Unser Wochenende in Bildern!

Auf verschiedenen Blogs hab ich mal gesehen, dass es immer wieder so etwas gibt. Dachte, ich probier‘ das auch mal aus, da gerade Zeit und Motivation, also why not? Ein Wochenende in Bildern. Von einem völlig unspektakulären verregneten und für Mai erstaunlich kaltem Wochenende. 2 Grad haben wir gemessen, Sonntag früh. Bei Edi-Opa und Eva-Oma. Aber nun. Weniger Text, mehr Fotos.

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Begonnen hat es Freitag Nachmittag mit Katze kuscheln. Immer Katze kuscheln. Oder Katze füttern. Oder Katze streicheln. „Eiei Katze. Katze steicheln. Schau Mama, Katze kuscheln“. Das hat sich durch’s ganze Wochenende gezogen. Katze war ja schließlich nicht grundlos Laras erstes Wort. Lara liebt Tiere generell sehr. Aber welches Kind mag Tiere nicht gern?

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Außerdem wurden auch noch die Baby-Katzen und die Urli bei der Tante besucht. Ein Traum für ein kleines Kind. Später am Wochenende entdeckte Lara ein neues Hobby. „Baby Katze U[r]li bingen.“ Wie gut sie mit den Babykatzen umgeht, war für alle Beteiligten richtig überraschend. So klein und schon so ein Gefühl für Tiere. Hat sich wohl doch schon ausgezahlt, Lara viel aufs Land zu bringen und Katzen gewohnt zu werden.

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Der Samstag war ziemlich verregnet. Rausgegangen sind wir natürlich trotzdem. Ein bisschen „Kaffee machen. Post machen“. Anprosten ist gerade sehr in und die Sandkiste ist sowieso die aktuelle absolute Lieblingsbeschäftigung. Egal welches Wetter. Wie sagte mein Geografie-Lehrer bereits in der 1. Klasse: „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung.“ Recht hat er.

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Das Gute am Regen ist unter anderem: Es gibt Schnecken zu beobachten. Nur muss man dem Kind erklären, dass es diese vielleicht nicht unbedingt streichelt, sondern ausnahmsweise von der Ferne betrachtet. Ich mag ja Regen und Kälte gern und liebe es da auch, draußen zu sein. Das Kind auch. Trifft sich gut.

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Ich liebe auch, einfach Pflanzen anzuschauen und zu bewundern. Wie wunderschön die Natur einfach ist. Ganz alltägliche Pflanzen. Nichts besonderes, aber wunderschön.

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Sonntag war es dann noch verregneter, so stand dann in der Früh Morgensport am Programm. Nicht bei mir wohlgemerkt. Bei Lara und Eva-Oma. „Yoga machen“. Ich bin dafür gänzlich ungeeignet, aber das Kind macht das schon ziemlich lange ziemlich souverän. Die kleine Madame ist etwas gelenkiger als ich. Gut so. Woher sie das allerdings hat, weiß ich bis heute nicht, weil wir machen solche Turnübungen nie.

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P1260184.JPGDann gab’s nochmal einen Besuch bei den Babykatzen und den Henderl inklusive Gockelhahn. Da wurden auch Eier gefunden. Fleißige Henderl. Glückliche Lara.

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Ein bisschen Schnee haben wir auch noch gefunden. Im Mai auf dieser Seehöhe doch nicht so alltäglich. Zum Angreifen aber leider doch zu weit weg.

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Der krönende Abschluss war dann wieder, wie auch bereits am Samstag genossen, der Bananensplit. Mein Lieblingsessen. Es gibt kein zu kaltes Wetter für Eis. Das sieht offensichtlich auch das Tochterkind so. In diesem Fall: Leider. Mein Eis teile ich eher ungern mit irgendwem. Aber wer kann schon einem Kleinkind etwas verwehren?

Das waren ein paar Blitzlichter aus unserem unspannendem, entspanntem und sehr angenehmem Wochenende. Das Kind schläft nun friedlich (22:30 Bettruhe…) und morgen beginnt wieder der Alltag, der aber auch schön ist. Gute Nacht.

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Eine Osterwoche: Was wir alles (nicht) gemacht haben!

Ostern hatte für mich ungefähr seit ich von daheim ausgezogen bin eigentlich keine besondere Bedeutung mehr – außer ein Tag mehr ausschlafen und vielleicht Family sehen. Also nichts Außergewöhnliches außer ein bisschen mehr Freizeit.

Nun, mit Kind ändert sich bekanntlich alles. So auch Ostern. Nun möchten wir natürlich Lara gerne besondere Festivitäten – auch wenn wir in diesem Sinne nicht gläubig sind – näher bringen. Schließlich ist es, denke ich, für Kinder ja schon was sehr Schönes und das wollen wir ihr keinesfalls vorenthalten.

Was macht man also mit einem knapp 2-jährigen Kleinkind zu Ostern bzw. rund um die Osterfeiertage? Wie bereitet man es auf Special Events vor? Erzählen? Bücher lesen? Wie kann man die Tage am besten verbringen, ohne das Kind oder uns in Stress zu versetzen?

P1170516.JPGWir sind grundsätzlich immer mit allem zu spät dran. Bis wir festgestellt haben, dass Ostern kommt, war Ostern eigentlich schon fast wieder vorbei. Insofern haben wir jetzt keine speziellen Vorbereitungen getroffen und keine Osterdeko in unserer Wohnung platziert (wir haben sowas auch gar nicht daheim) bis auf einen kleinen Palmkätzchen-Strauch – aus Evaomas-Garten selbst abgeschnitten -, den wir schon seit Anfang März da stehen haben. Immerhin haben wir Lara dann eine Woche vor Ostern erzählt, dass bald der Osterhase kommt und ein Buch dazu angeschaut. Das hat sie nur mäßig bis gar nicht interessiert (das Buch schon, der Osterhase nicht). Vielleicht auch einfach zu abstrakt in diesem Alter. Auch egal. Und ich bin eigentlich noch immer nicht sicher, ob ich ihr diese Geschichten vom Osterhasen und Christkind überhaupt erzählen will und nicht einfach gleich die Wahrheit sage. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

P1250047Nichtsdestotrotz ist Ostern dann auf einmal da gewesen und theoretisch auch der Osterhase. Dazu noch eine Woche lang Traumwetter. Aufgrund fehlender Kinderbetreuung hatten wir zum eigenen Glück auch noch Urlaub. Perfekter ginge es gar nicht.

P1250315Was haben wir dann also gemacht – rund um Ostern? in 2 Wörtern gesagt: Nichts Besonderes. Dasein. Zeit genießen. Gemeinsam entspannen. Leben leben. Nichtstun. Den Stress mal ausblenden. Und doch ein paar Dinge erledigt. Genauer betrachtet haben wir die Zeit in erster Linie draußen verbracht. Ganz wenig Zeit in Wien und ganz viel Zeit am Land. Ein Besuch bei der Urli-Oma. Dann direkt weiter zur Oma. Action für die Omas, Action für Lara.

P1250340Nachdem sich die Oma sehr viel Mühe gegeben hat, den Ostersonntag und die Tage rundherum für alle nett zu gestalten, hat sich Lara aber dann trotz der schönen aus Moos geformten Osternesterl kaum dafür interessiert. Die Schokohasen und -eier sind eher in der Sonne zergangen als dass Lara sich darum gerissen hätte. Umso besser, so bleibt mehr Schoki für mich! Dankeschön, mein Kind 😉

p1230619-gibt-baum-bussi.jpgWir haben also zu Ostern kaum Osternesterl gesucht. Stattdessen gab’s in der Osterwoche aber ganz viele andere spannende Momente zu erleben: Es wurden Kälber gestreichelt, Spinnen begrüßt, Ameisen versucht abzubusseln, Bäume tatsächlich abgebusselt (die können zum Glück nicht davon laufen), Käfer gesucht, Bärlauch gepflückt (und gegessen), im Sandkasten angeprostet, im Traktor gesessen, Henderl zugewunken, dem Hahn nachgekikerikiet, Katzen gekuschelt, Enten nachgewatschelt, Löwenzahn weggeblasen, p1240071.jpgBlumen gepflückt, Tischtennis gespielt, Rutschen liegend rückwärts runtergerutscht, gemalt, gesungen, mit Oma gebacken, im Spital den Warteraum unterhalten und vieles vieles mehr. Aber am allerliebsten wurde einfach nur herumgelaufen – in der Wiese, im Garten, auf der Terrasse, im Park und am Abend daheim (wer will schon schlafen gehen?). Und ansonsten was dem Gemüt und der Kreativität eines Kleinkindes sonst noch so in den Sinn kommt.

P1250112Vielleicht hat Lara ja nächstes Jahr mehr Lust auf’s Osternesterl suchen. Oder auch nicht. Was auch völlig wurscht ist. Wir werden ihr natürlich wieder die Chance geben, mit dem Osterhasen und dem Suchen von Nesterl – das nächste Ostern kommt bestimmt. Es kommt ja dann sowieso immer wie’s kommt.

Wir haben, wie gesagt, de facto outdoor gelebt, ob in der Stadt oder am Land. Das tut dem Körper und der Seele gut. Natur ist extrem wichtig. Für Lara und für mich. Und dafür war Ostern wunderbar und der Sommer beginnt ja gerade erst, zu unserer Freude. Es war so schön, so viel Zeit mit meiner kleinen Maus verbringen zu dürfen. Es ist so toll, p1250674.jpgihr beim Spielen zuzuschauen, ihre Kreativität oder ihren konzentrierten Blick zu bewundern und immer wieder überrascht zu werden, mit welch „einfachen“ Dingen sie eine Freude hat. Ich hab lange schon aufgehört, irgendwohin Spielzeug mitzunehmen (außer Lara gibt etwas nicht aus der Hand, wenn wir wohin gehen). Es gibt überall Spielsachen, die für uns „unsichtbar“ sind, aber für ein Kind die Welt bedeuten können. Sie findet sich immer etwas. Schade, dass wir im Laufe unseres Lebens so viele tolle Eigenschaften des Kind-Seins verlieren, verlernen müssen oder uns „vom System“ entzogen werden.

Und abschließend noch ein Bericht über eine kleine Lektion für mich, denn eins habe ich gelernt: Mama und Papa sind anders als alle anderen Beteiligten in des Kindes Lebens. Bei uns ist Lara manchmal plötzlich grantig, wo sie vorher stundenlang bei anderen p1240404.jpgPersonen keinen Schreiton von sich gegeben hat. Die Großeltern schwärmen von ihr, was wir für ein Glück haben mit so einem tollen fröhlichen Kind. Wie kreativ sie ist, wie schön die Zeit mit ihr ist. Das Schreien ist nicht das Thema, sondern das unterschiedliche Verhalten. Zuerst hat es mich ein bisschen traurig gemacht, dass alles anders ist, wenn ich/wir dann dabei bin/sind, aber ich denke, das ist ganz normal. Diese Erfahrungen machen auch andere Eltern. Also kein Grund zur Beunruhigung. Es ist doch schön, dass das eigene Kind viele liebe Menschen um sich hat, denen es vertraut und mit denen es gerne Zeit verbringt. Egal wer es ist, jede Bezugsperson hat eine andere wichtige Bedeutung für sie und das ist wundervoll so.

Und wie hab ich letztens gemeinsam mit der Tagesmutter festgestellt: Mit einem Kind hat man Kabarett jeden Tag live, was gibt es Schöneres?

p1240703.jpgIch bin jeden einzelnen Tag dankbar, ein kleines gesundes lustiges Kind auf ihrem Lebensweg begleiten zu dürfen und möchte das keine Millisekunde missen. Ich frage mich ja manchmal, was ich mit meiner ganzen Zeit früher gemacht habe 😉 Aber um nichts in der Welt würde ich tauschen wollen. Danke Lara für das Abenteuer Leben!

Hier noch ein paar Bilder aus der Osterwoche:P1240967.JPG

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Der Winter ist aus, ein Update muss raus!

