Unser Wochenende in Bildern.

Wieder einmal ein paar Blitzlichter vom Wochenende…

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Freitagnachmittag. Ich musste raus. 6 Stunden sitzen im Büro war echt zu viel. Das Wetter war perfekt. Regen. In der Mütze Pfütze hüpfen. Gibt nichts Besseres! Nach 2 Stunden und einem erfrorenen Ich konnte ich das Kind überzeugen, wieder heim zu gehen! Und ich dachte immer, ich bin keine Nachhause-Geherin. Immer Action. Aber da kannte ich mein Kind noch nicht.

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Samstagfrüh ging’s zur Oma aufs Land nach Lilienfeld. Da musste erstmal ordentlich Katze gekuschelt werden. Lara liebt Katzen. Wie der Rest der Familie! Wir sind eindeutig Katzenmenschen.

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Das erste Gänseblümchen heuer haben wir auch schon gefunden. Und so lieb gehabt, dass es gleich zerquetscht wurde.

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Dann ging’s in die erste Oper. Von Kindern für Kinder. „Zauberflöte“ von Mozart. Allerdings sind wir nach der Hälfte gegangen, da mein kleiner Zwerg lieber selbst mitsingen und rumlaufen wollte. Aber cool war’s trotzdem.

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Wieder zuhause, stand ein weiteres erstes Mal am Programm. Schifahren. Das Kind wollte es unbedingt. Ich finde es noch zu früh. Aber ihr hats sehr getaugt und der Schnee hat genau gereicht für ihr erstes Mal ausprobieren.

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Dann gab’s den perfekten Sonnenuntergang. Ich liebe Berge. Und Sonnenuntergänge. Auf einem Foto natürlich nicht ansatzweise so schön wie in echt.

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Den Sonntag haben wir in erster Linie draußen turnend spielend kuschelnd verbracht.

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Im Auftrag vom und mit dem Kind haben wir eine kleine Schneefamilie gebaut. Mama. Papa. Baby. Schauen wir, wie lange die überleben bei den Temperaturen. Ich fürchte, sie werden nicht lange durchhalten.

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Nach der vielen frischen Luft ging es zur Faschingsfeier. Mit viel Action. Und viel zu vielen Menschen. Ganz schwer für mich. Aber Lara hat’s super gefallen.

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Viele tolle Spiele. Lara war zwar für vieles noch zu klein, aber sie war trotzdem voller Motivation und Freude.

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Es gab auch Kino! Das erste Mal Kino für Lara. Und das gleich so richtig Retro. Richtig richtig cool. Und die Schlümpfe! Die Schlümpfe!!

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Und Kasperl. Wie immer saß mein Kind nicht still und musste ganz nah hingehen. Jedenfalls viel zu viel Programm für einen Nachmittag. Schön war’s. Ab nach Hause.

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Und zum krönenden Abschluss haben wir zuhause in Wien am Heimweg vom Bahnhof wiedermal „unsere“ Hasen beobachten können (leider macht das Handy ganz schlechte Fotos). Wir lieben sie einfach und freuen uns jedes Mal so sehr wenn wir sie sehen! Ich hoffe, sie überleben den Bauwahnsinn in unserem Viertel.

So ging ein verregnetes, sonniges, winterliches, frühlingshaftes Wochenende mit vielen ersten Male für meinen Sonnenschein viel zu schnell vorbei. Aber glücklich über den Schnee in der Hoffnung dass er uns nochmal beehrt starten wir in eine neue Woche!

Abgestillt. 26 Monate waren genug.

Meine Stillzeit war so perfekt, ich hätte es mir nicht schöner vorstellen können. Daher will ich hier mal kurz beschreiben, wie alles begonnen hat, wie es dann dazwischen so war und wie ich das ganze trotz vieler Sorgen dann beendet habe.

Vor der Geburt hab ich mir nicht besonders viele Gedanken über’s Stillen gemacht. Ich wollte gerne stillen, hab mir einen 1,5 Std. Vortrag im Krankenhaus angehört und das war’s auch schon mit meiner Vorbereitung. Im Nachhinein bin ich sehr froh, mir nicht mehr darüber den Kopf zerbrochen zu haben. Was ich nachher alles mitgekriegt hab, was alles schief gehen kann… Wenn ich das vorher gewusst hätte, wäre ich sicher gestresst gewesen.

P1340613ZUSAMMENFASSEND SEI GESAGT. Ich hab überall gestillt. Überall. Gefühlt dauernd. Am Anfang war ich auch noch recht gschamig, am Ende der Stillzeit hab ich aber nicht mal mehr drüber nachgedacht, wo ich gerade bin und ob es unpassend sein könnte. Ich bin der Meinung, dass Stillen überall ok ist. Auch neben meinen ArbeitskollegInnen war es mir völlig egal. Ich finde, es ist etwas total Natürliches und deshalb müsste ich mich nicht extra verstecken.

DER BEGINN. Nach der Geburt hat es optimal damit begonnen, dass Lara nach ihrer Ankunft gleich mal kräftig und ruck zuck getrunken hat. So problemlos, dass ich selbst überrascht war. Aber da war ich sowieso über alles überrascht. Das Wunder Mensch.

DIE UNWISSENHEIT. Ich wusste auch nicht, dass es ein bissl dauert, bis die Milch in die Brust „einschießt“. Ich war total uninformiert. Weiß auch nicht mehr, wie das bei mir dann genau war und wann die Milch kam. Die ersten paar Tage habe ich sie einfach, selbst verwundert über meine Geduld, immer wieder angelegt, ohne Stress und es hat dann immer besser funktioniert. Da ich ambulant nach der Geburt nach Hause ging, war es stressfrei. Die Hebamme hat mir daheim gezeigt, wie ich im Liegen stille (auch lächerlich dass einem das wer zeigen muss, man macht es intuitiv eh richtig). Das war’s.

ZUMINDEST DAS STILLEN KLAPPTE SOFORT. Ich war zwar mit dem Neugeborenen allgemein total überfordert, aber das Stillen hat sofort geklappt. Sie war definitiv eine Schnelltrinkerin, 5-7 Minuten oder so und sie war fertig. Ich kannte von FreundInnen Babys, die mal ne halbe Stunde nuckelten bis sie fertig waren. Darauf war ich irgendwie eingestellt. Aber kein Dauerstillen bei mir. Menschen sind dann doch verschieden.

ESSEN IST FÜR ANFÄNGERiNNEN. Nur dann kam die Breizeit. Zumindest in der Theorie. Dachte, dann stille ich weniger, aber Lara war (und ist) keine gute Esserin, daher hab ich de facto 9 Monate voll gestillt, direkt bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich wieder (Vollzeit) arbeiten ging. Gegessen hat sie immer noch nicht wirklich mehr, aber meine Brust hat sich dann erst mal umstellen müssen, dass sie untertags nicht geleert wird. Aber auch das hat problemlos geklappt. Angebot, Nachfrage und so. Der Mensch ist wirklich sehr anpassungsfähig.

