten gleich mehrmals feiern.

20180602-_1080441.jpg20180602-_1080422So wurde mein Engel zuerst bei ihrer Oma (meiner Mutter) am Muckenkogel in Lilienfeld gefeiert. Zwei Tage vorm tatsächlichen Geburtstag (normal halte ich nichts von Vorfeiern, aber in diesem Fall ging es nicht anders). Ich habe alle FreundInnen mit Kinder eingeladen (und ein paar ohne). Gekommen sind dann letztendlich die zwei Zwerge Alexander und Yannick samt Eltern und es war richtig schön. Qualität vor Quantität. Das Wetter hat dann zum Glück auch noch mitgespielt und die Sonne kam hervor. Wir haben gegessen, gesungen (viele Strophen von „Hoch soll sie leben“), getanzt, gespielt, geplanscht, gefeiert und geplaudert. Genau so wie ein Geburtstag eben sein soll. Gemütlich, entspannt, feierlich, aufregend und einfach toll.

DSC02645.JPGDie zweite Feier fand dann am tatsächlichen Geburtstag statt, dem 04. Juni, das wichtigste Datum meines Lebens. Ursprünglich wollten wir da gar nichts machen, aber so ganz ohne andere Babys wollte ich den Tag für Lara auch nicht vergehen lassen. Also haben wir recht kurzfristig die Nachbarsmädels Nora und Anika samt Eltern eingeladen und es war wirklich sehr nett. Auch Onkel Oli und Raffi sind gekommen und wir haben Lara gefeiert. Opa Edi war auch einen Sprung zu Besuch. Ich hab erstmals in meinem Leben eine Torte gebacken (jaja, was macht man nicht alles für sein Kind) und ich glaube, sie hat ganz gut geschmeckt. Und mir hats sogar Spaß gemacht (Memo für nächstes Mal: am Tag davor backen!). Lara hat ein paar Brösel davon gekostet und zum Glück noch nicht die große Liebe in der Schokolade gefunden. DSC02601_b.JPGEin bisschen geburtstagsmäßig dekoriert haben wir unsere Wohnung auch (die Luftballone hängen noch immer!). Mit dem Party-Hut konnte sich Lara zwar nicht anfreunden, aber die „Party“ konnte natürlich trotzdem steigen. Gesungen haben wir auch wieder und Lara gefeiert und sind einfach gemütlich beisammen gesessen. Also nichts Spektakuläres: Heiß wars! Schön wars! DSC02664Lustig wars! Und zum Abschluss des Tages gab’s – Überraschuuuung – Buchweizen, gekocht von Onkel Oli. Geschmeckt hat’s Madame auch ganz gut. Wie könnte der Tag besser enden?

Am Abend war ich dann aber doch ganz froh, dass der Trubel vorbei und nun alles geschafft war. Und kurzfristig hatte ich wegen der vielen Arbeit bereut, die ganze Action ins Leben gerufen zu haben, aber im Nachhinein war es den Aufwand natürlich mehr als wert und ich bin sehr froh, dass wir es so gemacht haben. Ich weiß ja eh nicht, wohin mit meiner ganzen Energie 😉 .

DSC03030.JPGDas Lara-Feiern ging aber auch danach noch weiter. Sie bekam bis 2 Wochen nachher noch Gratulationen, Ansprachen und Geschenke. Finde es echt süß, wieviele Leute an den Geburtstag unserer Maus gedacht haben. Sie hat sogar ganz tolle liebe Geschenke gekriegt (worum’s uns echt nicht geht, denn das Wertvollste ist – wie ich finde – Zeit und Energie). Von Bücher, über Stofftiere, Gewand und viel Spielzeug. DSC02657.JPGUnd sogar eine super Kugelbahn aus Holz gab’s von einer lieben Freundin (so eine habe ich schon so lange gesucht für Lara, meine Freundin wusste das aber gar nicht). Lauter tolle Sachen mit denen Lara jetzt schon viel Freude hat und noch haben wird (ich gebe ihr die Spielsachen nicht alle auf einmal und für manches ist sie noch ein bisschen zu klein).