P1210588.JPGSo schön war es, das letzte Wochenende. Das perfekte Wetter. Das tut der Seele und dem Körper gut. So schnell ist er schon wieder vorbei, der liebe Winter. Wie schnell doch die Zeit verfliegt. Ich hätte mich ja schon nochmal über Schnee gefreut, aber was noch nicht ist, kann ja noch werden 😉 Aber Zeit ist es jedenfalls, mal wieder ein Update aus unserem Leben zu machen.

P1150066.JPGNaja, was soll ich sagen, der Winter war wunderbar. Der viele Schnee war einfach traumhaft. Wir haben viel davon genießen können. Lara hatte zwar, um es vorsichtig auszudrücken, anfangs „Respekt“ vorm Schnee und hat sich hartnäckig geweigert, einen Fuß da hinein zu setzen. Hat sich dann aber doch überwinden können. Ein paar Schneemänner haben wir – juhu – auch geschafft. Mit Schnee kann man einfach so viele tolle Sachen machen.

P1170813.JPGVon drinnen lässt sich massenweise Schnee auch sehr gut beobachten und bestaunen. Wie süß Lara auch „Schnee“ ausspricht: „Neee“ 🙂 Ein Leben wie ein Wintermärchen. Schnee genießen, rodeln, Bobfahren, Kaminfeuer. Spielen wonach das Herz begehrt, Buch anschauen, Klavier spielen, malen, Katzen kuscheln und überhaupt ganz viel „kuuuuuscheln“. Zwar haben wir unterschiedliche Vorstellungen von „Kuscheln“ aber das macht nichts. Lara darf genau so viel kuscheln, wie sie will, nicht wie ich will.

P1180519.JPGP1180367_b.jpgDer Winter hält ja so einige spannende Events bereit, nicht nur Weihnachten und Silvester, sondern auch den Fasching. Hatte ich zuerst fast vergessen, aber dann doch noch eine Kostümidee umgesetzt. Das ganze Event ist mit Zwerg definitiv lustiger. Es war Laras erster Fasching als Kind, verkleidet als kleiner Frosch. Weil sie oft wie ein Frosch schlaft, dachte ich, das würde gut zu ihr passen (später kann sie natürlich selbst entscheiden, als was sie sich verkleiden will). Nicht nur sie hatte dann eine Freude mit ihrem (ganz einfachen) Kostüm (einfach nur ein Umhang), auch ich hab endlich mein lang ersehntes Elefantenkostüm einweihen dürfen.

p1190273.jpgWie ich festgestellt habe, ist mit Kind nicht nur der Fasching, sondern das Leben insgesamt einfach lustiger. Zum Beispiel der ganz normale Alltag. Die Kreativität eines Kleinkindes kennt keine Grenzen und das macht es so wunderbar, abwechslungsreich und spaßig. Was man alles mit Gegenständen machen kann, wusste man vor einem Kind vielleicht noch gar nicht. Eine Salatschüssel eignet sich zum Beispiel ganz gut als Sessel oder Gummiringerl lassen sich sehr praktisch in der Mikrowelle erwärmen. Ein Kübel macht sich als Hut ganz gut und die Nagelschere ist besonders gut zum Ohrenputzen geeignet. Ja, man lernt nie aus. Zum Glück.

P1150672.JPGOder Spielplätze. Die sind mit Kind auch lustiger. Besonders im Winter, weil man sie da nicht teilen muss und auch als Erwachsener herumturnen kann ohne viele Zuseher_innen. Das ist perfekt. Lara hat das Rutschen mittlerweile alleine sehr gut drauf und möchte andauernd „dutschen“. Regen, Wind und Schnee halten uns jedenfalls nicht auf, das Freie zu genießen. Der Winter war echt schön, leider viel zu kurz.

Ein neues Hobby, das sich drinnen wie draußen gut umsetzen lässt: Malen! Lara hat mittlerweile ihre ersten ganz eigenen Zeichnung fabriziert. Bis vor einigen Wochen wollte sie immer, dass wir ihr etwas für sie zeichnen – vornehmlich ein Auto oder einen Baum. Mittlerweile lass ich ihr ihre Kunstwerke aber alleine gestalten, meine Zeichenkünste halten sich in Grenzen, auch wenn ich’s eigentlich gern mag, das Malen.

Hach, es geht mir alles viel zu schnell. Die Zeit soll stehen bleiben. Und doch soll sie auch weiterlaufen die Zeit, man würde ja so viel von der Zukunft verpassen.

P1150274_bViel Spaß macht es Lara derzeit besonders, in Laden hineinzuklettern, sie auszuräumen, mit dem Messer zu spielen, Butter pur zu essen, selbst Fotos zu machen – wahlweise mit Handy oder Fotoapparat der Eltern und dann das Gerät auf den Boden fallen zu lassen und hoppla, es ist runter gefallen. Lustig ist es auch, Zähne putzen zu hassen, zu bestimmen, wann wo welche Brust beim StillP1200197.JPGen leer getrunken wird, sich zu beschweren, dass der falsche Löffel zum Essen verwendet wird, welcher Pyjama heut so gar nicht angesagt ist oder Sandalen bei 10 Grad Außentemperatur anzuziehen. Und alles will „leine“ gemacht werden. Lara wird ja schließlich bald 2, da kann man alles alleine!

Ganz verpönt ist es, im Kinderwagen zu sitzen. Viel lustiger ist es, von Mama und Papa getragen zu werden oder ihnen davon zu laufen. Für die 800 Meter von der Tagesmutter nach Hause brauchen wir schonmal 1,5 Stunden. Aber was solls, man hat ja sonst nichts zu tun.

P1150118.JPGWas sie dann aber doch gelegentlich macht, ist sich alleine zu beschäftigen (garantiert natürlich dann nicht, wenn ich dringend was zu erledigen hätte). Sie schaut ein Buch an, malt, lauft im Kreis, schiebt den Buggy herum, singt, tanzt. Und entdeckt garantiert alles! Und speziell alles, was nicht für sie geeignet ist. Und sie redet so viel. Manchmal ist sie so im Redeschwall begleitet von ihrer bezaubernden Mimik und Gestik, dass wir gar nicht mehr wissen, was da gerade abgeht. Wir verstehen zwar nur einzelne Worte davon, aber sie unterhält ganze Runden wenn wir unterwegs sind und verzaubert alle. Sie grüßt auch nach wie vor Leute sehr freundlich mit „Hallo“ – in der U-Bahn, in der Fußgängerzone, vom Balkon runter, im Lokal, am Spielplatz – einfach überall. Ich frag mich immer woher sie diese Freundlichkeit hat. Ich bin ja eher eine „Menschenhasserin“ und möchte am liebsten alleine in dieser Welt existieren, mit den paar Lieblingsmenschen, ein paar Bergen und sonst niemanden. Naja, durch das Kind muss man dann mit anderen reden. Und sie ist gar nicht schüchtern. Geht meist gleich auf andere Leute zu, liebt die Bühne, liebt im Mittelpunkt zu stehen. Mal schauen, wie das später wird.

p1140227.jpgFestgestellt habe ich auch, dass mein Bauchgefühl eigentlich immer Recht hat, ich mich nur darauf verlassen sollte und sich manche Probleme oder Sorgen dann irgendwie von selbst lösen bzw. verabschieden wenn man alles nicht zu stressig sieht. Mit Kind find ich ja fast am Herausfordensten diese dauernden Entscheidungen, die man treffen muss. Und da Eltern bekanntlich nur das Beste für ihre Kinder wollen, können kleine Entscheidungen schon die Welt bedeuten. Da meine ich noch gar nicht Themen wie Impfen oder welche Schule, sondern um alltägliche Dinge, wie was ziehe ich dem Kind heute an oder was unternehmen wir heute? Aber da habe ich wirklich gelernt, einfach auf mich zu hören, auf meinen Bauch. Der hat im Normalfall immer Recht. Das dachte ich früher nicht so, habe mich oft von anderen (unbewusst) beeinflussen lassen und ein schlechtes Gewissen gekriegt. Und nun habe ich gelernt, nicht alles so eng zu sehen. Das hilft wirklich sehr viel. Vielleicht einfach mal über Situationen, die einem echt Kacke vorkommen, lachen. Es ist nicht immer alles so schlimm, wie es vielleicht im ersten Moment erscheinen mag. Das nimmt viel Druck und lässt einem das Leben viel mehr genießen.

Das Essensthema ist hier ein Beispiel. Genau ab dem Zeitpunkt, wo mich Laras Essverhalten so gar nicht mehr beunruhigt hat und zwar wirklich gar nicht mehr, isst sie total gut – viel und alles. Ich versuche naP1160883.JPGtürlich sehr stark – soweit wie möglich -, auf gesunde Ernährung zu achten, aber sie darf Schokolade – oder „Lade“ wie sie es nennt – nun auch essen, speziell wenn wir es essen und sie es sieht und überhaupt ist die Esserei an sich ganz einfach geworden. Nur das Chaos, das während dem Essen rund um Laras Sitzplatz entsteht, wird uns noch eine Weile begleiten. Aber macht nichts. Gehört zum Kleinkindsein dazu.

P1210682.JPGAußerdem habe ich mir selbst auch den Druck genommen, dauernd Action zu machen. Für Kinder ist es doch am Schönsten, wenn sie einfach machen dürfen, wonach ihnen ist. Dazu braucht es nicht hundert Kurse, die vielleicht nicht nur für mich oder Georg Stress bedeuten. Eine Wiese mit einem Hügel, ein paar Steinen oder Blumen und vielleicht noch einen Ball dazu oder einen Bagger zum Beobachten, ist völlig ausreichend um Spaß zu haben. Ich bin nun ein Fan vom einfachen Spielen lassen. Ich lass mich da jetzt nicht mehr beirren von anderen Leuten, die ihre Kleinkinder und Babys in Kurse und sonstige Dauerbespaßung stecken (wer das will, ist natürlich auch ok!). Wenn Lara später selbst mal einen Kurs machen will, wie zum Beispiel ein Musikinstrument lernen, da werde ich ihr sicher alles ermöglichen, was irgendwie geht. Aber alles ohne Druck und mit ihrem freien Willen. Und wenn mir nach irgendwas actionreichen ist, dann mach ich das natürlich auch.

Und nun, zu dem fast Spannendstem, der Sprache: Sie spricht so viel, es ist ein Wahnsinn! Und so verständlich! Da werde ich des Öfteren von Fremden angesprochen, wie alt sie denn sei, weil sie so gut spricht. Sie sagt oft geradeaus was sie will. Wenn sie raus will, essen oder Wasser trinken oder gar eine frische Windel will, ob sie mit oder ohne Decke schlafen will (früher hat sie Decken ärgstens gehasst!). Sogar wenn ihr nach schlafen ist, sagt sie das schon, auch wo sie schlafen will (Kinderwagen, Trage oder doch das Bett?).

Sie sagt eigentlich schon alles, also von den Wörtern her betrachtet. Von „Wasserkocher“ über alle möglichen Namen bis hin zu „Fühling“ oder „Eichhörnchen“ (wirklich ein schweres Wort). Es ist faszinierend wie gut sie sich ausdrücken kann, wie genau sie schon benennt, was sie gerade braucht, denkt, will oder nicht will. Ganz aktuelles Beispiel von heute als sie rausgehen wollte: „Mama, raus gehen. Dutsche gehen. Schuhe an. Haube auf. Jacke an.“. Sie checkt schon alles. A.L.L.E.S!

P1210218.JPGSie sagt auch einfach schon so lustige Sachen und so „lange“ Sätze. Gestern Abend zum Beispiel „Mir kommen Papa kuscheln“. Und man kann schon richtige Späßchen mit ihr machen. Ist ein bissl schwer zu erklären. Aber wir haben es sehr lustig mit ihr. Und sie hoffentlich auch mit uns. Lachen ist so wichtig. Ich bin ja fast traurig, dass sie schon so schön spricht und ich dadurch keine neuen lustigen Wortkreationen mehr aufschreiben kann. Sie bildet Sätze mit 3-4 Wörtern. Das „R“ geht auch schon ganz gut, außer es ist am Anfang des Wortes. Also etwa „Runter“ heißt bei Lara „Dunta“ oder zu meiner Freundin „Raffi“ sagt sie „Affi“. Ihren eigenen Namen kann sie aber schon supergut aussprechen.