ABTILLEN? Nun, scheinbar wollte ich spätestens mit dem ersten Geburtstag abstillen. Hatte das ja vergessen, dass ich das gesagt habe, aber gut, dass sich meine Freundinnen das gemerkt haben. Spätestens ab dem ersten Geburtstag des Kindes war mein Hauptthema: Wie kriege ich dieses Kind von meiner Brust weg? Gerade weil sie scheinbar nur die Brustmilch will? Was zur Hölle ist so gut an meiner Milch? Die viele Schoki, die ich esse? Manche KollegInnen meinten ja, ich würde Kakao produzieren und deshalb wollte Lara nicht aufhören damit. Klang plausibel 😉

HORROR IM KOPF. Ich hatte mir Horrorszenarien ausgemalt was das Abstillen angeht. Erstens: Wie geht Lara damit um? Zweitens: Wie kommt mein Körper damit klar (Milchstau und was es da alles gibt?)? Drittens again: Wie in aller Welt kriege ich mein Brust-fixiertes Kind von meiner Brust weg? Auf meine Freundinnen, die schon abgestillt hatten, war ich schon ein bissl neidisch. Sie hatten das schon hinter sich. Ich war auch schon kurz davor, eine Stillberaterin aufzusuchen.

ABSTILLEN! Im Endeffekt war es dann aber so einfach und fast ohne Tränen, dass ich mir all die Sorgen völlig umsonst gemacht habe. Ich habe das Stillen bis zum Schluss geliebt. Nur ein bisschen hat es mich dann auch genervt. Klingt schizophren. Ist es auch. Aber ich wollte einfach absolut nicht mehr und ich wollte es „im Schönen beenden“. Also hab ich es Lara erklärt. Der Vorteil am langen Stillen. Das Kind versteht alles schon besser. Hab ihr erklärt, dass ich nicht mehr will, dass es jetzt genug ist, dass ich Schmerzen hab (die wohl eher psychisch waren). Es war ein schöner Sommertag. Ich hab nachts gestillt (zum Einschlafen abends davor hab ich es schon weggelassen) und dann am nächsten Tag war’s aus. Ich hab Lara das entsprechend angekündigt. Wir waren mit einer Freundin an der Donau schwimmen. Sie hat dort 2x nach der Brust verlangt. 1 Minute je Fragen dramatisch geweint (sie ist ja sowieso eine kleine Dramaqueen) und das war’s. Aus die Maus. Sie durfte natürlich danach die Brust streicheln oder ihr ein Bussi geben. Man muss es nicht ganz wegnehmen. Aber Stillen ging nicht mehr. Der 11. August 2019 war der letzte Tag Stillen. (Zumindest offiziell 😉 )

ALLE SORGEN UMSONST. Also am Ende des Tages alles kein Drama, tausende Sorgen umsonst. Und tolle Erinnerungen an eine perfekte Stillzeit mit super Ende. Hilfreich war sicher auch eine Woche Indien ohne Kind. Ob es ohne diese Reise so einfach gegangen wäre, weiß ich nicht. Aber Milch hatte ich scheinbar vorher schon nicht mehr viel. Weil ich dort genau 3 Tropfen abgepumpt hab, da ich Angst vor irgendwelchen Entzündungen hatte. Ich war so froh, endlich meinen Körper wieder ganz für mich alleine zu haben. Ich bewundere Frauen, die noch viel länger stillen. Für mich war das das absolute Maximum.

KEINE NEGATIVEN ERFAHRUNGEN. Und negative Erfahrungen hab ich auch keine gemacht mit dem Stillen. Im Gegenteil, ich hab in der Öffentlichkeit nur positive Rückmeldungen erhalten. Wie toll es ist, dass ich noch stille. Wie gut es für das Kind ist. Auch mein Zahnarzt oder so haben mich immer bestärkt. Wenn man oft mal mitkriegt, was andere Mamas so erleben, hatte ich da scheinbar Glück. Manchmal wurde ich gefragt, wie alt das Kind ist (das ich da gerade stille). Und dann dachte ich: Oje was kommt jetzt? Und dann: „Super, dass Sie noch stillen. Gut für’s Kind“.

KEIN FLASCHERL UND SCHNULLER? Durch das lange Stillen hat Lara bis heute nie ein Flascherl gekriegt. Ich glaub, das haben wir jetzt durch und uns erspart. Wobei sie ja mega gern einen Schnuller haben würde. Auch heute noch. Aber jetzt fangen wir uns das nicht mehr an (ich wollte schon nachgeben, Georg blieb hart). Vermutlich war das auch ein Grund für’s lange Stillen, die Brust nuckeln statt Schnuller nuckeln. Kurzfristig hatte mich das sehr genervt, aber im Endeffekt bin ich froh, dass wir es jetzt so geschafft haben. (Anmerkung: Ich hab rein gar nichts gegen Schnuller, im Gegenteil, ich hab ihn selbst als Kind geliebt. Aber rein aus praktischen Gründen wie dass man den dauernd verliert oder so, wollte ich mir das ersparen.)

MAN LERNT NIE AUS! Nicht immer so viele Sorgen machen. Es gibt immer eine Lösung. Für alles. Leben genießen. Dankbar sein! P1250638 ! StillenUnd zuletzt sei gesagt. dass ich finde, dass niemand stillen muss oder sollte. Jede Mama sollte völlig FREI entscheiden, ob sie stillen will, wieviel sie stillen will und wie lange. Alles ist völlig okay und alles ist gut für’s Kind! Und wir sollten niemals über andere Mamas bzw. Menschen urteilen. Niemals. Jeder Mensch soll sein Leben leben. Und sich nicht beirren lassen durch andere Meinungen. Man weiß selbst am besten, was gut ist für einen. Das zu lernen, war ein wichtiger Prozess auch für mich. Gerade auch was das Stillen anging. Da dies ein großes Thema ist für jede Mama, egal ob sie stillt oder nicht. Ich hätte nie gedacht, dass ich die bin, die am längsten stillt in meinem Freundeskreis. Niemals. Gerade weil mir meine Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit unglaublich wichtig ist. Aber es kommt eben immer anders als man denkt. Und das ist auch gut so! In diesem Fall bereue ich rein gar nichts. Es hat genau so gepasst, wie es war. Ich blicke auf wunderschöne Stillmomente zurück und werde diese für mich besondere Nähe nie vergessen.

Weihnachten. Weihnachten. Weihnachten.

Gleich ist das Jahr 2019 zu Ende und irgendwie war Weihnachten heuer so schön und entspannt und streitfrei, dass ich gerne ein bisschen darüber berichten möchte. Auch weil ich hier noch nie über Weihnachten berichtet habe.

Wir haben im Vorfeld bereits versucht, uns nicht stressen zu lassen von dem ganzen Weihnachtstamtam. Gleichzeitig hat Lara heuer ja schon wirklich viel mitgekriegt. Wesentlich mehr als letztes Jahr.

Wir haben bereits am 18. Dezember unseren kleinen lebenden Christbaum geliefert gekriegt und ihn da auch gleich aufgeputzt, alle gemeinsam. Ist ja schade, wenn er nur so rumsteht. Ich bin ja noch nicht ganz sicher, ob ich das mit dem Christkind so toll find. Also Lara darf natürlich wissen, dass man sagt, das Christkind kommt, aber ob ich ihr das weiter „vorgaukeln“ will. Also ich find’s total schön wenn Eltern das machen, aber ich merk, dass man da ur vorsichtig sein muss, dass man sich nicht verplappert. Also rein aus Faulheit bin ich mir nicht sicher, wie lang ich es schaff, das „durchzuziehen“.

P1490384.JPGNun, unser Weihnachtsmarathon begann am 23. Dezember. Da haben wir zu dritt daheim gefeiert. Klassisch mit zuerst Essen (Pizza bestellen bei den Nachbarn und -innen), daheim dann Singen, Kerzen anzünden und Geschenke auspacken. Es gab für alle drei von uns nur je ein Geschenk. War zum ersten Mal, dass Georg und ich uns was geschenkt haben. Aber das war schon irgendwie cool 🙂 Wir haben jedenfalls eine Freude mit unserem kleinen schönen Baum (Bäume sind das beste) und mit (kleinem) Kind ist Weihnachten einfach so viel schöner. Es ergibt einen Sinn. Auch weil unser Schatz jetzt schon so super die Lieder (mit)singt und eine totale Freude mit dem ganzen Weihnachten hat.

