Der allererste Geburtstag

Wie schnell doch die Zeit verfliegt. Ich muss mich da leider immer wieder wiederholen. Ich pack einfach nicht, wo die Zeit hin verschwunden ist!

P1000382Lara ist schon ein ganzes volles Jahr. Also jetzt natürlich schon etwas mehr als ein Jahr. Und damit laut Definition kein Baby mehr, sondern ein Kleinkind (natürlich bleibt sie für immer mein Baby). Es ist einfach unglaublich, was in diesem Jahr passiert ist. Ich hätte nie gedacht, dass ein Baby das Leben so sehr verändert. Es ist unbeschreiblich schön, aufregend, spannend und Lara macht mich jede einzelne Sekunde zum glücklichsten Menschen auf Erden.

Nun, wie feiert man denn den allerersten Geburtstag einer so kleinen Erdenbürgerin? Da es der allererste ist, sollte es ja ganz besonders speziell werden. Aber so viel kriegt so ein Zwerg ja noch gar nicht mit. Hm. Aber ohne feiern geht für mich irgendwie auch nicht. Wenn ich für mich schon so viele Partys gemacht habe, dann ist es das Mindeste, das auch für mein Baby eine Party geschmissen wird. Und weil man bekanntlich nur ein Mal im Leben eins wird (pssssst, ich weiß, jeder Geburtstag ist einmalig), könnte man das am besten gleich mehrmals feiern.

20180602-_1080441.jpg20180602-_1080422So wurde mein Engel zuerst bei ihrer Oma (meiner Mutter) am Muckenkogel in Lilienfeld gefeiert. Zwei Tage vorm tatsächlichen Geburtstag (normal halte ich nichts von Vorfeiern, aber in diesem Fall ging es nicht anders). Ich habe alle FreundInnen mit Kinder eingeladen (und ein paar ohne). Gekommen sind dann letztendlich die zwei Zwerge Alexander und Yannick samt Eltern und es war richtig schön. Qualität vor Quantität. Das Wetter hat dann zum Glück auch noch mitgespielt und die Sonne kam hervor. Wir haben gegessen, gesungen (viele Strophen von „Hoch soll sie leben“), getanzt, gespielt, geplanscht, gefeiert und geplaudert. Genau so wie ein Geburtstag eben sein soll. Gemütlich, entspannt, feierlich, aufregend und einfach toll.

DSC02645.JPGDie zweite Feier fand dann am tatsächlichen Geburtstag statt, dem 04. Juni, das wichtigste Datum meines Lebens. Ursprünglich wollten wir da gar nichts machen, aber so ganz ohne andere Babys wollte ich den Tag für Lara auch nicht vergehen lassen. Also haben wir recht kurzfristig die Nachbarsmädels Nora und Anika samt Eltern eingeladen und es war wirklich sehr nett. Auch Onkel Oli und Raffi sind gekommen und wir haben Lara gefeiert. Opa Edi war auch einen Sprung zu Besuch. Ich hab erstmals in meinem Leben eine Torte gebacken (jaja, was macht man nicht alles für sein Kind) und ich glaube, sie hat ganz gut geschmeckt. Und mir hats sogar Spaß gemacht (Memo für nächstes Mal: am Tag davor backen!). Lara hat ein paar Brösel davon gekostet und zum Glück noch nicht die große Liebe in der Schokolade gefunden. DSC02601_b.JPGEin bisschen geburtstagsmäßig dekoriert haben wir unsere Wohnung auch (die Luftballone hängen noch immer!). Mit dem Party-Hut konnte sich Lara zwar nicht anfreunden, aber die „Party“ konnte natürlich trotzdem steigen. Gesungen haben wir auch wieder und Lara gefeiert und sind einfach gemütlich beisammen gesessen. Also nichts Spektakuläres: Heiß wars! Schön wars! DSC02664Lustig wars! Und zum Abschluss des Tages gab’s – Überraschuuuung – Buchweizen, gekocht von Onkel Oli. Geschmeckt hat’s Madame auch ganz gut. Wie könnte der Tag besser enden?

Am Abend war ich dann aber doch ganz froh, dass der Trubel vorbei und nun alles geschafft war. Und kurzfristig hatte ich wegen der vielen Arbeit bereut, die ganze Action ins Leben gerufen zu haben, aber im Nachhinein war es den Aufwand natürlich mehr als wert und ich bin sehr froh, dass wir es so gemacht haben. Ich weiß ja eh nicht, wohin mit meiner ganzen Energie 😉 .

DSC03030.JPGDas Lara-Feiern ging aber auch danach noch weiter. Sie bekam bis 2 Wochen nachher noch Gratulationen, Ansprachen und Geschenke. Finde es echt süß, wieviele Leute an den Geburtstag unserer Maus gedacht haben. Sie hat sogar ganz tolle liebe Geschenke gekriegt (worum’s uns echt nicht geht, denn das Wertvollste ist – wie ich finde – Zeit und Energie). Von Bücher, über Stofftiere, Gewand und viel Spielzeug. DSC02657.JPGUnd sogar eine super Kugelbahn aus Holz gab’s von einer lieben Freundin (so eine habe ich schon so lange gesucht für Lara, meine Freundin wusste das aber gar nicht). Lauter tolle Sachen mit denen Lara jetzt schon viel Freude hat und noch haben wird (ich gebe ihr die Spielsachen nicht alle auf einmal und für manches ist sie noch ein bisschen zu klein).