Dann gleich noch zum unter Eltern allseits beliebten „Schlaf-Thema“ (ich weiß eigentlich gar nicht warum das so ein Thema ist). Das ist ja grad nicht so „in“, das Schlafengehen. Manchmal lässt sie schon den Mittagsschlaf aus und ist dann supermüde. Abends ist sie auch hin und wieder sehr hartnäckig. Letztes Mal haben Georg und ich nach 3 Stunden im Bett – verbracht mit Buch anschauen – schon kaum mehr die Augen offen halten können, Kind dann nur unter Gebrüll und Licht abdrehen zum Schlafen gebracht. Aber das war zum Glück dann doch die Ausnahme.

So2019-01-14 21.49.18.jpg funktioniert das Schlafengehen recht gut. Wir lesen ein paar Bücher („Oh nein Ziege“, „Lama schauen“, „Tukei schaun“), drehen das Licht ab, reden daneben über den Tag und sie trinkt bei der Brust. Wir nehmen verschiedene Sachen mit ins Bett. Mal die Bälle, mal Autos, mal die Schrauben oder die Zahnbürste, hin und wieder sogar Stofftiere. Aber sie hat da nicht so ein ganz spezielles Ding, das sie immer zum Schlafen braucht. Nur muss es ganz dunkel sein (Madame fordert das auch direkt mit „Licht ab“). Dann dreht sie sich weg und so schlaft sie schon. Vom Durchschlafen sind wir Lichtjahre entfernt, aber über Schlafmangel kann ich mich bis dato absolut nicht beklagen – eher im Gegenteil (und das obwohl ich auch noch nie bei ihren Schläfchen untertags mitgeschlafen habe, wie es oft empfohlen wird). Und daher passt es schon so wie es ist. Fühlt sich genau richtig und gut an. Sie wacht in der Nacht ja nicht richtig auf, sondern trinkt und schlaft wieder ein. Unruhige Nächte haben wir nur wenn sie krank ist oder so, also zum Glück eher selten. Auch dass sie bei uns im Bett schlaft, finde ich super schön. Noch immer. Kaum zu glauben. Wird irgendwann eh nicht mehr gehen, daher genieße ich das sehr.

Und manchmal wacht sie nachts auf und sagt im Halbschlaf ganz wirre Dinge. Ist immer spannend, was sie scheinbar gerade beschäftigt.

Sehr spannend ist auch, wie sie uns nun nachahmt bzw. imitiert. Sie ist quasi wie ein Spiegel von uns. So ist mir jetzt aufgefallen, dass ich immer „Ja, ok“ sage, weil sie das jetzt auch dauernd sagt. Oder: Ich rede mit ihr ganz bewusst nicht in der 3. Person (weder von ihr noch von mir), sondern sage etwa: „Willst du zu mir?“. Das hat jetzt dazu geführt, dass sie dauernd „mir kommen“ sagt, wenn sie von wem genommen werden will. So herzig. So witzig. Versteht dann aber natürlich niemand außer uns 😉

P1210285.JPGAm liebsten tut sie grad „Tisch tanzen“ bzw. eigentlich auf der Mikrowelle stehen, was uns zwar sehr stresst (weil gefährlich) und uns schon mehrmals fast zum Herzinfarkt gebracht hat, aber ihr wahnsinnig viel Spaß macht. Wir wollen ihr logischerweise Grenzen aufzeigen, aber sie ist auch nur einmal Kind. Warum alles verbieten? Warum nicht Kind Kind sein lassen? Wie oft tanzt man im späteren Leben schon am Tisch oder gar auf einer Mikrowelle? Bei manchen Dingen wie Zähne putzen muss sie eh durch, da hat sie keine Entscheidungsmacht, das muss sie tun. Aber bei Sachen, die uns und ihr grundsätzlich nicht schaden, kann man schon mal ein Auge zudrücken.

Unser Langschläferbaby ist übrigens trotz zahlreicher „ihr werdet schon sehen, das wird sich ändern“-Verunsicherungen noch immer unser Langschläferbaby geblieben (danke übrigens, liebstes Tochterzwergi falls du das mal liest!). Und darüber bin ich grundsätzlich zwar sehr froh, aber manchmal ist es schon sehr schwer, sie in der Früh aufwecken zu müssen, wenn sie doch so süß und tief schläft. Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich sie zuletzt nicht aufwecken musste. Aber garantiert dann, wenn sie ausschlafen kann, ist sie früher wach und da gibt’s nix mehr zu schlafen, sondern nur mehr ein „Aufstehn, Mama aaaaaufstehn“ (und dazu holt sie meine Brille und gibt sie mir, weil sie weiß, dass ich sie brauche). Als würden sie das spüren, diese Zwerge 😉 Und für Ausflüge am Wochenende ist das lange Schlafen auch nicht so super praktisch, weil wir uns da natürlich nicht stressen wollen und entsprechend erst spät wegkommen, wenn sie lange schläft. Aber das sind eh Luxusprobleme.

P1210112.JPGBabysitting bei Opa und Oma geht auch schon ganz gut und da die liebe Tagesmutter letzte Woche leider (erstmals) krank war, mussten wir eine Lösung finden. Gerade in der Arbeit, wo aufgrund der AK-Wahl besonders viel Stress war, war die Pflegefreistellung natürlich ungünstig, aber hat sich auch nicht vermeiden lassen. Ich hab die zwei Tage daheim mit Lara sehr genossen. War schön, so viel ungestresste zweier-Zeit mal wieder zu haben. Und die Tage mit den Großeltern waren logistisch ein bisschen eine Challenge, aber bekanntlich geht ja alles irgendwie. Muss gehen. Und im Nachhinein war alles gar kein Problem und für Lara hat’s auch gut gepasst glaub ich. Und für die Großeltern sowieso. Die haben richtig geschwärmt, wie schön so ein Tag mit dem Enkerl ist. Gut, dass das Kind so unkompliziert ist und Opa und Oma vernarrt sind in sie.

P1170819.JPGEs ändert sich halt doch immer wieder was. Zum Glück. Jetzt mag sie grad das Duschen total gern, auch alleine: „Lara leine duschen“. Darf sie dann und ist zuckersüß, wenn sie dabei auch noch singt. Und was sie alles schon kann und versteht. Ich bin so oft so überrascht, was sie wieder neues drauf hat.

Letztens ist sie erstmals ganz alleine aufgestanden in der Früh. Ich saß vorm PC und auf einmal stand sie da, vor mir, im Büro. Ganz alleine vom Bett runter gekrabbelt und zu mir gegangen. Klingt für Außenstehende vielleicht ein bisschen lächerlich, aber ich fand das schon einen sehr großen Schritt. Blieb zwar bei dem einen Mal bis dato, aber dennoch zeigt es mir, wie schnell sie groß wird. Und wie gut es ist, dass ich die Zeit mit ihr so genieße und die maximale Zeit mit ihr verbringen will.

Es macht mich momentan einfach sehr wenig annähernd so glücklich, wie Zeit mit meiner kleinen Tochter zu verbringen. Einzige Ausnahme: ein schnelles Eis beim Tichy 😉 (Ich werde ja von ArbeitskollegInnen verarscht, dass das Öffnungsdatum vom Tichy jedes Jahr mein Feiertag wäre 😉 ).

Kinder sind auch mit so einfach Dingen so glücklich. Das ist so so schön zu beobachten, an diesen kleinen Freuden teilhaben zu dürfen. Sie hat grad die größte Freude daran, Gummiringerl von einem Becher in ein Teller zu schütten und wieder zurück und dann die Gummiringerl mit einem Löffel zu „Essen“. Wozu Kinderspielzeug wenn in Alltagsgegenständen so viel Faszination steckt?

P1200117.JPGNun gut. Abschließend sei zu sagen, dass ich mich jetzt doch ein wenig auf die wärmere Zeit freue. Man muss nicht mehr so viel anziehen, kann länger draußen sein und die Leute sind besser drauf. Ich freu mich auf den Frühling mit meinem wunderbaren Kind, auf die blühenden Bäume und Wiesen, aufs Radlfahren mal mit Lara wieder (gestern erstmals wieder zu dritt unterwegs), aufs im Park sitzen, aufs viele Eis essen, aufs Tischtennis-Spielen. Ich muss gestehen, trotz Winter-Liebe, dass Wärme auch was Feines ist. Herzlich Willkommen lieber Frühling!

Zu viel Zeit zum Nachdenken… ein paar Gedanken übers Elternsein.

Lara war jetzt mal ziemlich lang ziemlich krank und ich hatte verdammt viel Zeit zum Nachdenken. Unglaublich viel. Ich hasse das. Man denkt über Dinge nach, über die man gar nicht nachdenken will. Und wenn man noch dazu so ein krankes Kind neben oder auf sich hat, wird so vieles andere wieder so unbedeutend.

Eigentlich wollte ich ja über Weihnachten schreiben, aber das ist schon wieder so weit weg. Vor allem in meinem Kopf. Naja. Egal. Jedenfalls. Ich hab viel nachgedacht und mir ist dann eine Situation vom Seminar vor zwei Wochen eingefallen. Wo mich die Kursleiterin in einer Pause vom andern Tisch herüber gefragt hat, wie meine Geburt war. Ich war zu dem Zeitpunkt mit meiner Sitznachbarin im Gespräch und wusste grad nicht, was ich da gach antworten soll und worum es überhaupt ging. „Weil bei dir ist es ja noch nicht so lang her.“ meinte sie. Stimmt. Nicht so lang ist zwar relativ aber ok. Ich sagte spontan nur „wunderschön, unvergesslich und unkompliziert.“ Genauso habe ich jetzt nämlich die Geburt in Erinnerung. Und im Endeffekt zählt immer die Erinnerung, egal wie man Dinge in einem bestimmten Moment erlebt bzw. wahrgenommen hat.

Heute ist es oft so, kommt mir halt so vor, dass alles ein Wettkampf ist. Man vergleicht sich mit allem und jedem und befindet sich unbewusst im Wettkampf. Unabhängig auch davon, ob man ein Kind hat oder nicht. Ich hab länger überlegt, ob ich meine Gedanken hier her schreiben soll, aber nach Rücksprache mit meinem Lieblingsmenschen Raffi, war mir klar, ich muss das loswerden.

Dieser dauernde Wettkampf geht mir persönlich gehörig am A…. und ich lebe den auch nicht. In meinem näheren Umfeld spielt diese Spielchen zum Glück niemand und ich bin unglaublich dankbar dafür. Ich würde da sowieso nicht mitmachen und mich distanzieren.