P1490509Am 24. Dezember hat sich Lara wie immer gescheit ausgeschlafen, das heißt aufstehen um 12.45 Uhr. Nach viel Diskussion gings dann gegen 15 Uhr nach Tradigist zu Ediopa und Evaoma. Es gab wie immer leckeres Raclette, dann singen und Bescherung. Lara hat die Packerl verteilt. Wir sind dank Patchwork-Familie mittlerweile so viele Leute, wir könnten schon fast einen Chor gründen. Bis 02:30 Uhr sind wir dann sogar noch zusammen gesessen und haben gequatscht. Das haben wir sooo lange nicht gemacht. Das ist vermutlich, weil wir alle älter werden und jedeR immer mehr seinen/ihren eigenen Weg geht, umso schöner sind die Wiedersehen. Und mir beweist unser Weihnachten, dass Patchwork funktionieren kann, wenn es alle Beteiligten wollen.

Nachdem wir dort geschlafen haben, kam kurz meine Tante und Onkel vorbei, danach ging’s zu Georgs Eltern weiter nach Amstetten. Das 3. Mal Christkind samt Singen und Bescherung. Abends ging’s erstmal nach Hause nach Wien. Ich liebe dieses Singen. Find ich fast das Schönste an Weihnachten. Und einfach dieses Beisammensein, Zeit gemeinsam verbringen. Zeit ist eigentlich das Wertvollste, das man schenken kann.

Am 26. Dezember haben wir dann einen Tag Pause eingelegt. Das war sehr nett. Einfach mal ein Tag daheim bleiben und nichts tun. Haben wir bewusst so eingeplant. War gut so. Und super schön.

Am 27. Dezember, fast schon traditionell, sind wir meinen Onkel und meine Tante in Wien besuchen gefahren, auch meine Cousins samt Familys und 2 meiner Brüder waren dabei. War wirklich schön. Ich mag das, wenn alle beisammen sind. Auch mit den zwei entzückenden Großcousins von Lara ist da schon ein richtiger Trubel und Kinderchor unterwegs. Schade, dass Weihnachten nur 1 Mal pro Jahr ist.

P1500212Weiter ging’s dann nach Lilienfeld, zur Oma und Tante und Onkeln von Lara. Da gab’s am 28. Dezember dann nach einer wunderschönen Wanderung durch Schnee noch ein letztes Mal das Christkind. Und Schnee draußen. Schnee! Viel Schnee! Doch noch weiße Weihnachten geschafft. Hätte ich nicht gedacht. Und super weit waren wir wandern. Auch wenn’s am Schluss schon ur finster war. So cool. Ich liebe Berge und Natur und Schnee sowieso. Und drinnen ist es dann immer so kuschelig. Mit dem schönen großen Baum und Ofen. Ich finde jedenfalls auch die Kerzen am Weihnachtsbaum einfach so schön. Das Licht. Der Geruch. Schade, dass es immer auch so schnell wieder vorbei ist.

P1490394Durch mein Kind wurde Weihnachten endlich zu einem schönen Fest für mich, auf das ich mich freuen kann. Und so wünsche ich mir, dass auch sie immer schöne Kindheitserinnerungen an Weihnachten haben soll. Geschenke gab’s für alle zum Glück kaum welche, denn ich finde eben dieses Beisammensein das Beste an Weihnachten. Unser Weihnachtsbaum findet bei lieben Menschen am Land ein neues Zuhause und ich hoffe, er überlebt bis dahin bei uns. Er erfreut mich jedenfalls noch immer sehr.

Und ruckzuck ist das Jahr auch schon wieder vorbei. Die Zeit vergeht so schnell. Nächstes Jahr werden wir trotz des schönen Weihnachten einiges anders machen. Ich freue mich schon jetzt 🙂

PS: Weil ich mehrmals auf meinen letzten Blog-Artikel angesprochen wurde, noch ein Nachtrag dazu: Es war eine Zusammenfassung der letzten Jahre und keinesfalls auf spezielle Personen bezogen. Es gab ein paar Auslöser in den letzten Wochen, aber die werden diese Zeilen wohl eher nicht lesen und so Situationen sind mir ja davor auch passiert. Es sollte ein allgemeiner Weckruf sein und vielleicht zum Nachdenken anregen. Nicht mehr und nicht weniger. Und manchmal schreibt man vielleicht auch extremer als es ist um etwas aufzuzeigen. Ich mag mein Leben genauso wie es ist, würde nicht tauschen wollen und werde hoffentlich selbstbewusster was mein „Kind-Begleiten“ angeht – mit weniger schlechtem Gewissen, Versagensangst und dauernde Sorgen, alles falsch zu machen. Das Leben ist ein Prozess. Ein Prozess mit viel Arbeit.

HAPPY NEW YEAR 2020!

Wie man’s macht ist es sowieso immer verkehrt…

… also eh schon egal? Als Eltern kann man quasi nur versagen. Was man macht, es ist sicher falsch. Das Kind wird einem später vorwerfen, was man alles falsch gemacht hat. Die Umwelt, die FreundInnen, die Familie, die ArbeitskollegInnen machen es jetzt. Sogar Leute, die keine Ahnung haben, wie wir im Alltag mit unserem Kind umgehen, meinen es zu wissen, was wir falsch machen.

Ich habe sowieso andauernd ein schlechtes Gewissen wegen allem. Ein Gefühl als würde ich dauernd versagen und alles falsch machen. Verzeihe mir selbst meine Fehler nicht. Dann kommen permanent unerbetene Bemerkungen zum sog. „Erziehungsstil“. Am liebsten von Menschen, die keine Ahnung haben. Von meinem Leben, von unserem Leben. Und schon gar nicht meine Tochter kennen.

Ich versuche echt alles so gut wie möglich zu machen. Meiner Familie zu Liebe (das sind, Mama, Papa und Kind). Ich würde für mein Kind sterben. Ohne eine Sekunde zu überlegen. Und das würde ich wohl für sonst niemanden machen. Ich will für sie alles perfekt machen. Ihr Werte vermitteln, die ich für gut finde. Zum Beispiel, dass man andere Leute nicht haut oder beschimpft. Gleichzeitig ihr aber völlige freie Entfaltung ermöglichen, sie nicht beeinflussen. Andererseits ahmen Kinder sowieso alles nach. Also man kann das eigene Leben vorm Kind gar nicht verheimlichen. Will ich natürlich auch nicht.

Aber dennoch kriegt man durch die Gesellschaft einfach andauernd ein scheiß-Gefühl. Kaum jemand sagt mal: „Hey ihr macht das gut.“ Wie man’s macht, es ist immer falsch. Ich weiß, ich wiederhole mich. Aber mittlerweile ist das auch meine Standard-Antwort auf „gute“ Ratschläge. Ich scheiß auf alle. Echt.