Von uns hat Lara auch ihr erstes Geschenk gekriegt (Duplo) und sie spielt schon recht viel damit (zwar nicht zweckmäßig aber das ist ja egal), scheint also zu passen. Das Wichtigste ist, dass es Lara eine Freude bereitet und sie Spaß hat. Ich freu mich jedenfalls schon wenn ich mit ihr die Welt erbauen kann 🙂

DSC02851Ich hab in dieser Zeit sehr viel an die Geburt denken müssen, dieses so unbeschreiblich schöne aufregende und einzigartige Ereignis im Leben. Unvergesslich für immer auch die wunderbare Zeit danach (nur die erste Nacht war zach – schlaflos und ohne Georg 😦 ). Und ein bisschen bin ich schon stolz auf mich, dass ich eine Geburt und die Zeit danach so gut gemeistert habe. Wir Mütter können da schon alle seeehr stolz auf uns sein, was wir da leisten!

DSC03057.JPGIch hab natürlich im Vorfeld schon beim „Happy Birthday“-am-Klavier-üben vorsorglich geweint. Es war doch eine recht emotionale Zeit für mich und ich spüre so eine große Liebe für mein Kind, wie ich sie mir nie vorstellen hätte können. Sie ist schon so groß und beglückt uns so sehr mit ihrem angenehmen herzlichen süßen neugierigen lustigen und klugem Wesen, dass ich mir kein besseres Baby wünschen könnte.

Ich muss noch viel lernen, was das Baby betrifft. Loslassen können, akzeptieren, dass ich nicht alles unter meiner Kontrolle haben kann. Vertrauen! Vertrauen! Vertrauen! Vor allem in mein Kind und die Welt, dass eh alles irgendwie gut wird und ist. Ich will nur, dass sie es so perfekt wie möglich hat.

Happy Birthday, liebste Tochter!dsc02461.jpg Ich wünsche dir auf deinem Lebensweg nicht nur das allerallerallerallerbeste, sondern auch Menschen, die dich lieben und immer zu dir halten, alles Glück der Welt,  viele Träume, Gesundheit und Frieden und, dass du deinen Weg gehen kannst, den du gehen willst. Ich werde immer an deiner Seite stehen und möchte dich unterstützen, dich fördern und für dich da sein. Dich leben lassen wie du leben willst, dich begleiten, mit dir lachen, mit dir weinen, dich feiern, dich hochleben lassen, dich lieb haben. Für immer bei dir sein. Danke mein Schatz für alles, ich liebe dich bis zum Mond und zurück!

Abschließend ein paar harte Fakten über Lara zum 1. Geburtstag:
Zähne: 6
Finger: 10
Zehen: 10
Augen: 2 wunderschöne blaue
Umfaller: unzählige (ja, ich bin echt eine Rabenmutter in so vielen Dingen)
Haare: ein paar wenige kurze (sehr süß! wird schon werden ;-))
Wörter (identifizierbar): 2-3
Spitalsaufenthalte oder getätigte 144-Anrufe: 0 (Yes! Ziel erreicht 😉 )
Wehleidig: 0 (Wehleidig sein ist was für AnfängerInnen!)
Fieber: 1 Mal (aaaarmes Baby und arme Eltern und arme NachbarInnen (?) )
Zecken besiegt: 2
Torten zum 1. Geburtstag: 3
Größe: 74 cm
Alleine aufstehen (ohne Hilfe und wo anhalten) und stehen bleiben: Ja
Alleine gehen: nein, dafür mit 1-Hand-anhalten im Dauer-Laufschritt unterwegs (wer will schon krabbeln? Bald ist sie schneller als der Papa!)
Essen: naja, es wird!
Zähneputzen: wääääh!
Motorik: Top! So cool, was sie schon alles kann!

Auf in die nächsten Jahre! Ich freu mich drauf und bin sehr glücklich, so einen süßen Zwerg auf ihrem Weg begleiten zu dürfen! Wie oft du mich zum Lachen bringst, Lara! Und deine süßen Hände! Und Füße. Und dein Geruch, wie sehr ich deinen Geruch liebe. Hach, mein Schatz, alles an dir ist wunderbar!

Die Eingewöhnung bei der Tagesmutter…

… verlief die ersten Tage zu perfekt, dass es da natürlich einen Haken geben musste. Eine Story dazu…

Nun war es also so weit, lang darauf gewartet, auf einmal war es soweit: Lara wurde bei der Tagesmutter eingewöhnt. Daher ein kleines Resümee dazu.