Es scheint als wäre folgender Weg bis zum Kleinkind der vorgezeichnete, der beste für’s Baby: 

Zuerst wird man mal gleich beim 1. Versuch schwanger, hat eine beschwerdefreie Schwangerschaft, nimmt dabei selbstverständlich nur ein paar Kilo zu, weil man ja bitteschön auch als Schwangere extrem auf sein Gewicht achten muss! Wirklich! Das Wichtigste – das Gewicht! Gut, dann kommt das Kind quasi wie von selbst. Es flutscht raus, innerhalb von einer Stunde, schmerzfrei, ohne jegliche Hilfsmittel natürlich. Aber hey, man kann angeben. Geschafft. OHNE Hilfsmittel. Gut, dann trinkt es sofort von der Brust, die Milch sprudelt auch gleich so heraus. Es kackt auch gleich mal richtig. Der APGAR-Test ergibt auch 30 von 30 Punkten und dann, dann geht’s los. Stoffwindeln, kein Schnuller, kein Flascherl. Selbst ist die Milchkuh. Weiter geht es mit dem Essen. Selbstverständlich wird von Beginn an nur frisch gekocht, alles aus dem eigenen Garten, jeden Tag frisch. Nichts Tiefgefrorenes. Das Baby isst selbstverständlich wie aus dem Lehrbuch und ersetzt sich regelmäßig immer mehr „Milchmahlzeiten“. Dann krabbelt und brabbelt es ganz früh. Wächst gleich mit Englisch und Französisch aus Youtube auf. Man macht Babyschwimmen ab Woche 12, Babymassage, Babyyoga, die Krabbelstunden nicht vergessen und was sonst dazu gehört. Es schläft die ganze Nacht brav dahin, von Beginn an wie von selbst. Bei der „Fremdbetreuung“ (sowieso ein scheiß Wort) klappt auch alles. Bei der Übergabe kein Ton. Ein braves Kind ist sowieso nur ein Kind, das nie weint, nie fremdelt, alles brav befolgt, super unterdurchschnittlich früh alles kann. Wer will schon eine/n Rebellen/in? Nach der Geburt gibt es selbstverständlich das perfekte Neugeborenenfotoshooting, mit den perfekten Fotos. Weiter geht’s mit weiteren Fotoshootings zu allen möglichen Anlässen. Die perfektesten Fotos Unterwasser, über Wasser, dort und da. Das alles braucht man. Mit 1 läuft das Kind schon durch die Gegend, spricht fließend 2 Sprachen, zeichnet eine Landschaft, spielt ein Instrument und geht problemlos zu jedem anderen Menschen. Nur nicht schüchtern sein. 3 Mal gab es im ersten Jahr bereits Urlaubsreisen und das ganze Leben ist sowieso nur mehr schön, nie nervig und schon gar niemals anstrengend. Keine Sekunde bitteschön! Zum ersten Geburtstag gibt es dann ne mega tolle Geburtstagsfeier.

So, das war jetzt ungefähr nur vom Anfang bis zum 1. Geburtstag. Ich könnte jetzt ewig so weiterschreiben und noch grantiger werden. Wie sind wir in diese Scheiß-Vergleichsgesellschaft gelangt? Dieser Dauer-Wettbewerb? Stillen vs. Flascherl mit Milch. Stoffwindeln vs. Plastikwindeln. Frisch Kochen vs. Fertig-Glaserl. Schnuller vs. kein Schnuller? Usw. Ist das nicht so dermaßen egal? Ich, und zum Glück der Großteil meiner FreundInnen, spielen da nicht mit. Das interessiert mich nicht.

p1080016.jpgGeburt ist ja immer wieder ein Thema. Verstehe ich auch, es ist ungefähr das einschneidenste Erlebnis das man so hat, als Frau, als Mama. Würde ich jetzt aus meiner eigenen Perspektive so sagen. Aber was zur Hölle muss man da vergleichen oder besser sein. Weil man es ohne Kreuzstich geschafft hat? Ist man da besser als wenn man es „leider“ nur mit geschafft hat? Höre ich immer wieder: „Aber jetzt im Nachhinein bin ich froh, dass ich es ohne PDA geschafft habe, da bin ich stolz auf mich.“ Es suggeriert einem nämlich, dass man sich mit PDA, so wie ich sie hatte, als Versagerin fühlen muss, weil man versagt hat, es nicht ohne geschafft hat. Daweil bin ich, genauso wie jede andere Frau es sein sollte, stolz auf mich, dass ich mein Zwergi genauso rausgepresst habe, wie ich es geschafft habe. Das Wichtigste ist doch, dass Mutter und Kind wohlauf sind?! Alles andere ist so egal. Am meisten bewundere ich genau jene Mütter, bei denen alles nicht so einfach geklappt hat, ob mit oder ohne PDA, Kaiserschnitt oder vaginal, scheiß egal. Zum Beispiel eine ganz liebe Arbeitskollegin/Freundin, deren kleine Tochter in der 31. Woche geholt werden musste. Viel zu früh. Sie hat gekämpft, den Kaiserschnitt zu „überwinden“ und dass das Stillen voll klappt. Wochenlang im Spital gelebt. Und sie hats geschafft. Die kleine Maus ist jetzt 1 und super lebendig und mega herzig. Genau solche Frauen verdienen für mich die größte Bewunderung von allen. Die, die nicht den leichtesten Start hatten und es trotz all der Umstände so toll gemeistert haben. Denen gebührt besonderer Applaus.

Wie egal ist es doch bitte, welche Geburt man hatte? Warum wird eine „vaginale“ Geburt eigentlich als normal angesehen? Was ist „normal“? Ein Kaiserschnitt ist nicht normal? Und wer will eigentlich überhaupt normal sein? Ich jedenfalls nicht. Und ob ein Zwergi gestillt wird oder nicht? Auch voll egal oder? Ist auch rein die Entscheidung von der Mutter und wenn sie keine Lust hat oder nicht kann, muss sie sich deshalb schlecht fühlen? Sicher nicht! Was sollen diese Redereien also? Darauf hab ich echt keine Lust. Und scheiße fühlen wegen solchen Entscheidungen, für die man oft nämlich auch gar nichts kann, schon gar nicht. Und anderen ein scheiß Gefühl geben will ich noch viel weniger. Daher rede ich auch nie so.

Und wie schnell man schwanger wurde, das ist ja auch ganz wichtig und ist es immer wieder wert, zum tausendsten Mal besprochen zu werden. Bei uns hats ein bissl gedauert, nicht so schlimm lang, aber es hätte schneller gehen können. Na und? Eine Frauenärztin vor 5 Jahren hat zu mir gesagt, dass ich keine Kinder kriegen könnte. Und? Jetzt schläft mein kleines Mäuschen 2 Zimmer weiter. Seelenruhig und einfach so. Vielleicht wäre es da besser, sich die Geschichten dahinter anzuhören. Den Menschen zuzuhören. Dazusein. Mut zu zu sprechen. Anstatt einem immer wieder unter die Nase zu reiben, wie schnell es doch bei einem selbst geklappt hätte. Kann doch auch sehr verletzend wirken.

P1080612.JPGEs wird einem ja dauernd gesagt, was man alles machen sollte. Zerreissen sollte man sich als Eltern. Am besten sollte man seinem Kind ein riesen großes Haus bieten, mit viel Natur und ein paar Spielgefährten rundherum, gleichzeitig die perfektesten Schulen und Ausbildungsstätten, Sprachen- und Musikunterricht von klein auf. Fördern, fördern, fördern. Immer was unternehmen. Nie still stehen. Jeden Tag frisch kochen, mindestens 2x täglich frisches Gemüse. Was soll dieser ganze Druck? Warum nicht einfach nur Familie sein, mit sich gemeinsam daheim, auf der Wiese oder sonst wo, nicht ständig irgendwas müssen. Stattdessen einfach gemeinsam lachen, gemeinsam tanzen und singen, gemeinsam weinen und miteinander reden. Das Kind Kind sein lassen. Nimmt sich selbst und dem Kind enorm viel Druck. Und alles was man macht, ist sowieso falsch und zu wenig oder zu viel oder wie auch immer. Hätte. Könnte. Sollte. Und gerade da denke ich mir, ist doch das wichtigste Liebe und Zeit. Vertrauen und Geborgenheit. Spaß und Freude am Leben.

Es zählt nicht, wer die meisten Stunden im Babyschwimmkurs war, wer am meisten Instrumente spielen kann, wir am frühsten eine Fremdsprache beherrscht, wer die coolsten Fotos hat, es zählt doch, wer glücklich groß wird. Wer mit sich selbst im Reinen ist.

Wann hören diese Vergleiche auf? War das früher auch schon so schlimm? Oder nehme ich es vielleicht nur so wahr?

Ich versuche es mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln, meine paar Freundinnen, jene mit und ohne Kinder zu unterstützen, für sie dazu sein. Ihnen Mut zu zu sprechen, dass sie das im Leben machen, was sie machen wollen. Dass sie gute Eltern sind. Dass sie einfach ihr Leben leben. Möglichst ohne Beeinflussung aber dennoch mit Unterstützung wenn notwendig. Ich frage auch Freundinnen um Rat und Hilfe, wenn ich das brauche und ohne sie, das habe ich bereits öfters betont, wäre es mir öfter schon richtig viel dreckiger gegangen. Ich brauche meine Freundinnen sogar total.

P1090843.JPGIch versuche all das oben beschriebene für Lara und vor allem auch für mich umzusetzen, um ihr die beste Mama zu sein, die ich ihr sein kann. Ich bin jeden Tag so unendlich dankbar, sie in meinem Leben zu haben. Mit ihr leben zu dürfen und ich fühle mich freier denn je zuvor. Weil mir meine Freundinnen manchmal mit einem Schmunzeln erzählen, dass ich vor der Geburt meinte, dass mein Leben dann vorbei wäre, wenn das Kind da ist und dass sie es so toll fänden, wie sehr ich jetzt in der Mutterrolle aufgehe. Dass sie mich nie so lang so glücklich gesehen hätten wie seit der Geburt von Lara. Es stimmt, Lara macht mich unglaublich glücklich. Aber ich bestreite nicht, dass es auch Momente gibt, wo mich alles anzipft, wo ich grantig bin, wo ich einfach nicht mehr kann, wo ich nicht mehr will (und das hat oft gar nichts mit Lara zu tun). Manchmal schreie ich auch gemeinsam mit Lara, wenn wir beide grantig sind oder einfach nur so. Das tut richtig gut. Aber es gibt dann diese Momente, wo ich nur lachen kann, weil sie so lustige Dinge macht, sie so kreativ ist, wo ich staune, was sie schon wieder für einen Entwicklungsschub durchlebt hat, diese Momente bleiben für immer. In meinem Kopf. Auf keinem Foto, keinem Video. Und das ist das, was zählt für mein Leben. Wo ich sie knuddeln will, abbusseln, für immer bei mir haben. Diese Momente sind unvergesslich.

Ein Kind, bevor es noch auf der Welt ist, lehrt einem so viel. Über sich. Über andere Menschen. Es bestätigt viel und man muss sich mit sich selbst auseinander setzen. Mehr als es einem vielleicht lieb ist. Mich holt viel auch meine Familiengeschichte ein und das ist manchmal verdammt hart. Aber ich bin auch sehr dankbar dafür. Vielleicht erfahre ich so Dinge, die ich sonst nie erfahren hätte.

2019-01-05-12.15.41-1.jpgUnd ich bin ja so glücklich, dass ich mit Lara eine gesunde Tochter gekriegt habe (ich wollte ja sooooo gerne ein 1. gesundes 2. Mädchen 3. das im Sommer Geburtstag hat – all das ist eingetroffen). Ich liebe es rauszugehen, ganz besonders im Winter, wenn Schnee liegt, also gehe ich raus mit ihr. Ich spiele gerne im Schnee, also logischerweise erst recht mit ihr und für sie. Ich liebe Klavier spielen, also spiele ich auch mit ihr. Ich liebe Fahrradfahren, also düse ich auch mit ihr durch die Gegend. Ich bin gerade drauf gekommen, dass ich gern male (wenn auch sehr schlecht), also male ich mit ihr. Also eher was sie sagt. Ich versuche also authentisch mein Leben weiterzuleben mit genau dem, was ich auch vorm Kind gern gemacht habe. Ich versuche wirklich sehr, ich selbst zu bleiben und mich von dem ganzen Strudel da draussen nicht beeinflussen zu lassen, mich nicht zu vergleichen und nicht verunsichern zu lassen. Dem Hamsterrad zu entfliehen und auf mich zu hören.

Ich habe eine sehr gute Freundin, deren Sohn nach ein paar Monaten gestorben ist. Es war die Hölle für sie, es ist nach wie vor die Hölle, es kommen immer wieder neue Details zum Vorschein und wir reden immer wieder über den kleinen Zwerg. Für mich hat ihre Geschichte, die ich hautnah und live miterlebt habe, sehr große Auswirkungen. Es macht so vieles absurd, so lächerlich. Worüber sich manche Leute den Kopf zerbrechen ist für mich ein Rätsel. Wir haben uns vorgestellt, wie unsere beiden Kinder ein Mal heiraten werden und schon in der Schwangerschaft gewitzelt welchen Nachnamen sie dann nehmen würden. War natürlich alles nicht so ernst gedacht. Es kam alles anders. Und es zeigt mir immer und immer wieder, dass wir uns einfach glücklich schätzen sollten, wenn es uns gut geht.