Erlaubt man dem Kind etwas, dann heißt es „Du erlaubst ihr alles, warum machst du das? Du verwöhnst sie.“. Verbietet man das gleiche, dann heißt es „Warum erlaubst du ihr das nicht?“

Es beginnt schon in der Schwangerschaft, schon da begeht man nur Fehler als werdende Eltern. Man sagt es niemand zur richtigen Zeit. Die einen erfahren es zu spät und beschweren sich. Die anderen erfahren es durch den falschen Weg und beschweren sich. Hunderttausende Ratschläge habe ich schon während der Schwangerschaft erhalten. Super anstrengend. Es macht so unglaublich viel kaputt. Ich, in meinem Fall,  war und bin sowieso dauernd besorgt. Es helfen all die ungefragten Anmerkungen einfach nichts. Ich frage mich, was diese bringen sollen? Und diese Schauermärchen sind mir auch gewaltig am Nerv gegangen. „Es wird anstrengend.“ „Du wirst dauernd müde sein.“ „Du wirst nicht mehr schlafen.“ Nur meine Tante meinte, dass es schön werden wird. Sie hatte als einzige Recht.

P1330586Fast niemand sagt einem, was für ein großes Glück es ist, ein gesundes Kind in den Händen halten zu dürfen. Es auf seinem Weg begleiten zu dürfen. Wie viel man lacht, wie viel Freudentränen man vergießt, wieviel Spaß ein Kind in ein Leben bringt. Wieviel man lernt. Wieviel Leben es ins Leben bringt. Niemand hat mir das gesagt. Nichts aller mir prognostizierten Schauermärchen ist eingetroffen. Schlafmangel hab ich bis heute kaum gehabt (zumindest nicht aufgrund meines Kindes) und mein Leben wurde durch mein Kind nur unglaublich viel schöner. Und ja, natürlich gibt es anstrengende Momente, Momente in denen man nicht mehr kann, nicht mehr will. Aber die gibt es doch auch ohne Kind? Anstatt diese in den Vordergrund zu stellen, könnte man sich gegenseitig doch unterstützen und anbieten, zu helfen und füreinander da zu sein.

Es beschäftigt mich immer wieder sehr, warum wir in so einer Gesellschaft leben. Ich verstehe es einfach nicht. Es verblüffen mich immer wieder Aussagen meiner Mitmenschen, die ich einfach nicht nachvollziehen kann. Als ein Vorgesetzter bei einer Feier letztens behauptete wir würden unser Kind verhetscheln, bin ich innerlich explodiert. Wie hat er das Recht, so etwas zu sagen? Er hat außerdem keinen Tau von meinem Leben und hat selbst keine Kinder. Ich bin darauf hin natürlich ausgezuckt (als ich dann allein war – nicht neben ihm) und meine lieben KollegInnen haben mich eh verteidigt und beruhigt. Aber es steckt so viel hinter diesem Satz. So viele Dinge sind da mitgemeint. Und das macht es eigentlich problematisch. Ich habe ihn leider nicht darauf angesprochen. Und er steht ja für die Gesellschaft. So denken sehr viele Menschen. Leider.

Und ich würde ja gar nicht abstreiten (und hab es auch nicht), dass wir unser Kind nicht „verhetscheln“, aber was in aller Welt ist schlecht daran? Sie ist meine Tochter, sie ist der allerwichtigste Mensch in meinem Leben, es wäre doch seltsam, sie nicht zu verhetscheln? Was für ein scheiß Wort. Was für eine scheiß Aussage.

Die Kommentare und super lieb gemeinten Ratschläge nach der Geburt waren ja auch der Hammer. Tragt man das Baby zu viel herum (Lara war/ist ein Kind, das eindeutig ein „Trage-Baby“ ist), dann verwöhnt man es. Stillt man nicht oder nicht voll, dann ist man eine Versagerin, stillt man zu lange als „notwendig“ (die Dauer steht wohl zur Diskussion: 6 Monate? 36 Monate?), dann ist man auch eine Versagerin. Geht man bald nach der Geburt wieder arbeiten, vernachlässigt man das Kind. Bleibt man lange zuhause beim Kind, dann ist man faul. Die Liste lässt sich endlos fortsetzen.

Wir haben aktuell auch ein Thema dazu. Schlafen. Lässt man das Kind nämlich – so wie wir es machen – so lange abends munter (neuer Einschlaf-Rekord wurde gestern erreicht: 02.15 Uhr), dann hat man ja auch was gröber falsch gemacht (ich mein, ernsthaft, glauben die anderen, dass wir nicht alles was wir für möglich hielten, versucht haben dagegen zu unternehmen?). Wenn mir wer zeigt, wie man ein hellwaches Kind ohne Anbinden und Gebrüll ins Bett legt, der zeige mir das bitte. Manchmal frag ich mich, was sich andere Leute nicht fragen.

Auch andere Mütter sind oft das Problem. Ich finde ja grundsätzlich egal, ob jemand Kinder hat oder nicht, beurteilen kann die eigene Situation nie wer und sollte daher auch nie wer. Weil nie jemand von außen das „Gesamtbild“ sehen kann (und Fragen stellen die Leute schon lange nicht mehr). Weil oft heißt es, „die hat keine Ahnung weil sie keine Kinder hat.“ Das finde ich persönlich einen Blödsinn, weil dann könnte jemand immer nur Situationen verstehen, die man selbst erlebt (hat). Mir geht dieses generell Beurteilen und Verurteilen einfach dermaßen am A….. Kinder sind so verschieden wie wir Menschen (und ja natürlich gibt es auch Ähnlichkeiten). Also diese anderen Mütter machen einem manchmal das Leben echt schwer. Manchmal (und sowieso unabhängig davon) verbringe ich wirklich viel lieber Zeit mit Freundinnen, die keine Kinder haben. Die verstehen mich oft viel besser. Und manchmal, ja da sage ich auch selbst den scheiß Satz („Rede weiter wenn du selbst Kinder hast“), aber nur in Notfällen und bei richtig beschissenen Kommentaren. Beispiele nenne ich gerne auf Anfrage.

Und es sei gesagt, dass ich nicht generell gegen Tipps und Hilfe bin, aber es geht um diese ungefragte Meinung, die einem dauernd unter die Nase gerieben wird. Wenn ich selbst was wissen will, frage ich. Ansonsten habe ich kein Bedürfnis nach Ratschlägen.

Ein Beispiel wo ich auch wieder einiges lernte über andere Menschen (durch so ein Kind lernt man verdammt viel über andere Menschen!), ist als ich die Entscheidung hatte, nach Indien zu fliegen. Ich habe sehr lange hin und her überlegt. Ja? Nein? Mit Mann und Kind oder allein? Wenn’s nach mir gegangen wäre, wäre ich am liebsten mit Familie geflogen. Aber das ging aus verschiedenen Gründen nicht. Und auch da wurde mir teilweise ein schlechtes Gewissen eingeredet. „Ich würde das nicht machen. Ich würde nicht so lange von meinem Kind weg sein.“ (Es war übrigens die beste Entscheidung, hinzufliegen!) Ich versteh ja sowieso nicht, warum man auf Fragen, ob man dies oder jenes machen soll (auf das eigene Leben bezogen) immer antworten muss mit „ich würde das so oder so …. (nicht) machen.“ Man könnte stattdessen fragen: „Was sagt der Bauch?“ „Was würdest DU gerne machen?“ „Wie kann ich dich in deiner Entscheidungsfindung unterstützen?“ usw. Jeder ist so mit sich selbst beschäftigt und so auf seine Welt beschränkt, dass man ganz vergessen hat, was „aktives Zuhören“ bedeutet. Furchtbar.