PicsArt_05-30-9.47.24.jpgNun von vorne und der Reihe nach: Die Eingewöhnung. Big Deal. Ein kleiner Schritt für Lara, ein Monsterschritt für die Eltern, der bis jetzt größte und gefürchteste Schritt seit Laras Geburt. Mein armes kleines Baby musste zu einer fremden Person. Schlechtes Gewissen hoch 10 (aber das ist sowiess mein Dauerbegleiter seit Laras Geburt).

Mimi, die Tagesmutter kannten wir bereits vor der Geburt und hatten sie gleich sehr sympathisch gefunden. Und sie uns scheinbar auch, sonst hätte sie uns nicht genommen.

Eine Eingewöhnung läuft im Allgemeinen so ab: Kind geht zuerst mit einem Elternteil (in unserem Fall der Papa) ein paar Mal gemeinsam hin, zum Kennenlernen, wohlfühlen, vertrauen gewinnen. Bis sie dann mal alleine dort bleibt. Dieser Zeitraum wird dann auch langsam ausgedehnt. Wir haben richtig viel Zeit für die Eingewöhnung, 3 Monate (2 bleiben noch), bis wir beide wieder arbeiten müssen. Also theoretisch null Stress. Mal schauen ob es bei der Theorie bleibt.

Nun hatten wir also, eigentlich Mimi, einen Masterplan wie diese erste Phase ablaufen sollte. Genau im Kalender notiert, wann wie lange und so. Aber Pläne sind bekanntlich da um gleich mehrfach über Board geworfen zu werden.

20180502_094301.jpgSo war Lara wie geplant am 1. Tag, dem 2. Mai, eine Stunde bei Mimi, gemeinsam mit ihrem Papa und fasste schnell vertrauen und schien sich so wohl zu fühlen, so, dass Mimi am nächsten Tag gleich befunden hatte, sie könnte schon allein bei ihr bleiben, Lara wäre großartig. Das ging mir viel zu schnell, aber ich hatte wohl keine Wahl. Ich war ja auch, aufgrund meiner arbeitsbedingten Abwesenheit, nicht so direkt involviert. Und Mimi musste es ob ihrer langen Erfahrung mit vielen Babys und Kindern ja wissen. Und ja, sie hatte eh irgendwie Recht, auch da gab es keinerlei Probleme, kein weinen, kein gar nichts. Lara war einfach allein bei Mimi. Und die war begeistert von Lara.

Ich musste also vertrauen. Einer fremden Person. Vertrauen ist generell nicht meine Stärke und schon gar nicht wenn es um den wichtigsten Menschen in meinem Leben ging. Nun gut, da musste ich wohl durch und es werden noch ganz andere Momente auf mich zukommen.

Nun denn, ging es gleich munter weiter. An Tag 3 blieb Lara gleich 2 Stunden alleine dort. Ein Horror Gefühl. Ein mega schlechtes Gewissen. Das arme Kind. Mein kleines Baby. Ganz allein in einer fremden Welt. Hilfe.

Ich litt gedanklich vermutlich viel mehr als meine kleine Tochter, die ihre Freude mit Kindern, Mimi und dem Hund hatte und sowieso gern die Welt entdeckt. Das hab ich von meinem „Ich-vertraue-sofort-jedem-und-fremdeln-ist-sowieso-scheiße“-Kind. Keine Vorteile ohne Nachteile.

Nun nach Tag 3 wäre es ja zu gut gelaufen, wenn uns da nicht die Mittelohrentzündung einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Also ein Schritt zurück, Kind auskurieren lassen und neu beginnen. Ein krankes Kind gehört zu den Eltern sagt Mimi und ich kann ihr nur 100% zustimmen.

Jedenfalls klappt, bis auf die krankheitsbedingten Ausfälle und Verzögerungen, alles wunderbar. Alle Sorgen umsonst (schlechtes Gewissen bleibt natürlich). Erschwerend kommt vielleicht nur hinzu, dass unser Kind eine kleine Langschläferin ist (kommt ganz nach mir 😉 ) und dadurch halt immer erst spät bereit ist, außer Haus zu gehen. Aber ich will nicht, dass wir sie aufwecken müssen wenn’s nicht sein muss. Sie ist ja noch ein Baby und ich hasse es auch, aufgeweckt zu werden. Warum dann dem Kind das Gleiche antun?