So vieles ist so lächerlich und ich hoffe wirklich, dass diese Vergleicherei, dieses gegenseitige Unterdrucksetzen (auch wenn es unbewusst stattfindet) aufhört. Dieser Wettkampf unter Eltern, wessen Kind am meisten kann, tut, wie tollstens es sich entwickelt. Was ich zum Beispiel auch ganz schrecklich finde, ist Babys nach ihrer „Weinhäufigkeit“ zu beurteilen. Ich denke, ich hab ein Kind, das eher wenig weint, aber ist das nicht egal? Ist sie deshalb braver als andere Kinder? Was sagt das aus? Nichts. Und natürlich finde ich es super, dass sie sogar in der Ubahn wildfremde grantige Leute anlächelt und „Hallo“ sagt, weil ich freundliche Leute sehr schätze, aber hey, wenn nicht, dann wär’s halt nicht so. Und wenn ein Kind mehr weint, oder schüchtern ist, oder whatever hat es genau so seine/ihre Gründe dafür und nichts ist besser oder schlechter.

P1080276.JPGAber natürlich, das eigene Kind ist immer das liebste. Und das finde ich schon okay so. Das geb ich persönlich auch offen zu, dass ich mein Kind als das tollste finde, egal was es kann und was nicht. Und wie mein Bruder immer wieder sagt, letztens erst nachdem seine kleine Nichte, alias meine Tochter, wieder ein kleiner Star auf seiner Party war, der kaum zum Heimkriegen war: „Lara ist nicht nur ein besonderes, sie ist schon ein ganz ganz besonders liebes Kind.“ Ja, sie hat auch den besten Onkel, den sie sich nur wünschen kann. Aber sie ist auch die allerbeste Nichte, die man sich nur wünschen kann.

Naja, ich denke, genug gehirnspinnt für jetzt. Sorry für die Wiederholungen zu älteren Beiträgen. Ich danke Lara, für so vieles wie oft am Ende, aber an dieser Stelle mal, dass mir durch sie so viele Augen geöffnet wurden und ich sehr viel lernen durfte, über mich und über alle anderen. Danke mein Schatz! Wie konnte ich nur ohne dich atmen? Ich liebe dich so sehr Lara!

Das erste Mal All Inclusive – Ägypten 2018

Eigentlich finde ich All Inclusive ja nicht so cool, also für mich. Ohne Kind würde ich das nie machen, aber warum nicht einfach mal ausprobieren? Allem eine Chance geben? Mit einem kleinen Kind doch einen Versuch wert?

Wir waren im Vorfeld recht aufgeregt. Zahlreiche Unsicherheiten hätten uns einen Strich durch die Rechnung machen können. Fragen wie: Wird sie eh nicht krank (weder vorher noch währenddessen)? Wie wird sie das Fliegen verkraften? Muten wir ihr eh nicht zu viel zu? Ist Ägypten eh nicht zu gefährlich? Wie wird das mit dem Essen (viele Horrorstorys gehört – Durchfall, Speiberei und was es halt so gibt)?

Gleich vorweg sei gesagt: Alle Sorgen waren völlig unbegründet. Ein Kind sagt bzw. zeigt einem ohnehin, wenn ihm etwas nicht passt. Und im schlimmsten Fall hätten wir daraus einfach etwas gelernt.

2018-12-02 13.46.32_b.jpgWir starteten also von Graz weg direkt nach Hurghada – rund 4 Stunden im Flugzeug. Um 09:30 Uhr ging’s los, Lara hat der Start nichts ausgemacht und ihre erste Landung hat sie einfach so verschlafen. Ich hab den Flug sehr genossen. Ich liebe es beim Fenster hinauszuschauen und einfach die Schönheit der Natur zu bewundern. Die Erde ist so wunderschön! Die Einreise in Ägypten war ziemlich nervig, weil du dauernd irgendwo den Pass herzeigen musst. Aber es war schlussendlich alles problemlos (außer ein Koffer, der gegen Lara knallte – nicht unserer) und wir waren froh, als wir in unserem Hotel in Makadi Bay angekommen sind. Angekommen sind wir allerdings erst, als es schon dunkel war.

P1100497.JPGNach einem guten Abendessen ging es nur mehr ins Zimmer. Die erste Nacht war furchtbar, weil es mega laut war. Unser Zimmer lag direkt neben der Bühne wo es bis 23:00 laute live-Musik gab. Ich hab mich dann beschwert (mir wäre es ja egal, aber in Laras Interesse war mir das zu viel) und wir haben am nächsten Tag ein viel besseres Zimmer gekriegt. Mit Blick direkt aufs Meer, alles ruhig und quasi direkt am Strand. Zu perfekt schon fast.

Nun, die 6 Tage, die wir in Ägypten hatten, vergingen viel zu schnell. Das Wetter war kühler als ich gedacht hatte. Habe mich auf 30 Grad und warmes Meer eingestellt, so wie etwa im Juli bei uns, stattdessen hatte es so 24 Grad und das Wasser war eher kühl, so wie Juni oder September bei uns. So ein Wetter find ich ja generell eh fein, nur hatte ich etwas anderes erwartet 😉 Teilweise war es auch sehr sehr windig, was eher unangenehm war. Aber das ist Beschweren auf hohem Niveau, denn sonst war alles super.

P1110248.JPGWir haben in dieser einen Woche nichts Aufregendes gemacht. Im Meer schwimmen war ich nur ein einziges Mal, es war mir einfach zu kalt. Auch Lara, die zum ersten Mal am Meer war, war nur bis zu den Knien im Wasser. Überhaupt ist sie eher skeptisch, wenn wir neues Terrain betreten. Die ersten 2 Tage wollte sie gar nicht in den Sand steigen, hat immer die Füße hochgezogen. Zum Glück verliert sie dann doch die Angst irgendwann. Und Vorsicht ist ja nicht immer schlecht.

P1110094.JPGWir brauchten dort gar kein spezielles Programm für sie. Sie hatte so viel zu entdecken, in diesem riesigen Hotel-Komplex, ich war ja auch noch nie all-in (die Maturareise ignorieren wir mal 😉 ) und es war daher alles neu. Lara hatte an den einfachen Dingen den größten Spaß – an den Vögeln, den Katzen, den Stufen, den Vorhängen, mit den Gästen und dem Personal. Am liebsten tut sie eh einfach herumlaufen. Es war wirklich sehr süß, wie sie dauernd die „Vogi“ gejagt hat (sie hat sie eh nie erwischt 😉 ). Das fanden die anderen Gäste meist sehr unterhaltsam, wir auch 😉 Den Spielplatz, der direkt vor unserem Zimmer war, haben wir erst am allerletzten Tag unsicher gemacht und das Unterhaltungsprogramm für Kinder gar nicht genutzt, ist sich zeitlich leider nicht mehr ausgegangen.

P1100398Am 4. Dezember hatten wir auch ein kleines Jubiläum zu feiern – Laras Schlüpftag war vor genau 1,5 Jahren. Wie schnell die Zeit vergeht wurde mir da wieder so richtig bewusst. Gerade rausgeflutscht aus mir, auf einmal steht sie da am Meer, im Sand, redet ganz viel und schreit dauernd nach Mama und Papa (wehe einer von uns beiden wagt es, sich zu entfernen, dann wird gleich nachgerufen) und macht uns jeden Tag zu den glücklichsten Menschen. Gefeiert haben wir dieses Jubiläum zwar nicht, aber daran gedacht und ein bisschen im Sand gespielt.

P1100597.JPGEinmal musste ich natürlich den Sonnenaufgang über dem Meer erleben. Den lass ich mir nie entgehen. Dazu habe ich brav den Wecker gestellt (um 06:19 war Sonnenaufgang) und es hat sich tatsächlich ausgezahlt. Ich weiß selbst nicht so genau, warum ich so auf Sonnenauf- und -untergänge stehe. Aber es ist einfach so etwas Faszinierendes.

Screenshot-2018-12-20-22.06.27.pngAm gleichen Tag (es war der Mittwoch) haben wir unseren (einzigen) Ausflug – den „Delphin Watch“, nach El Gouna gemacht. So ging’s zuerst mit dem Bus zum Hafen und von dort aus weiter mit dem Boot, zuerst mal Delfine suchen. Lara hat am Boot auch gleich eine „Oma“ gefunden, eine Salzburgerin namens Karin. Viele Leute am Boot dachten dann, es wäre wirklich ihre Oma. Die Oma hat auch gleich ur lieb Oma gespielt. So witzig. Delfine haben wir neben der Oma auch gleich gefunden. Sehr süß, ur viele von ihnen und sogar Baby-Delfine. Hier gibt’s ein Video dazu. Lara hatte auch ihre Freude an den „Finen“ und „Fis“en. Für uns ging’s abwechselnd ins Wasser schnorcheln. Die Unterwasserwelt war echt ein Traum. Das Meer so türkis blau, so schöne bunte Riffs und bunte Fische. Ein bisschen vom Boot springen und Couch- bzw. Banana-Fahren war dann auch noch drinnen. Zum Abschluss gab es dann einen Bootswechsel und eine Lagunenfahrt durch El Gouna. Der Tag hätte nicht schöner sein können!

Über El Gouna haben wir gelernt, dass dies eine vor rund 30 Jahren künstlich errichtete Stadt ist. Ein reicher Ägypter hat für 1 Dollar pro Quadratkilometer einiges an Land gekauft und dort eine Stadt aufgebaut. Wurde doch ganz hübsch, diese Ministadt.

2018-12-04 11.51.15.jpgDie Tage sind total schnell vergangen. Gerade als wir angekommen waren, mussten wir schon wieder heim fahren. Wir haben, wie gesagt, nichts Großartiges gemacht. In den Tag hinein gelebt und uns nicht20181207_104913 !!!.JPG gestresst. In erster Linie die Zeit miteinander genossen. Ich war statt Schwimmen jeden Tag schnorcheln (das ging vom Steg des Nachbarhotels aus sehr easy). Eine Betätigung, die ich ja echt gerne tue, so einfach und so wunderschön. Immer halt nur kurz bis es mir zu kalt war. Am letzten Tag hab ich sogar einen wunderschönen Rochen erblicken können. Ganz für mich alleine und ganz nah. Ich fühlte mich wie im Unterwasser-Paradies. Hier ein Video von einem meiner Schnorchel-Ausflüge. Schnorchel-Zeug war übrigens das einzige, das ich vergessen hatte, einzupacken (und ich hab – sehr untypisch für mich – gar keine Checkliste im Vorfeld geschrieben).

P1110212-1.jpgEntlang des Strandes unseres Hotels sind wir auch immer wieder herum spaziert. Da habe ich mal einen riesengroßen Krebs gesehen. Ich war schockiert und hatte danach echt Angst vorm Wasser. Ein cooler Feuerfisch, scheinbar irgendwie ein typischer Fisch für die Gegend dort, ist uns auch begegnet. Sehr interessantes Geschöpf, dieser Fisch. Noch nie zuvor gesehen.