Dieser permanente Druck, dass alles richtig sein muss, dass man das perfekte Leben leben muss. Dass man nicht mal auszucken darf oder dass das Kind ja nichts versäumt, was so zu einem Kindleben gehört, wann hat das alles angefangen? In Zeiten der Digitalisierung sieht man ja von allen anderen das perfekte Leben. Ob man will oder nicht. Es ist quasi unmöglich dem zu entfliehen. Es gibt Social Media, WhatsApp Gruppen (ich bin wohl der einzige Mensch, der keiner Family-WhatsApp-Gruppe angehört) und sonstige Medien, die hierzu zählen. Wie toll harmonisch und wunderbar diese ganzen Familien da draußen funktionieren. Schon verwunderlich. Ich komme aus einer kaputten Familie, die bis heute kaputt ist. Ich brauche kein Schönreden.

Dieser „Konkurrenzkampf“ unter Eltern, den ich schon in vorigen Blog-Beiträgen erwähnt habe, lehne ich abscheulich ab. Der ist der größte Blödsinn überhaupt. Jede/r ist sich selbst der nächste und will oft nur für sich das beste. Anstatt auch andere teilhaben zu lassen. War das immer schon so? Und ich höre das von vielen Seiten, dass es diesen Druck gibt. Also das bilde ich mir sicher nicht ein. So ein Bullshit alles zusammen.

Das einzige wichtige, das ein Kind braucht, ist – das ist meine Meinung – Liebe. Liebe und Geborgenheit. Ob es in einer Villa in der idyllischsten Landschaft der Erde oder einer kleinen Wohnung neben einer viel befahrenen Straße wohnt, ist irrelevant dafür ob das Kind ein schönes Leben hat. Und das wird so oft vergessen. Weil man sich in materielle Dinge verrennt, die in Wahrheit völlig bedeutungslos sind. Ich habe ein schlechtes Gewissen wegen allem, was ich Lara nicht mitgeben kann in ihr Leben. Wie eine 2. Sprache zum Beispiel. Aber what the fuck? Ich kann’s nicht ändern, also was soll ich mich darüber ärgern?

Alles ist also immer falsch. Ich habe es so verdammt satt. Und wir sollten uns wehren. Frauen, Mütter, Menschen. Gegen Vorverurteilungen. Diese Berufswelt ist auch nicht gemacht für arbeitende Mütter. Und ich kämpfe bei mir in der Arbeit hart gegen diese Vorurteile. Aber wenn dir dann auf der Weihnachtsfeier der Chef erklärt (nachdem du das ganze Jahr hart arbeitest und nie im Krankenstand warst aber natürlich ein paar Tage Pflegefrei zuhause warst), dein Kind wäre sehr viel krank, dann reicht es mir auch endgültig. Wozu überhaupt arbeiten gehen? Und ja er hat bestimmt nicht unrecht, aber was geht ihn das an? Was will er damit sagen? Ok, dann kriegen wir halt keine Kinder mehr. Dann stirbt die Menschheit aus. Wäre vielleicht eh nicht so schlecht.

P1440528_bUnd übrigens, Kinder haben auch Rechte. Sie sind auch Menschen wie du und ich. Wir müssen ihnen nicht alles verbieten. Sie dürfen mal schreien, wenn ihnen danach ist. Sie dürfen grantig sein, sie dürfen einfach auch sie selbst sein. Ich sage nichts gegen Grenzen setzen (versuche ich auch), aber ich rede mit meinem Kind auf Augenhöhe, ich respektiere ihre Gefühle und ihren Charakter. Und manchmal hat sie einfach einen Scheiß Tag und das ist völlig okay! Haben wir doch alle. Warum sollen Kinder das nicht auch haben dürfen? Warum dürfen sie nicht einfach auch mal schlechte Laune haben?

Aus mit Rechtfertigungen. Ich will mich für mein Leben nicht rechtfertigen (müssen). Es ist mein Leben und ich tu niemanden was an. Und – im Gegenteil – versuche meinen Freundinnen echt positiv zu zureden. Sie zu unterstützen. Und niemanden was Böses zu sagen und zu tun. Geht natürlich trotzdem manchmal in die Hose.

Ich bin ja froh, dass ich wirklich ein paar sehr gute Freundinnen hab, die mich immer wieder aus scheiß Situationen rausholen, die mir auch hin und wieder sagen, dass ich nicht so eine schlechte Mama bin. Die ich ansudern kann, wenn’s mir schlecht geht. Es sind witzigerweise alle bis auf eine, lauter Freundinnen, die ich seit 15 Jahren habe. Und die eine ist eine Kollegin, die zu einer guten Freundin wurde. Sowieso ist für mich manchmal Arbeiten gehen wie Freundinnen treffen. Das weiß ich sehr zu schätzen. Und das hilft mir auch sehr im Umgang mit meiner Umwelt.

P1360497Und ja, wenn ich meine kleine Tochter anschaue, finde ich, dass wir es nicht so schlecht machen mit dem „Kind-Begleiten“, sofern wir irgendeinen Einfluss auf ihren Charakter haben. Sie ist das wunderbarste Kind im Universum und für mich perfekt. Und ja, sie treibt mich manchmal in den Wahnsinn, aber diese bedingungslose Liebe, die ich ihr gegenüber empfinde, dieses Vertrauen, das sie mir gegenüber hat, das will ich niemals auch nur irgendwie ins Wackeln bringen. Ich möchte ihr Anker sein, der immer für sie da ist. Sie fragt sehr oft „Lasst du mich nicht alleine Mama?“ „Niemals mein Schatz.“ und in Wahrheit ist für mich auch bedeutungslos was Menschen, die keine Ahnung von meinem Leben haben, über mich denken und für eine Meinung haben.

Gleichzeitig will ich kämpfen, für eine bessere Welt, für eine bessere Welt für meine Tochter, die als Frau vielleicht später mit ähnlichen Problemen wie wir heute zu kämpfen hat. Ich will sie stärken, dass sie zu dem Menschen werden kann, der sie werden will. Dass sie sich selbst liebt und dass sie immer weiß, dass sie geliebt wird.

Ich lese auch bewusst keine Ratschläge, es gibt ja unendlich viel Literatur und Online-Medien, die sich mit dem Thema „Elternsein“ beschäftigen. Zu allem und jedem Thema gibt es massenweise Artikel, Blogs und Bücher. Hin und wieder kommt mir zufällig was unter. Aber im großen Ganzen höre ich genau nur auf meinen Bauch. Und er hatte bis jetzt immer Recht. Immer. Leider habe ich das speziell am Anfang meines Mama-Daseins sehr vernachlässigt. Aber man lernt dazu und Fehler gehören zum Leben.

Ich werde mir immer und immer wieder bewusst, dass mich Lara zu einem glücklicheren Menschen macht. Jeden einzelnen Tag. Jede einzelne Sekunde. Ich bin so dankbar, ein kleines gesundes Kind zu haben (das wissen ja viele auch nicht zu schätzen) und genieße die Zeit sehr mit ihr. Trotz aller Hürden, die einem so in den Weg gelegt werden. Die Liebe zu ihr ist unbeschreiblich und kann zum Glück durch nichts und niemanden gebremst werden. Und wer findet, dass wir falsch an das ganze „Kind-Begleiten“ rangehen, der darf sich gerne aus meinem Leben verabschieden. So etwas brauche ich nicht. Dazu bin ich mir selbst zu schade. Ich möchte niemand anderen gefallen.

Zuletzt sei gesagt, dass meiner Erfahrung nach, Männer/Väter hier ein ganz anderes Erlebnis haben. Kinder werden den „Müttern“ zugeschrieben. Sie sind verantwortlich. Sie werden verantwortlich gemacht.