Jedenfalls ist Lara halt so immer erst um 9 Uhr bei der Tagesmutter. Kleiner Exkurs dazu: Die meint, dass sich dieses Verhalten nicht mehr so arg verändern wird, also das Langschlafen. Weil mir ja immer Leute sagen, dass sich das andauernd ändert – der Rhythmus und das Schlafverhalten. Natürlich schlaft sie weniger als im Alter von ein paar Monaten, aber das ist ja „normal“. Und geändert hat sich bis dato eigentlich nichts daran. Sie schlaft immer irgendwie.

Die Tagesmutter ist extrem begeistert von Lara. Es funktioniert sehr unkompliziert und Georg hat mir ja nie so verraten was Mimi über Lara denkt (und das ist ja doch irgendwie wichtig, da sie dort viel Zeit verbringen wird).

DSC01931.JPGJedenfalls hab ich dann mal Lara abgeholt, an einem freien Tag, und gefragt, was Sache ist. Und so erzählte sie mir, dass sie Lara sehr außergewöhnlich findet mit einem seltenen extrem großen Urvertrauen (was auch immer das bedeutet, aber es klingt gut), sie wäre ein „Ausnahmekind“, ein „Spitzenkind“ und wir haben echt Glück. Lara wäre, laut Mimi, auch schon sehr weit für ihr Alter, was die Entwicklung angeht.

Lara scheint sich also sehr wohlzufühlen und hat auch gar nicht gefremdelt. Zu dem Thema ist zu sagen, dass sie leider oder zum Glück momentan recht schnell zu anderen Leuten geht. Zu schnell für meine Begriffe. Das sagen auch FreundInnen immer wieder, dass sie gar nicht fremdelt und sie das wundern würde. Vor einigen Monaten war das noch ganz anders. Mimi meinte dazu, dass wir sogar aufpassen müssten, dass sie später mal nicht mit fremden Leuten mitgeht. Aber mal abwarten.

Das einzige Problem, das wir momentan haben, ist, dass sie sehr weint, wenn sie etwas nicht kriegt. Sie lasst sich zwar schnell wieder beruhigen und ablenken, aber sie ist kurzfristig sehr wütend. Das ist insofern ein Problem, als dass Mimi einen sehr lieben (alten) Hund hat, der nicht so eine Freude mit den „Streicheleinheiten“ eines Babys hat. Lara liebt aber Hunde (bzw. Tiere im Allgemeinen) und will ihm nicht von der Seite weichen. Daher musste Mimi leider den Hund immer wegsperren, was dazu führte dass Lara beim Gitter stand und weinte, weil der Hund nicht mehr da war.

2018-05-06 15.46.20Naja, auch das wird sich noch lösen. Ich hab jedenfalls leider noch immer ein schlechtes Gewissen, dass wir unser kleines Baby „abschieben“, zu einer für sie völlig fremden Person und nicht selbst für sie da sind. Sie ist doch noch nicht mal ein Jahr alt.

Für uns bedeutet diese neue Situation allerdings auch einen nächsten neuen Schritt, namens „Erziehung“. Wir müssen wohl anfangen, „nein“ zu sagen und ihr Grenzen zu setzen. Aber ja, woher sollen wir alles vorher wissen, wie das so ist mit Kind. Ist ja für uns auch ein großer Lernprozess und wir wollen nur das beste für unser Kind.

Ich bin jedenfalls noch ein Eck stolzer, dass ich so ein tolles Baby hab und unendlich dankbar. Sie ist das größte Geschenk meines Lebens und ich bin gespannt, wie die Eingewöhnung weiter geht, welche Hindernisse noch auftauchen und wohin uns das Leben führt. Danke Lara für einfach alles!

So hab‘ ich mir meinen ersten Muttertag nicht vorgestellt…

DSC01829.JPG… aber es kommt oft anders als man denkt!

Da hab ich mir schon Gedanken gemacht und viel überlegt, was ich denn Cooles an meinem ersten Muttertag machen möchte. Ich wollte etwas Besonderes unternehmen, weil ich mich richtig gefreut hatte: Ich war erstmals Mama am Muttertag und wollte dies entsprechend „feiern“.

Nun, dann war mein kleiner Schatz aber leider krank, musste Antibiotika nehmen, weil ein blödes langes Wochenende gefolgt ist und dann unser Kinderarzt nicht da war – damit wir dann nicht im Krankenhaus landen. Zum ersten Mal hatte sie Fieber, war glühend heiß und schlussendlich war es eine leichte Mittelohrentzündung.