Das Hotel war sehr cool, das Personal wirklich bemüht. Die Gäste waren meist eher höheren Alters. Das Frühstück und das Abendessen waren echt lecker, nur das Mittagessen war für mich eher ungenießbar. Es gab kaum vegetarische Auswahl und wenn dann hat es nicht gut geschmeckt. Wir haben halt mit rohen Sachen aufgepasst bzw. ganz weggelassen und nicht mal die Zähne mit Leitungswasser geputzt, sondern immer abgepacktes Wasser verwendet. So gab es wirklich nichts zu beklagen. Hat alles gepasst.
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P1110118.JPGLara war auch schnell recht bekannt. So viele Babys bzw. Kleinkinder waren um diese Zeit nicht im Hotel. Im Flugzeug waren wir sowieso immer die einzigen mit Kind. Das hat mich kurzfristig irritiert, aber es gab ja scheinbar keinen Grund dafür. Lara hat die Leute sowohl auf der Hin- als auch auf der Heimreise und auch vor Ort oft gut unterhalten. Wir kamen durch sie schnell mit anderen Leuten ins Gespräch. Es ist nur unfassbar, wieviele glauben, dass man ein kleines Kind einfach immer angreifen kann. Das hab ich überhaupt nicht gerne. Sie hat ein Recht, selbst zu entscheiden, wer sie angreift. Naja. Was echt cool war, dass sie schon so viel redet. Wir wurden öfter Mal gefragt, wie alt sie denn sei, weil sie schon so gut, so viel und vor allem auch so deutlich redet.

P1110321.JPGEinen Nikolo und Knecht Ruprecht gab’s am 06. Dezember auch. Zwei deutsche Gäste (es waren ca. 90 % der Gäste aus Deutschland) haben sich einfach verkleidet (ich glaub sie waren nicht mehr ganz nüchtern). Irgendwie süß trotzdem, weil mir eh schon Leid darum war, dass Lara das daheim verpasst, jetzt wo sie schon so viel mitkriegt.

2018-12-09 00.29.28.jpgVor der Rückreise waren wir nochmals ziemlich nervös, weil wir dachten, dass diese sehr ungünstig gewählt ist. Abholung vom Hotel um 02:00 in der Nacht, um 06:00 war der Flug. Im Endeffekt war es so aber gar nicht so schlecht. Ich hab Lara direkt vom Bett in meine Trage geschnallt, sie hat zumindest bis zum Einstieg in den Bus geschlafen. War dann zwar quicklebendig, ist dann aber am Flughafen um 05:00 Uhr im Buggy wieder eingeschlafen. Die dauernden Checks am Flughafen waren wieder sehr nervig. Ich glaub ich musste noch nie so oft den Pass herzeigen. Naja. Ich hab es dann irgendwie geschafft, sie schlafend ins Flugzeug zu bringen (gut, dass der Crew von Egypt Air vollkommen gleichgültig war, was die Passagiere so machen – ich hab nicht einmal einen Kindergurt für Lara gekriegt) und so hat sie noch ca. 1,5 Std. im Flieger geschlafen und einfach den Start verpasst. Danach war sie mit Flugzeug entdecken beschäftigt.

2018-12-09 09.12.52.jpgAm Schluss des Fluges konnte ich nicht widerstehen zu fragen, ob wir ins Cockpit reinschauen durften – das Kind als Vorwand 😉 War kein Problem und sehr cool, das mal zu sehen (leider hatte der Pilot ein wenig Stress, weil er gleich wieder starten musste).

Bei der Heimfahrt mit dem Auto von Graz bis Wien hat sie durchgehend geschlafen. Wie wir nun bemerkt haben, ist alles kein Problem. Nur nicht stressen lassen und nicht zu viel Programm mit Kind. Dann geht alles. Oder sagen wir mal fast alles 😉

Ich würde jederzeit sofort wieder mit ihr irgendwohin fliegen oder verreisen. Dass es hin und wieder mal stressig oder anstrengend ist, gehört einfach dazu. Das ist mit oder ohne Kind so und sonst wäre das Leben ja auch langweilig. Ich konnte richtig gut abschalten in diesem Urlaub und mir wurde erst in der letzten (schlaflosen) Nacht bewusst, dass ich so richtig gar nicht an daheim gedacht habe. Cool irgendwie.

P1110231.JPGIch verstehe jedenfalls meinen Onkel jetzt besser, der immer wieder gesagt hat (so oder so ähnlich), dass Reisen mit Kind(ern) ja viel schöner ist. Da muss ich ihm wirklich recht geben. Reisen mit Kind ist einfach super. Kinder sind so ehrlich, sie freuen sich authentisch, sind so kreativ und lustig. Hoffentlich kann sich Lara diese Eigenschaften noch lange lange beibehalten.

All Inclusive – resümierend betrachtet – würde ich ohne (Klein)Kind sicherlich derzeit nicht in Betracht ziehen, da dieses ganze System schon sehr kritisch zu hinterfragen ist. Da werden Hotel-Komplexe in die Höhe gestampft, die Angestellten werden bestimmt ausgebeutet (wir hörten, dass sie 3 Wochen lang Schichten zu täglich 12 Stunden arbeiten müssen und dann 1 Woche daheim sind) und da ja alles rundherum Wüste ist, ist es schon eher fraglich, hier so viel Wasser zu verschwenden, nur um ein wenig grünes Gras zu haben. Und viele Gründe mehr.

P1110221.jpgAber ok, man darf sich hin und wieder schon was gönnen und man soll das Leben ja leben. Ich will jedenfalls später mal nichts bereuen. Leben leben ist mir sehr wichtig, es kann alles so schnell vorbei sein! Daher überlegen wir nun auch schon, wo die nächste Reise hingehen soll. Zwergi soll ja schließlich ein wenig von der Welt sehen! Aber mal schauen… jetzt kommt mal Weihnachten und wieder ganz viel Zeit mit dem allerliebsten Wesen das es gibt!

Alltag, Routine… aber doch immer ein Abenteuer und so viel Wunder!

So ein Leben mit einem Kind ist schon ganz was anderes. Ich konnte mir vorher nicht vorstellen wie es werden würde, trotz FreundInnen mit Kindern. Also vorstellen schon, aber wieviel es dann der Realität entspricht, ist wieder eine andere Geschichte. Eine dazu passende schlaue Weisheit ist mir letztens untergekommen, die in etwa so lautete: „Wer sein Leben weiterleben will wie bisher, sollte vielleicht kein Kind kriegen“. Stimmt irgendwie. Ein Kind ist vermutlich die größte Veränderung im Leben, da gibt’s kein „wie bisher“ mehr. Es ist mit Sicherheit auch die aller schönste, spannendste und lehrreichste Veränderung.

P1070451.JPGNun, 17 Monate nach dieser „Veränderung“, könnte man sagen, von außen betrachtet, dass wir so ein wenig Alltag im Leben haben. Teilzeitarbeit, Kindesbespaßung, Sozialleben und was man halt so macht, im Leben. Leben. Mit einem kleinen Kind ist ja jeder Tag, wie ich finde, ein Abenteuer. Man weiß nie, was der Tag bringen wird. Pläne werden schnell mal über den Haufen geworfen, alles kommt völlig anders als geplant. Aber ich persönlich finde das toll. Routine ist langweilig. Alltag auch. Abenteuer ist viel cooler. Langeweile ist scheiße. Aber mit Kind ist es sowieso nie langweilig. Ich frag mich ja manchmal, was ich mit meiner vielen Zeit vorm Kind gemacht habe. Ich kann und will es mir jetzt gar nicht mehr anders vorstellen.

p10608341.jpgIch frage mich immer wieder, wie Väter – es sind leider meist die Väter – einfach Vollzeit arbeiten können, ohne irgendwie traurig zu sein, vom Kind was zu verpassen, speziell wenn es so klein ist. Wir sind beide so, dass wir nichts verpassen wollen, von Laras Entwicklung, Laras Leben. Ich will alles mitkriegen, was nur irgendwie möglich ist. Jede Sekunde mit ihr genießen, mir später nicht mal vorwerfen müssen: „Hätte ich, wäre ich, warum hab ich nicht?“ Sie ist ja nur einmal so klein. So versuche ich jetzt mein Leben mit ihr zu gestalten. Jeden Tag genießen. So, dass ich später nichts bereue und sagen kann: „Ich hab mein bestes gegeben und die Zeit optimal genutzt.“ Dies ist natürlich nur meine Einstellung und jedem sei es unbenommen, seine eigene Einstellung zu leben.

p1060070.jpgIch wäre jedenfalls sehr traurig, wichtige Schritte meines Kindes nicht mitzukriegen. Mittlerweile unternehme ich aber 1-2 Mal die Woche mit Freundinnen alleine etwas, so dass ich das Zwergenkind teilweise abends bzw. nach der Arbeit gar nicht mehr sehe. Einen Abend mit Lara zu verpassen, da müssen aber schon super Alternativen her (sie ist da nämlich super süß am Herumturnen im Bett, aber eigentlich ist sie sowieso immer süß). Und wenn ich schon Zeit mit meinen Lieblingsmenschen verpasse, dann muss es was Wertvolles sein, da sind für mich in erster Linie meine liebsten FreundInnen, ein Kakao, gutes Essen und spannende Gespräche wichtig.

p1070240-e1541193982971.jpgUnd der schönste Moment des Tages ist nach wie vor das tägliche Wiedersehen mit meinem kleinen Sonnenschein. Den kleinen Schatz in den Arm zu nehmen, glücklich zu sehen, ihr Lachen, ein kleines gesundes Kind zu haben, das sich prächtig entwickelt. Mehr brauch‘ ich eigentlich gar nicht. Ich bin so dankbar an die Welt, dieses Geschenk bekommen zu haben, sie bei ihrem Leben begleiten zu dürfen.

P1060129.JPGSie ist so unfassbar kreativ. Was ihr alles einfällt. Kreativität finde ich ja die coolste Eigenschaft, die ein Mensch haben kann (Ich glaub aber leider, das wird einem auch durch die Gesellschaft am meisten verdorben). Und ihre Neugier. Was sie alles entdecken will. Und ihre Geduld. Und was sie alles findet. Dinge, von denen ich nicht mal wusste, dass wir sie haben. Und wie viel sie schon redet. Es ist unglaublich. Jeden Tag kann sie was Neues. Jeden Tag ein neues Wort. Mein kleiner süßer Papagei plappert alles nach. Mein aktuelles absolutes Lieblingswort ist „Gapage“ für „Papagei“. Ich könnte sie aufessen, so niedlich ist das. Sie spricht viele Wörter schon ziemlich verständlich aus (viele natürlich auch unverständlich) und ordnet sie auch richtig zu. Spontan fallen mir ein: Auto, Stein, Bagga (Bagger), Affi (Affe), Apfi (Apfel), Banne (Badewanne), Hallo, Baby, Baba, Katze, Hase, Biene, Hose, Sonne, Fee (Kaffee), Bi/nne (Brille), Mane (Banane), Käse, Ball, Hause, Abeite (Arbeiten), Fafa (Wasser), Nani (Nase), O (Ohr), Opa, Oma, Tate (Tante), viele Namen und vieles vieles mehr. Sie sagt auch 2 Wörter sehr oft, die wir einfach nicht verstehen: „Ginne ginne“ (Unsere Theorie: es heißt „Bitte“ oder „Gib mir“) und „Amene amene“ (keine Ahnung was das heißen könnte).

Außerdem weiß sie schon ur viel:

„Wie macht der Hund?“ „Wff“
„Wie macht die Katze?“ „Miau“
„Wie macht das Schaf?“ „Mäh“
„Wie macht der Frosch?“ „Quaqua“
„Wie macht der Esel?“ „Ia ia“
„Wie macht die Kuh?“ „Mh“

Wahnsinn, was da wieder weiter gegangen ist in den letzten Wochen.