Abschließend plädiere ich für ein Miteinander. Für ein Leben nach dem Grundsatz: „Leben und leben lassen.“

Ein Tipp zum Umgang mit Kindern (Quelle: Geborgen Wachsen, Instagram):2019-12-08 13.29.14.png

Der Herbst – meine große Liebe!

Kann es eine schönere Jahreszeit als den Herbst geben? Nein! Oder war er heuer so viel schöner als in den Jahren zuvor? Es war soooo lang so warm. Ich wollte jeden einzelnen Sonnenstrahl einfangen, jede Sekunde draußen genießen. Dieses bunte Laub überall, das schöne Licht, die perfekte Temperatur.

Es ergibt sich gut, wenn man ein kleines Kind hat, mit dem man also den Herbst und die Freizeit genießen kann. Nachdem im Sommer die Spielplätze aufgrund des Schwimmbedürfnisses zu kurz gekommen sind, haben wir das die letzten 2-3 Monate nachgeholt und einige neue Spielplätze ausgeforscht und Lara-geprüft.

p1410647.jpgUnter anderem hat sich herausgestellt, dass es in einem Park in der Nähe von uns, nicht nur einen schönen grünen Spielplatz gibt, sondern auch so aneinandergereihte Trampoline, wo noch dazu kaum Leute sind. Ich weiß nicht, wieviele Stunden wir dort verbracht haben. Wir waren zeitweise täglich dort. Ohne Trampolin ging gar nichts. Es hat sich sehr ausgezahlt, weil sie nun wirklich sehr sicher hüpft und auch zuhause ihr kleines Trampolin täglich nützt. Ich hab mich ja zuerst geärgert, dass es bei uns unbenutzt rumsteht. Aber jetzt bin ich froh darüber. Wobei sowieso alles als Trampolin zweckentfremdet wird: Couch, Bett und sogar die Badewanne. Im Wasser hüpft es sich halt so leicht.

imgNeben ihrem Hobby „Springen“, turnt sie auch allgemein gern und besonders am Reck bzw. trainiert ihre Handmuskeln. Sie ist tatsächlich ein sehr bewegungsfreudiges Kind, das nur dann ruhig sitzt, wenn es sein muss (z.B. beim Essen). Manchmal anstrengend, aber meistens find ich es eher cool. Was sie am Reck schon kann, finde ich sogar ziemlich beeindruckend. Ich hab versucht das nachzumachen, was sie macht, bin aber kläglich gescheitert.

P1430831.JPGWir haben den Herbst also in erster Linie an irgendwelchen Orten mit vielen Turn- und Spielgeräten verbracht. Die „große Rutsche“ war ein Dauerbrenner und ohne Schaukeln durften wir auch abends nie ins Bett. Turnen liebt sie sehr. Klettern auch. Überall rauf mein Kletterzwerg. Aber eh schon erwähnt hier. Ganz viel waren wir dadurch automatisch in Parks und Grünoasen. Wie zum Beispiel im Lainzer Tiergarten, Stadtpark, Schweizergarten, Böhmischen Prater, Sparbach oder bei Großeltern in Niederösterreich. Und überall treffen wir irgendwelche Leute. Zufällig. Die Welt ist ein Dorf.

Was außerdem auch unweigerlich zum Herbst gehört sind ein paar Dinge, die wir natürlich nicht ausgelassen haben:

P1410576Drachensteigen – Ich hab das früher auch immer gern gemacht und so haben wir das also alle gemeinsam heuer ein paar Mal versucht. Es taugt ihr zwar sehr, mit dem Drachen herumzulaufen, aber so richtig allein geht das noch nicht. Aber da es mir ja auch sehr Spaß macht, ist das schon gut so. Es gab sogar ein Drachenfest bei uns im Park. Wusste gar nicht, dass es sowas gibt. Naja, das war semi aufregend. Wir waren einfach so öfter mit dem Drachen draußen. Nur der Wind. Der ist grundsätzlich sowieso genau dann nicht da, wenn man ihn ausnahmsweise brauchen könnte.

Kastanien, Nüsse, Stecken und Blätter sammeln – und Maroni essen. Ich liebe sie so sehr, diese Maroni-Herzen. Von denen könnte ich mich neben Schoko-Eis auch ernähren. Schade, dass es die nur so kurz im Jahr gibt. Und zu Blätter muss man ja nicht viel sagen. Dass es Spaß macht, all die bunten Blätter zu sammeln, zu werfen, zu bestaunen, ist selbsterklärend.

P1400170.JPGBasteln – Da es im Herbst an einzelnen Tagen verregnet und abends oft auch schon dezent kühler war, verbrachten wir ein bisschen mehr Zeit zuhause als im Sommer und das haben wir selten aber doch auch zum Basteln genutzt. Es taugt mir total, aber ich muss das irgendwie erst lernen. Ich versteh oft die Angabe schon nicht.

Laternenfest – Eine meiner wenigen schönen Erinnerungen an meine Kindheit ist das Laternenfest. Da Lara durch ihre Tagesmutter leider an keinem teilnehmen konnte, haben wir in einem Nachbarschaftszentrum mit anderen Kindern und der Oma Laterne gebastelt und dann an einem Umzug teilgenommen. War für Lara jetzt nicht megaspektakulär, aber ich fands sehr schön.

2019-11-16-15.14.08.jpgZu den klassischen Herbst-Aktivitäten gab’s auch ein paar erste Male. Das erste und bislang einzige Mal waren wir in so einer Art Indoor-Spielplatz (sehr klein aber eh nett). Und in einer Kinderdisco. Für mich der blanke Horror, für Lara die pure Freude. Was tut man nicht alles für sein Kind. In einem Kino in St. Pölten gab es 2,5 Std. Kinderdisco. Wir haben keine Sekunde versäumt, Lara hat ur viel getanzt. Mal gab es frei tanzen, mal mit „Anleitung“. Hätten sie uns nicht rausgemschmissen, wären wir wohl noch immer dort. Lara kommt ein bisschen nach mir, immer die letzte, der harte Kern. So bin ich ja auch, will immer bis am Schluss bleiben, Angst was zu versäumen. Das hat man davon.

Apropos harter Kern, Lara ist auch schon ein kleiner Partystar. Sie liebt Partys. Laut meiner Freundin mit Astrologie-Ausbildung, sieht man das auch in ihrem Horoskop deutlich. Mittlerweile nehme ich sie, vor allem auch deshalb, da wir nicht wirklich Babysitter für den Abend haben, einfach zu den Partys mit. Taugt mir. Taugt dem Kind. Da sie sowieso als Nachteule abends schwer und spät ins Bett geht, hab ich da echt kein schlechtes Gewissen. Und sie hat richtig Spaß und die anderen Partygäste mit ihr auch. Ich merke oft gar nicht, dass sie auch dabei ist. Sie ist so gut mit den anderen beschäftigt, dass diese nur kommen um mich zu fragen, ob sie dies und jenes darf (z.B. Saft trinken). Was ich bei der letzten Party für Komplimente für sie gekriegt hab, hat mich selbst verblüfft. So offen, amazing, lieb, gescheit, redet so gut für ihr Alter, zugänglich, süß, unabhängig. Hab sie immer so gern um mich und so freut es mich umso mehr, dass wir von so Action beide profitieren.