Das Schlimmste daran war zu sehen, wie sehr mein Zwerg leiden musste. Wie sie ganz arg schrie vor Schmerzen. Ich hab aber vermutlich trotzdem mehr als sie geweint. Wir verbrachten schlaflose Nächte. Georg und ich haben Schichtdienst gemacht, damit wir zumindest ein wenig Schlaf erhielten. Nach 3 Horror-Nächten und einer mittel-Horror-Nacht wurde es aber in der Nacht zum Muttertag endlich wieder besser, das beste Geschenk das ich kriegen hätte können. Wobei die Tage nie das Problem waren, nur die Nächte. Warum weiß ich auch nicht genau.

Ja, jetzt hab ich jedenfalls eine Vorstellung davon, was es heißt, müde zu sein. Jemand meinte, dass es Babys geben soll, bei denen so “Horror-Nächte“ der Alltag sind. Da haben wir ja echt Glück gehabt. Und ich weiß die zu 95 % guten Nächte um so mehr zu schätzen.

Ich bin dennoch traurig und weiß nicht, wie das passieren konnte, da ich echt sehr drauf schaue, dass es ihre Ohren immer schön warm haben, gerade weil ich selbst andauernd Mittelohrentzündung hatte und auch jetzt gleich mal Ohrenweh hab, wenn ich keine Haube auf hab‘. Naja, vielleicht lag es auch klassisch daran, dass sie anfing, bei der Tagesmutter zu sein.

Babys werden einfach Mal krank, das gehört zum Lauf des Lebens und es hätte ja viel schlimmer kommen können. So haben wir das auch hinter uns, das erste Mal krank sein. Eine liebe Freundin, deren Sohn ein paar Monate älter ist als Lara, hat mir in dieser Zeit sehr geholfen und immer wieder beruhigt. Das hat mich echt gerettet. Und ich bin sehr dankbar dafür.

Nun dann war der „große“ Tag, der Muttertag, Baby auf Antibiotika und ich bekam idealerweise auch noch eine nervige Verkühlung, was soll man da machen? Draussen schien die Sonne und eingesperrt zu sein bei so einem Wetter halte ich nicht aus.

20180513_113420.jpgAlso machten wir einen Ausflug zur Wotruba-Kirche – ich wollte dort schon länger hin, weil ich es nicht kannte. Wir sind mit dem Auto gefahren, weil es doppelt so schnell ging als mit Öffis. Obwohl wir natürlich wissen, dass unser Zwerg Autofahren so gar nicht mag. Aber was soll’s, da müssen wir (und sie) durch. 😉

Ich entdecke sehr gern neue Plätze und Lara ist daweil noch egal wo wir hinfahren, also konnte ich diktatorisch entscheiden. Die Kirche schaut nämlich extra cool aus weshalb ich sie unbedingt mal sehen wollte.

DSC01677.JPGAußerdem lag sie praktischerweise direkt an einem Wald, ich glaub dem Maurer Wald, den wir gleich für einen Spaziergang nutzten. Sehr lustig waren da Frösche beim Pappelteich, die ein Quak-Konzert gaben. Ich war wohl mehr fasziniert als Zwergenkind. Aber das macht nichts. Die Natur hat uns allen gut getan. Es hätte auch einen netten Spielplatz gegeben, aber das interessiert Lara noch nicht.

DSC01709.JPGNachdem wir also die neue Gegend erkundet haben, sind wir wieder zurück in die Stadt gefahren und meiner Lieblingsbeschäftigung nachgegangen, dem Bananensplit essen, in eines meiner 3 Lieblingseisgeschäfte in Wien. Der Kellner hat sich total gefreut, dass wir wieder mal da waren. War ich doch mit Lara im Bauch jeden 2. Tag dort und mit Lara dann auch so 1x pro Woche.

DSC01726_bSo wurde der Tag mit Einschränkungen doch noch toll und ich konnte ein bisschen die Natur genießen. In erster Linie ist mir jetzt wichtig, dass mein Kind wieder ganz gesund wird, alles andere ist bedeutungslos! Aber ja, ein kurzes Update: heute war sie wieder bei der Tagesmutter und es hat ihr super gefallen (und die Tagesmutter ist ja auch ur begeistert von ihr) – hierzu mehr ein anderes Mal.