P1060497.JPGUnd was sie alles schon checkt. Es ist unglaublich. Wieviel sie einfach nachahmt (deshalb ist es so wichtig, ein gutes Vorbild zu sein). Sie bringt schon selbständig Müll in den Mistkübel (inklusive aller Schritte, die dazu gehören und inklusive sich selbst beklatschen, wenn sie etwas erfolgreich entsorgt hat), kennt sich mit dem Kaffee-Machen aus (geht zum Schrank mit den Heferl etc.), bringt ihre eigenen Windeln zum Windel-Müll. Sagt in der Früh „Binne“ und zeigt auf meine Brille, damit wir aufstehen (weil sie weiß, dass ich die Brille brauche) und zeigt zu ihrer Windel und sagt „Bäh“ (eine Windel wird über Nacht sehr schwer ;-)). Sie sagt Kaki, wenn sie ihr großes Geschäft verrichtet und sagt dann noch „Bäh“ mit herausgestreckter Zunge. P1070586.JPG„Bäh“ sagt sie überhaupt gern bei allen möglichen Sachen. Sie bringt mir immer ihre Schuhe, wenn sie raus will (aber das macht sie eh schon sehr lange – ist sehr praktisch, weil wir mit dem Gewand-Anziehen für draußen nie Probleme haben). Sie gibt Bussis. Ja. Mund hindrücken. Es ist sooooo süß und neben dem Lachen das allerschönste. Und sie macht „eiei“ und streichelt (das lern ich ihr auch dann, wenn sie grob ist, damit sie sich das abgewöhnt – funktioniert übrigens sehr gut). Und sie sagt „kalt“, wenn ihr draußen kalt ist (reingehen ist aber natürlich trotzdem keine Option und mit einem Schreikonzert verbunden). Wenn sie in der früh aufwacht, sagt sie „Hallo“. Nachts sagt sie manchmal sehr lustige Sachen aus dem Nichts („Auto“, „Bagga“…) Und so weiter. Und so weiter. So klein und schon so viel Mensch.

p1060587.jpgUnd sie schaut so unglaublich gerne Bücher an. Wir schauen irre viel Bücher an, meist ihre paar Lieblingsbücher mehrmals (da natürlich nur ausgewählte Seiten, Lara ist da sehr wählerisch). Da ist sie schon richtig konzentriert. Und ich erzähl ihr dann immer etwas zu den Bildern und merke, wie ihre Aufmerksamkeitsspanne immer länger wird. Sie holt auch schon selbständig die Bücher, die sie anschauen will und schaut sie teilweise auch allein ganz konzentriert an.

DSC04121.JPGFlugzeuge faszinieren sie auch. Da fliegen ja ur viele drüber bei uns, was mir taugt. Und Lara zeigt auch immer hin, wenn sie sie sieht und sagt manchmal was ähnlich klingendes zu „Flugzeug“. Obwohl mich das wundert, weil die ja andauernd da sind und nichts Besonderes. So schön, womit sie einfach glücklich zu machen ist.

Also wenn’s nach ihren aktuellen Vorlieben geht, wird sie mal Läuferin oder Akrobatin oder Tierärztin oder Pilotin oder Handwerkerin (das ist kein Beruf oder?) oder Künstlerin (sie malt gerne mit Bleistift den Boden an) oder Schriftstellerin, so viel wie sie immer erzählt. Oder etwas, wo Feinmotorik sehr wichtig ist. Aber sie darf mal werden was sie will logischerweise, Hauptsache sie ist glücklich.

Mimi, unsere Tagesmutter, ist auch so begeistert von Lara. So ein cooles, freundliches, liebes Kind, das nie weint, erklärte sie uns erst letztens wieder. Sie sagt ihr fast jedes Mal beim Abholen, dass sie sie lieb hat. Sie meint, wir haben echt Glück mit ihr, sie wäre was Besonderes, das es nicht oft gibt, fast beneidenswert.

P1070021.JPGJa ich weiß. Sie ist das Besonderste überhaupt. Und das allerliebste Wesen im Universum. Sagt ja jede Mama über ihr Kind – zum Glück! Sogar wenn sie weint, ist sie das süßeste Baby ever! Ich bin ja manchmal traurig, dass die Zeit so schnell vergeht, dass sie schon so groß ist und beneide andere, die noch kleine Babys und das alles noch vor sich haben. Manche meinen dann, ich kann ja wieder ein neues Baby machen. Naja, das würde ja auch größer werden. Also löst es das Problem nicht 😉

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Und eh schon Mal geschrieben glaub ich, sie hat schon so einen starken Charakter, es ist beeindruckend. Ganz genau weiß sie was sie will. Gehen zum Beispiel. Eigentlich laufen. Sie hat ja auch nicht gehen gelernt, sondern gleich laufen. Sozusagen das Gehen übersprungen. Der Kinderwagen ist daher grad ganz uncool. Das uncoolste überhaupt. Wir haben schon überlegt, ihn mal wegzuräumen für ein Zeiterl. Aber er ist halt auch praktisch als Ablage für unser Zeug. Es ist nur so, dass Lara andauernd gehen will und prinzipiell am liebsten dorthin, wo wir grad nicht hinmüssen. Ich bin ja grundsätzlich froh, dass meinem Kind Bewegung sehr wichtig ist, aber hin und wieder wäre es schon fein, wenn sie sich in den Wagen ohne ganz so viel Gegenwehr und viel Geschrei hineinsetzen lassen würde. Manchmal geht’s nicht anders. Leider.

P1080209.JPGUnd ich versuche mir auch Wien schön zu reden. Weil es mir ja so Leid tut, dass Lara nicht am Land aufwachsen wird (mir ist mein Leben in Wien derzeit noch einfach zu wichtig um es aufgeben zu wollen). Also spontane Vorteile (die es am Land natürlich auch gibt, aber das ignorieren wir mal): Wir gehen vor die Haustüre und haben einen schönen großen Park (den wir nicht selbst mähen müssen), innerhalb von wenigen Geh-Minuten viele verschiedene Spielplätze, 300 Meter entfernt eine Volksschule, von der ich nur das Beste gehört hab‘ (wo wir hoffentlich für Lara mal einen Platz kriegen), einen super tollen P1070609.JPGMotorik-Park (der mir auch Spaß macht), 10 Minuten entfernt eine Ubahn, die uns direkt nach Oberlaa oder zur Donauinsel führt. Im Haus bei uns 4 Nachbarsbabys, die mehr oder weniger gleich alt sind wie Lara, viele Kinder in den Nachbarshäusern. Wir können Radfahren gehen, ohne Berge überwinden zu müssen (obwohl es sich manchmal trotzdem so anfühlt). Wir haben die Donau, den Prater, Schönbrunn, den Kahlenberg, Lainz, die tollen Eisgeschäfte, die vielen Parks. Die Infrastruktur, das saubere Wasser, die tollen Öffis und noch viel mehr. Ja, Wien ist schön! Und ich hoffe, Lara denkt mal genau so. Dass sie in einer der lebenswertesten Städte der Welt aufwachsen kann ist doch nicht selbstverständlich.

p10700011.jpgGenug geschwärmt, obwohl wie immer mein Kopf noch voller Gedanken ist. Eins darf natürlich am Ende nicht fehlen, gesagt zu werden: Mein Baby ist mein Ein und Alles. Und sie ist eine einzige Bereicherung für uns – jeden einzelnen Tag. Mein kleines lachendes lustiges gesundes fröhliches neugieriges kreatives Laralein. So wunderbar. Danke an Lara, die für immer meine Nummer 1 im Leben sein wird und hinter diesem einzigartigen Wesen ich immer stehen werde, egal was sie macht. Für immer und ewig. Ich liebe dich Lara, über alles und noch viel mehr!

Zu guter Letzt, noch ein paar Bilder aus den letzten Tagen – der Herbst ist so wunderbar schön 🙂

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Im Prater bei schöner Sonnenuntergangsstimmung

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Bagger-Schauen ist super spannend! Gut, dass so viel gebaut wird 😉

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Die Bienenstöcke im benachbarten Gemeinschaftsgarten sind sehr faszinierend!

Game Over, lieber Sommer!

Der Sommer hat sich also heute Nacht um 03:54 astronomisch von uns verabschiedet. Dann muss ich ihn virtuell natürlich auch verabschieden.

Irgendwie war der Sommer so schön, dass ich ihn nicht unkommentiert vergehen lassen möchte. Bei einem Sommer entstehen bei mir immer gemischte Gefühle. Die meisten lieben ihn. Als ein Fan aller vier Jahreszeiten finde ich das Ende dieses Hitzesommers persönlich nicht so schlimm. Mal schauen, ob das der Nachwuchs genau so sieht. Hitze ist irgendwie nicht so ganz meins, aber so nicht liebhaben kann ich den Sommer dann auch wieder nicht, er hat ja schon so manche Vorteile. Daher heißt es, das beste draus machen und genießen was geht! Und diese Einstellung will ich auch mit Kind leben, vorleben und erleben.

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Gesagt getan. Der Sommer kam früher als erwartet und war heißer als vermutet. Vor allem durchgehend so wahnsinnig heiß. Ich hab mir vorgenommen, jeden Tag über 30 Grad möglichst am Wasser zu verbringen (unter 30 Grad gehe ich aus Prinzip nicht schwimmen). Und ich muss zu meiner eigenen Überraschung feststellen: Es ist gelungen! Jeder Tag dieser Hitze wurde beim bzw. im Wasser verbracht (hab ich eigentlich schon mal erwähnt wie unglaublich wunderschön ich des Zwergis kleine Füßchen finde? Nein? Dann hole ich es hiermit nach: Sie hat die schönsten und süßesten Füße dieser Welt!). Zweites Ziel ebenso erreicht: Ohne Sonnenbrand den Hitzesommer überlebt.

Ich bin leider ein extremer Schatten-Freak und vermeide Sonne für jeden Millimeter und jede Sekunde wo es möglich ist, weil ich mega Panik vor Hautkrebs habe. Ich weiß, das ist auch nicht gesund. Angst ist nie ein guter Begleiter, aber diese Gefühle sucht man sich ja nicht aus und ich will sie ja loswerden. Da aber das Zwergenkind prioritär über mir steht, ist meine Panik für Lara noch ausgeprägter. Irgendwie muss ich das ablegen, aber das überlege ich mir ein anderes Mal. Sommer mal geschafft, Zwerg ist weiß. Mama und Papa auch. Check.

Was ich im Sommer grad so irgendwie gar nicht brauche, ist urlauben in ferneren Gegenden als Österreich (kann sich natürlich wieder ändern wie alles im Leben). Es ist ja eh so schön daheim und man kann so viel unternehmen. Ein bisschen quasi geurlaubt haben wir am Bauernhof im Waldviertel. Ein bisschen schizo bin ich, weil ich Hitze eigentlich nicht mag, aber dann doch irgendwie gut finde. Man muss fast nichts anziehen, kann dauernd draussen sein ohne hundert Schichten Gewand einpacken zu müssen etc. Alles ein bisschen unkomplizierter. Außer es ist zu lang zu heiß. Dann will ich in erster Linie am liebsten im Erdloch versinken.

DSC03545.JPGNun, was macht man mit einem Mini-Kind bei Dauerhitze: Wie erwähnt: schwimmen! Aber wo? Herauskristallisiert hat sich, dass das (zurecht) berühmte und beliebte Gänsehäufl und das Bundesbad Alte Donau meine persönlichen Favorites sind. Gut zu erreichen und schön gepflegt und mit Kind viel Abenteuer und schattige Plätze auch im Wasser. Nächstes Jahr macht vielleicht eine Saisonkarte Sinn. Die Donau ist sowieso einfach ein Hit und Lara liebt sie auch, die Donau. Mit Chlorwasser hab ich’s ja nicht so, aber lässt sich natürlich nicht immer vermeiden. Wir haben auch ein paar neue Badespots ausprobiert (z.B. die Seestadt – siehe Foto – oder das Strandbad Klosterneuburg), aber so richtig Gute neue haben wir nicht erschließen können. Irgendwann möchte ich alle Freibäder der Stadt Wien (und irgendwann auch die Privaten) mal gesehen haben, aber das eilt nicht. Ist ja nur die Neugier.

Mit Kind schwimmen und plantschen finde ich übrigens wesentlich ereignisreicher und lustiger als alleine irgendwo im Wasser herumzutümpeln (schwimmen ist nicht so meins, außer in Gesellschaft). Vor allem weil sie so viel Freude im Wasser hat und das ist dann natürlich hoch ansteckend. Das wird nächstes Jahr sicher noch besser, weil sie dann größer ist und schon mehr kann und dann mehr von den Aktivitäten nutzen kann.