Zum Schlafen noch. Mittlerweile ist 22 Uhr Lara-Schlafenszeit früh für uns. Wer hätte das mal gedacht? Durchschnitt ist so 23 Uhr. Letztens hat sie ohne Mittagsschlaf bis 20.30 durchgehalten. Ich dachte, sie schläft dann durch. Falsch gedacht. Um 00 Uhr hat die Party begonnen. Naja, ich finde sie ist generell ja (für mich) ein unkompliziertes Kind, aber dieses Schlafengehen ist schon ein bissl anstrengend zeitweise. Eigentlich das Nicht-Schlafengehen. Ich sage nun immer „Sie legt uns nieder, nicht wir sie.“ Es fühlt sich an wie ein täglicher Kampf. Wie genau diskutiert man mit einem 2,5 Jährigen Kind, dass es bitte ins Bett soll, weil es sonst sehr sehr müde sein wird? Aber trotz Müdigkeit morgens haben wir keine Chance abends. Wenn sie herumhüpft und turnt, wie soll ich sie da ins Bett kriegen? Gleichzeitig ist es manchmal wiederum sehr praktisch, gerade für meinen Lebensstil wie oben erwähnt, als Nachtmensch, der gern unterwegs ist. Für sie selbst tut es mir halt Leid, dass Schlafengehen für sie so schlimm ist. Schade irgendwie.

Durchschlafen ist auch so eine Glückssache. Gefühlt würde ich sagen 50:50. Wobei Nicht-Durchschlafen im Normalfall einfach bedeutet, dass sie ein bisschen Beruhigung braucht und dann eh weiter schlaft. Sie hat sich auch quasi selbst ausquartiert aus unserem Bett und schläft fast immer in ihrem eigenen. Obwohl sie allein aufstehen kann (was sie ja am Wochenende macht, ansonsten wird sie aufgeweckt), kommt sie dann nachts oder in der Früh nie zu uns ins Bett. Selbst wenn ich sie frage, ob sie bei uns schlafen will, mag sie das fast nie. Aber sie war ja nie die große Kuschlerin und hatte schon immer einen leichten Schlaf (außer in der Früh, wenn sie aufstehen muss, schlaft sie bombenfest), von daher ist ein eigenes Bett allein eigentlich die beste Option.

P1440778 !Wo sie allerdings so gar nicht nach mir kommt, ist ihr Faible für Schmuck (sie hat nun seit Monaten durchgehend ihre geliebte Halskette und ein Armband oben), Kleider (sogar nachts überm Pyjama und manchmal trägt sie zwei Kleider übereinander), Ohrringe, „Haare spielen“, schminken (als Katze oder Schmetterling) oder wie Lara es nennt „Katze malen“. Weiß gar nicht wie das alles angefangen hat. Sie fragt mich jeden einzelnen Tag wann sie ein Loch im Ohr kriegt. Dass das weh tun wird, ist ihr egal. Aber wehleidig war so sowieso noch nie. Das Loch kriegt sie trotzdem so schnell noch nicht. Sicher nicht.

Hach. Es tut sich so viel. Sie fragt mittlerweile soooo viele Fragen. Manchmal hab ich tatsächlich schon keine Erklärung bzw. Antwort mehr (z.B. heute: „Wo wohnt das Christkind?“). Da frag ich mich dann, wie ich das später mal schaffen soll, wenn ich schon an Fragen einer 2,5 Jährigen scheitere. Ihre meist gestellten Fragen sind „Was machst du?“ „Was ist das?“ „Wer ist das?“ „Was macht der?“ „Wo gehen wir hin?“ „Wo warst du?“ „Wie heißt du?“ „Wo wohnst du?“ und sicher viele, die ich jetzt vergessen hab.

Und sie merkt sich so viel. Vor allem mit Namen ist sie super. Beneidenswert. Wochen später erzählt sie manchmal noch, was wir mit irgendwem gemacht haben und außerdem vergisst sie auch die Connections nicht, wer wie zusammen gehört.

P1440245.JPGNun jetzt. Zurück zum Leben. Die letzten Wochen haben wir dann mehr zu Hause bzw. mit Indoor-Aktivitäten verbracht. Der letzte Tag, an dem Lara barfuß unterwegs war, war der 27. Oktober. Also echt spät eigentlich. Manchmal schneit es um die Jahreszeit schon. Lara hat sich einfach alles ausgezogen und ist barfuß durch die Blätter gelaufen. Ganz mein Kind 🙂 Das fand ich zwar eigentlich nicht so toll (weils doch schon kühl war), aber davon abhalten wollt ich sie auch nicht. Leben leben und so.

P1390634.JPGIch glaube, wir haben das letzte halbe Jahr fast schon zu viel unternommen. Nur draußen, nur unterwegs, ist dann manchmal vielleicht auch nicht so gut. Lara genießt derzeit daheim Herumlaufen und auf alles raufklettern, singen, Klavier spielen, ihr Bällebad oder lesen. Sie spielt noch immer mit dem Lauflernrad (das hat sich bei uns wirklich ausgezahlt – nicht zum Gehen-Lernen sondern als Spielspaß), malt, hüpft. Und unterwegs sind wir ja sowieso viel. Das ergibt sich von selbst.

Für die nächste Zeit will ich mir jetzt mal nicht mehr so viel ausmachen. Immer 1 Tag Pause, 1 Tag Action. Mir hat das irgendwie die Frage von Lara aufgezeigt, nachdem sie mich immer fragt, was wir denn heute machen, wenn ich sie abhole und ihr vorher nicht gesagt habe, was wir vorhaben. Daher dachte ich, wozu haben wir eine Wohnung, wenn wir nie daheim sind? Also: mehr daheim-Sein genießen! Lara beschäftigt sich da so gut und freies Spielen ist angeblich so wichtig für die Kinder.

So vergeht die Zeit im Nu. Ich finde das Wetter jetzt super. Und freu mich schon sooo auf den Schnee! Kann’s kaum erwarten.

 

Let the summer never end!

P1330853Ich dachte ja nie, dass ich einmal sagen würde, dass mir der Sommer zu kurz war. Aber ja, heuer hätte ich ein paar Tage mehr über 30 Grad schon noch vertragen. Obwohl es angeblich der zweitheißeste Sommer seit Messbeginn 1767 war. Aber aus mir selbst unerklärlichen Gründen hat mich die Hitze heuer nicht beeinträchtigt, im Gegenteil ich fand es super. Das ist mir überhaupt noch nie passiert. Normal bin ich spätestens Mittag August am Limit und warte nur mehr auf den Herbst.

Nachdem ich mir ja absichtlich keinen Stress gemacht habe, waren wir aber anscheinend doch kaum Zuhause oder drinnen in der Wohnung. Das merke ich vor allem auch daran, da Lara derzeit ihr ganzes Spielzeug neu entdeckt.

Wo ist der Sommer nur geblieben? Es war so praktisch, nichts anziehen zu müssen. Keine großen Pläne zu haben, Wasser und Wiese zu genießen. Draußen zu sein. Nicht groß überlegen zu müssen, was es denn zu tun gäbe. Der Sommer ist so schnell vergangen und ich weiß gar nicht, was wir gemacht haben die ganze Zeit. Schwimmen und Spielplätze erkundet, ja. Aber sonst? Menschen getroffen und Zeit genossen.

Was ich heuer erstmals mit Zwergi auch sehr genossen hab, war das Radlfahren, trotz meines Sturzes im April. Aber das Radln geht zum Glück ganzjährig. Wir fahren mittlerweile auch kurze Strecken oft mit dem Rad, weil es sich einfach total auszahlt und die bequemste Art von A nach B zu kommen ist. Dazu ist es klimafreundlich, Sport macht man auch irgendwie noch dabei und Lara liebt es. Win win win für alle.