2018-08-25 11.24.22.jpgDer Sommer war nicht nur heiß, sondern auch sehr spannend. Zwerg ist ja ein einziges Wunder der Natur. Der Sommer hat sie entwicklungstechnisch ordentlich vorangebracht (ist aber eh normal, der Mensch muss ja irgendwie alles lernen was man dann so kann, wenn man alt und weise ist) und sie konnte zu meiner Freude ein paar Ängste überwinden. Dazu zählt, großer Trommelwirbel, Schaukeln. Ich liebe ja schaukeln extrem. Am Anfang hasste sie schaukeln. Geschrei schon in der Nähe einer Schaukel. Ein paar Monate später und es ist umgekehrt. Jetzt läuft sie dauernd zur „auuuu-ki“ und hört nicht auf, bis ich nicht mit ihr so lange schaukle, dass ich nicht mehr kann (wer wusste schon, dass man vom Schaukeln einen Muskelkater bekommen kann?). Und früher konnte ich nur nachts am Spielplatz schaukeln, wenn mich niemand sah. Jetzt mit Zwerg am Schoß fällts nicht so auf 😉

P1050083.JPG2018-08-13 18.51.03 ! 1. Mal auf Rutsche.jpgDie zweite Liebe fand sie nun im Sandkasten. Von Ich-setze-da-gar-keinen-Schritt-niemals-rein-und-ziehe-meine-Knie-bis-zur-Hüfte-hoch gelangten wir zum am-liebsten-würde-ich-im-Sand-baden. Bin ich für sie froh, dass sie daran eine Freude gefunden hat (wobei es auch nicht tragisch wäre, wenn’s nicht so wär, ist ja ihre Entscheidung).

Die Rutsche mag sie auch sehr (so ganz ohne Hilfe lass ich sie aber noch nicht rutschen) und auch das Bällebad ist nun ein treuer Spielgefährte (wobei aktuell grad nicht mehr so der Renner, da schon zu viel bespielt). Also es kann sich, und ich weiderhole mich wiedermal, immer alles ändern.

P1000138.JPGWas am Sommer auch so super ist, ist das dauernde Draußen-Sein-Können. Lara würde am liebsten draußen wohnen. Bei, wie ich gelesen haben, heurigen rekordverdächtigen 41 Tropennächten könnte man das ja fast schon in Erwägung ziehen. Aber ja, nein, wir waren andauernd draußen, in Parks, auf Wiesen, im Wasser, am Balkon und ja, seit Ende des Sommers, sogar auf Spielplätzen und haben das warme Wetter voll ausgekostet. Da kommt sie definitiv nach mir. Reingehen ist immer wieder mit Geschrei und Gezappel verbunden. Aber irgendwann muss halt geschlafen werden, da hilft alles nichts. Schön zu sehen, dass wir doch alle raus wollen. Da sind Kinder aber, vermute ich jetzt mutig mal, öfter so, dass sie auch immer raus wollen. Gut so! Anmerkung dazu: Der nun nahende Winter wird uns natürlich vorm draußen spielen nicht abhalten, aber eventuell halt nicht den ganzen Tag.

Der Sommer hat den weiteren Vorteil des Nackt-Sein-Könnens ohne Frieren. Lara war dauernd nackig unterwegs (nicht nur outdoor, sondern auch in den eigenen 4 Wänden) und damit meine ich auch ohne Windel. Daheim führte das natürlich dazu, dass wir sehr viel mit Lulu (und wie es die Natur so wollte, auch mit Kaksi)-Wegwischen beschäftigt waren. Aber ich finde, sie hat sich auch Pause von den Plastik-Windeln verdient, v.a. ihre ohnehin sehr empfindliche Haut. Sie reisst sich Windeln sowieso gern selbst herunter, insofern hatten wir eh nicht so viel Wahl 😉 Sie liebt es total, nackt zu sein. Ich will ihr jedenfalls auf den Weg mitgeben, dass ihr Körper genauso perfekt ist, wie er ist.

2018-06-01 20.40.31.jpgAnsonsten haben wir Ausflüge gemacht, wie etwa zur Oma auf den Berg, Kühe begutachtet und für spannend befunden. Oder am Lunzer See, ein bisschen Chopin-Festival geschnuppert und ins überfüllte Seebad gegangen. Prater genossen (ich bin ur mutig mit was ur argem gefahren, den Namen weiß ich leider nicht). Viele FreundInnen (mit und ohne Kids) getroffen. Einen kurzen Ausflug ins UKH Meidling hab ich auch gemacht (dachte nicht, dass ich wegen einem vermuteten gebrochenen Zeh das nächste Mal ein KH aufsuche, hätte eher einen Kinds-Unfall vermutet 😉 aber ich mag KHs!). Mit Papa war Lara auch erstmals im Zoo in Schönbrunn während ich gearbeitet hab (er hat gleich eine Jahreskarte gekauft, in weiser Voraussicht, dass es dem Kind gefallen wird). Ja, was es halt so gibt.

2018-09-09 17.43.27.jpgWas wir erstmals gemacht haben, zu dritt, war radlfahren. Georg hat sich ein neues Fahrrad gekauft, wir haben für Lara einen Packeltrager-Kindersitz gekauft und gleich 2 Montage-Dinga mit dazu, damit wir unkompliziert den Sitz auf beiden Rädern montieren können. Wegen der Hitze haben wir noch nicht so viele Ausflüge gemacht, aber jene, die wir bis jetzt gemacht haben (am Foto auf der Donauinsel), haben Lara sehr gut gefallen. Radlfahren ist einfach so so so schön! Ich freue mich schon, wenn Lara selbst fährt und hoffentlich ebenso viel Freude hat wie ich!

2018-08-26 11.10.26.jpgAber irgendwann war mir die Hitze einfach zu viel. Ich hab’s fast nicht mehr ausgehalten. Konnte nicht mehr. Dann kam mein Geburtstag. Wie jedes Jahr am Ende des Sommers. Dazu gab es das größte Geschenk von der Wetterfee: einen Wettersturz von 30 auf 15 Grad – in voller Euphorie hab ich gleich meine Winterhaube ausgepackt und war Eis essen (im 1., nicht zu empfehlen, Eis zwar super aber soooo viele TouristInnen, in der Stadt, nicht im Eisgeschäft). Der Wettersturz war am nächsten Tag auch schon wieder vorbei. Zum Glück. Ich hab mir zu diesem freudigen Ereignis (yeah, 33 ist eine coole Zahl!) nämlich selbst eine Woche Urlaub geschenkt, für mich, Auszeit vom Mama-sein, Aktivitäten mit FreundInnen, nur für mich und da ist gutes Wetter dann doch irgendwie fein.

Diese letzte August-Woche habe also ich komplett perfekt genutzt für mich. In meinem Plan hatte ich nicht bedacht, dass es ja viele Unsicherheitsfaktoren gegeben hätte (Freunde keine Zeit, Wetter  doof und Kind oder dessen Betreuung krank). Ich hatte also Glück. Alles perfekt geklappt.

Ich war 1 Tag outdoor klettern (wie viel Spaß das macht, hab ich schon ganz vergessen!) auf der Siegenfelder Platte. Nur meine Freundin und ich. Stundenlang. Perfekt. Tag 2 habe ich dann doch mit Kind verbracht und meine Oma, als des Kinds Uroma, besucht. Das führte dazu, dass das Kind erstmals mit der Mariazeller Bahn fahren durfte und wir ein Glück hatten und in die Fahrerkabine der Himmelstreppe rein konnten – wie cool ist das denn? Tag 3 hab ich alleine genutzt und bin eine kleine 35km-Radtour zur Donauinsel gefahren. Bis ans oberste Ende. Ich wollte immer schonmal wissen, wie die Donauinsel endet und es ist echt cool, am Ende der Welt gefühlt. Das nächste Mal will ich das südliche Ende abklappern. Radln tut mir nicht nur körperlich gut (wie ich nun offiziell von der Orthopädin weiß, ist radln für meine Knie-Probleme die beste Sportart), sondern hilft mir psychisch total. Es befreit meinen Kopf von einfach allem. Ich liebe es. Der Körper sagt einem scheinbar eh von selbst, was er braucht. Man sollte sich viel mehr auf seine Intuition verlassen! Nun an Tag 4 und 5 habe ich jeweils mit 1 wichtigen Person einen Stadtwanderweg Wien gemacht. Und zwar die Nummern 1 und 2. Über diese habe ich ja schon mal geschrieben und ich muss sagen, der 1er Weg ist unglaublich traumhaft schön mit genialen Blicken über Wien. Der bis dato schönste, den ich gegangen bin (waren aber erst 4 von 11). Das war also die eine Woche nur für mich (weg mit dem schlechten Gewissen!) – hier in ein paar Bildern:

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Und irgendwann – vielleicht macht ja sogar Lara mit? – möchte ich den rundumadum-Wanderweg um Wien gehen! Aber dafür hab ich ja noch das ganze Leben!

Collage_Fotor_Kahlenberg.jpgAch ja, 1 Tag Urlaub hab ich mir zusätzlich bereits vorher gegönnt, um meine Gutschein-Schulden bei Raffi endlich (2 Jahre zu spät) abzubauen – wir waren – lange ersehnt – am Waldseilpark Kahlenberg (ich würde es Hochseilklettergarten nennen) und es war so verdammt cool! Kann ich nur empfehlen und hoffe, dass irgendwann mein Zwerg da auch mitmacht.

2018-07-27 18.20.45.jpgNun ist die Hitze (hoffentlich) vorbei, wir sind ein bisschen im Alltag angekommen, es scheint ein wenig Routine eingetreten zu sein mit Arbeiten, Mimi, Zwergenkind und Sozialleben. Der erste Sommer mit Kleinkind war wirklich wunderschön. Ich war so viel im Freien wie noch nie (und hab Wiens Öffis wiedermal zu schätzen (und ein bisschen zu hassen) gelernt, die U1 ist echt eine tolle Linie 😉 ), hab mit so vielen fremden Menschen geredet wie noch nie (bei einem kleinen so gut wie immer fröhlichen Stöpsel sind die Leute irgendwie so freundlich und zugänglich, manchmal zu sehr, denn angreifen soll dann doch mein Kind niemand Fremdes), hab so viel Freiheit genossen wie noch nie. Nur zu heiß war’s. Ein bisschen.

Naja zum Schluss muss noch ein kurzes Update her: Mein aktuelles absolutes Lieblingswort ist „Nani“ für „Nase“. So so so süß wie sie es ausspricht und zur Nase zeigt. Täglich kommt circa 1 neues Wort dazu, gestern etwa „Oki“ für „Onkel Oli“. Mein kleiner Papagei redet schon so viel. Sie ist so gescheit und kreativ. Ich liebe es. Da ich nicht weiß, wann ein Kind was macht, habe ich ausprobiert, ob sie malen mag. Aber das hat sie (noch?) gar nicht interessiert. Und sie ist ur kuschelig geworden auf einmal. Als hätte sie meinen letzten Blog-Eintrag gelesen, hat sie genau an diesem Tag zu kuscheln begonnen. Es ist das schönste und ich genieße es total. Sowieso finde ich, muss man alles tun, was man nachher bereuen würde nicht getan zu haben. Die Zeit kann man nicht mehr zurück drehen. Klingt seltsam, versuch ich aber zu leben und würde ich auch jedem raten! Also, was wolltet ihr schon ewig mal machen? Tut es!

Mir würde noch so viel einfallen, aber ich lass es mal gut sein. Jetzt erfreue ich mich mal am Herbst und den wunderschönen Farben und einem super süßen Zwerg!

Wie schon gewohnt am Ende eines Beitrags bleibt mir nur eines zu sagen: Lara ist unser absolutes Traumbaby! Besser hätten wir es nicht erwischen können. So ohne Baby würde ich gar nicht mehr leben wollen. Hätte auch nie gedacht, dass man mit einem Baby so viel lacht. So viel nämlich! Danke. Lara. Für. Alles. Dass mit dir einfach alle Sorgen vergessen sind. Ich liebe dich über alles!