P1360048.JPGLara hält uns ansonsten gut auf Trab. Sie ist andauernd voller Tatendrang und schwer zu bremsen. Immer Action. Wie sagt eine Freundin dann immer zu mir: „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.“ Sie hat Spaß an den Rutschen, Schaukeln und beim Turnen. Sie scheint, das Leben zu genießen und die Tagesmutter sagt mir immer wieder, dass man spürt, was Lara für ein glückliches Kind ist. Manchmal finde ich das am Spielplatz-Sein aber schon anstrengend, weil man sich immer wieder mit den Erziehungsstilen anderer Eltern auseinander setzen muss und es leider wirklich viele scheiß Kinder gibt (und das Dauergeschreie von Kindern ist auch schwer auszuhalten). Das zehrt sehr an meinen Nerven. Ansonsten finde ich die große Auswahl an coolen Spielplätzen in Gehweite mittlerweile wirklich fein. Das kann schon was mit einem so bewegungsfreudigen Kind, das immer raus will.

P1370755.JPGAbseits dessen, was gibt es noch zu berichten? Hab ja schon einiges in meinem anderen diesjährigen Sommerblog erwähnt. Neu entwickelt hat sich im Laufe des Sommers noch, dass das Kind den Schwimmreifen für sich entdeckt hat. Eher unabsichtlich, denn wir besaßen sowas nicht. Wir waren mit FreundInnen im Gänsehäufl und auf einmal hat sich Lara den Schwimmreifen der Tochter meiner Freundin geschnappt und ist damit ins Wasser marschiert, als hätte sie das schon immer gemacht. Gut, dann haben wir auch einen besorgt! Somit ging sie wenigstens noch tiefer ins Wasser und brauchte nicht dauernd unsere Hand, was auch uns zugute kam. Irgendwann hat sie dann auch noch die Schwimmflügerl entdeckt. Ich hatte gehofft, sie nimmt nun die Flügerl statt dem Reifen, stattdessen verwendete sie es dann kombiniert. So hat der Sommer für uns geendet, ohne dass sich das geändert hätte, aber der nächste Sommer kommt bestimmt.

p1380429.jpgDie Badesaison hat Lara erst am 15. September 2019 im Badesee bei meinem Onkel und meiner Tante beendet. Wir wollten nur spazieren gehen um den See, aber so schnell konnten wir gar nicht schauen, war sie schon im Wasser drinnen. Gerade geschafft, dass wir sie noch ausziehen konnten. Ich fand es ziemlich kalt und sie war quasi die Einzige im Wasser. Aber bitte. Meine Durchsetzungskraft ist wirklich sehr gering.

Ich hab sowieso festgestellt, dass ich einen ziemlichen Laissez-faire-Erziehungsstil hab, falls man das so bezeichnen kann. Ich zwing sie zu so wenig wie möglich und traue ihr viel zu (manchmal mit leichten Panikattacken was sie alles aufführt). Man könnte es auch als Faulheit meinerseits bezeichnen. Wer kennt, wie zielführend Diskussionen mit einem 2-jährigen Kind sind? Ja, die kleine Maus hat uns ordentlich im Griff. Mal schauen, wo das hinführt. Andere würden das vielleicht eine „bedürfnisorientierte Erziehung“ nennen. Mit viel Mitspracherecht des Kindes. Ich hab ja bekanntlich keine Ahnung von „Erziehung“ (dazu vielleicht anderes Mal mehr). Aber ich denk mir, wenn ich die Zeit habe, dann diskutiere ich halt mit ihr, so viel kann (muss) ich ihr zutrauen und sie versteht ja alles. Aber alles kann sie natürlich auch wieder nicht entscheiden (Zähne muss man putzen), aber ein bisschen Entscheidungsmacht (z.B. Kleidungswahl) darf man ihr schon lassen, schadet ihrer Entwicklung hoffentlich nicht.

Ach ja, und abgestillt hab ich, finally. Es war einfacher als gedacht. Aber dazu vielleicht auch ein anderes Mal mehr. 26 Monate waren für mich jedenfalls genug, aber Lara hätte dazu höchstwahrscheinlich eine andere Meinung. Am 11. August habe ich zum letzten Mal gestillt und das hat perfekt gepasst, im Endeffekt auch für Lara. Schön war’s, aber schön ist es auch, meinen Körper wieder für mich allein zu haben!

Wie auch immer. Ich freu mich jetzt auf schöne Herbsttage, das bunte Laub, das erste Schneeengerl, lange Badewannen-Sessions, die leeren Spielplätze, Drachen steigen lassen, gemütlich daheim verknotzen, Spiele spielen, Bücher anschauen, singen, tanzen und entspannen zuhause. Willkommen Herbst! 🙂

Unser Wochenende in Bildern!

So, ein paar Blitzlichter vom schönen Wochenende mit wenig Action.

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Gestartet hat es am Freitag um 15:00 beim BewohnerInnenfest bei uns im Viertel. Mit Kinderschminken (erstmals überhaupt für Lara), Hüpfburg, wunderschönem Konzert (Harfe und Geigen) und ein bisschen Essen.

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Wir verbrachten den ganzen Nachmittag dort mit Tanzen, Herumlaufen und Essen. Lara hat sich auch nicht überzeugen lassen, dass bei dem Wetter barfuß gehen nicht mehr so das Gescheiteste ist.

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Am nächsten Tag wachten wir, wie durch ein Wunder, bei Evaoma und Opa auf und vor dem Frühstück gab es schon eine Runde tanzen zu Opas „Halleluja“.

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Nach dem Frühstück ging’s auf den Geisbühel. Am Spannendsten war das Gatter am Weg zur Hütte. Ein Klettergerüst für mindestens 45 Minuten. Mein Klettermaxi war nur mit viel Überredenskunst wieder davon wegzubringen. Sie liebt Klettern derzeit – nun eh schon eine ganze Weile – mehr als alles andere und klettert einfach überall hinauf.

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Auf der Hütte haben wir die ersten Herbstzüge genossen. Ich liebe den Herbst und freue mich schon sehr auf die bunten Wälder und das Laub und den guten Herbstgeruch.

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Nach unserer kleinen „Wanderung“ gab’s einen Besuch bei Tante Ilse, den Babykatzen und den Henderl. Die Hühner waren diesmal fast spannender als die Babykatzen. Besonders angetan hat es dem Kind diesmal der Hahn. Den sucht sie immer als erstes wenn sie Henderl sieht.

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Am nächsten Morgen gab’s als allererstes Gemüse aus dem Garten, da isst sogar Lara ausnahmsweise viel. Danach wurde geturnt, gesungen, getanzt, Gitarre gespielt und wieder das Gesicht bemalt. Ein Schmetterling wieder.

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Dann ging’s zur Oma nach Lilienfeld, wo wir nach einem leckeren Mittagessen gleich wieder wandern gingen. Zur Lilienfelder Hütte. Großcousin Aeneas samt Eltern waren auch dabei.

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Und dann meinte es das Schicksal gut mit uns und es gab ein kleines Konzert vor der Hütte, das Lara gleich wieder zum Tanzen nützte. Spielplatz samt Rutsche gab es natürlich auch.

Nun sind wir wieder zuhause in Wien. Lara ist gleich eingeschlafen. So viel frische Bergluft macht müde. Es war wiedermal ein schönes unspannendes Wochenende in der Natur mit perfektem Wetter für „Draußenmenschen“ wie uns.