Von uns hat Lara auch ihr erstes Geschenk gekriegt (Duplo) und sie spielt schon recht viel damit (zwar nicht zweckmäßig aber das ist ja egal), scheint also zu passen. Das Wichtigste ist, dass es Lara eine Freude bereitet und sie Spaß hat. Ich freu mich jedenfalls schon wenn ich mit ihr die Welt erbauen kann 🙂

DSC02851Ich hab in dieser Zeit sehr viel an die Geburt denken müssen, dieses so unbeschreiblich schöne aufregende und einzigartige Ereignis im Leben. Unvergesslich für immer auch die wunderbare Zeit danach (nur die erste Nacht war zach – schlaflos und ohne Georg 😦 ). Und ein bisschen bin ich schon stolz auf mich, dass ich eine Geburt und die Zeit danach so gut gemeistert habe. Wir Mütter können da schon alle seeehr stolz auf uns sein, was wir da leisten!

DSC03057.JPGIch hab natürlich im Vorfeld schon beim „Happy Birthday“-am-Klavier-üben vorsorglich geweint. Es war doch eine recht emotionale Zeit für mich und ich spüre so eine große Liebe für mein Kind, wie ich sie mir nie vorstellen hätte können. Sie ist schon so groß und beglückt uns so sehr mit ihrem angenehmen herzlichen süßen neugierigen lustigen und klugem Wesen, dass ich mir kein besseres Baby wünschen könnte.

Ich muss noch viel lernen, was das Baby betrifft. Loslassen können, akzeptieren, dass ich nicht alles unter meiner Kontrolle haben kann. Vertrauen! Vertrauen! Vertrauen! Vor allem in mein Kind und die Welt, dass eh alles irgendwie gut wird und ist. Ich will nur, dass sie es so perfekt wie möglich hat.

Happy Birthday, liebste Tochter!dsc02461.jpg Ich wünsche dir auf deinem Lebensweg nicht nur das allerallerallerallerbeste, sondern auch Menschen, die dich lieben und immer zu dir halten, alles Glück der Welt,  viele Träume, Gesundheit und Frieden und, dass du deinen Weg gehen kannst, den du gehen willst. Ich werde immer an deiner Seite stehen und möchte dich unterstützen, dich fördern und für dich da sein. Dich leben lassen wie du leben willst, dich begleiten, mit dir lachen, mit dir weinen, dich feiern, dich hochleben lassen, dich lieb haben. Für immer bei dir sein. Danke mein Schatz für alles, ich liebe dich bis zum Mond und zurück!

Abschließend ein paar harte Fakten über Lara zum 1. Geburtstag:
Zähne: 6
Finger: 10
Zehen: 10
Augen: 2 wunderschöne blaue
Umfaller: unzählige (ja, ich bin echt eine Rabenmutter in so vielen Dingen)
Haare: ein paar wenige kurze (sehr süß! wird schon werden ;-))
Wörter (identifizierbar): 2-3
Spitalsaufenthalte oder getätigte 144-Anrufe: 0 (Yes! Ziel erreicht 😉 )
Wehleidig: 0 (Wehleidig sein ist was für AnfängerInnen!)
Fieber: 1 Mal (aaaarmes Baby und arme Eltern und arme NachbarInnen (?) )
Zecken besiegt: 2
Torten zum 1. Geburtstag: 3
Größe: 74 cm
Alleine aufstehen (ohne Hilfe und wo anhalten) und stehen bleiben: Ja
Alleine gehen: nein, dafür mit 1-Hand-anhalten im Dauer-Laufschritt unterwegs (wer will schon krabbeln? Bald ist sie schneller als der Papa!)
Essen: naja, es wird!
Zähneputzen: wääääh!
Motorik: Top! So cool, was sie schon alles kann!

Auf in die nächsten Jahre! Ich freu mich drauf und bin sehr glücklich, so einen süßen Zwerg auf ihrem Weg begleiten zu dürfen! Wie oft du mich zum Lachen bringst, Lara! Und deine süßen Hände! Und Füße. Und dein Geruch, wie sehr ich deinen Geruch liebe. Hach, mein Schatz, alles an dir ist wunderbar!

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Die Eingewöhnung bei der Tagesmutter…

… verlief die ersten Tage zu perfekt, dass es da natürlich einen Haken geben musste. Eine Story dazu…

Nun war es also so weit, lang darauf gewartet, auf einmal war es soweit: Lara wurde bei der Tagesmutter eingewöhnt. Daher ein kleines Resümee dazu.

PicsArt_05-30-9.47.24.jpgNun von vorne und der Reihe nach: Die Eingewöhnung. Big Deal. Ein kleiner Schritt für Lara, ein Monsterschritt für die Eltern, der bis jetzt größte und gefürchteste Schritt seit Laras Geburt. Mein armes kleines Baby musste zu einer fremden Person. Schlechtes Gewissen hoch 10 (aber das ist sowiess mein Dauerbegleiter seit Laras Geburt).

Mimi, die Tagesmutter kannten wir bereits vor der Geburt und hatten sie gleich sehr sympathisch gefunden. Und sie uns scheinbar auch, sonst hätte sie uns nicht genommen.

Eine Eingewöhnung läuft im Allgemeinen so ab: Kind geht zuerst mit einem Elternteil (in unserem Fall der Papa) ein paar Mal gemeinsam hin, zum Kennenlernen, wohlfühlen, vertrauen gewinnen. Bis sie dann mal alleine dort bleibt. Dieser Zeitraum wird dann auch langsam ausgedehnt. Wir haben richtig viel Zeit für die Eingewöhnung, 3 Monate (2 bleiben noch), bis wir beide wieder arbeiten müssen. Also theoretisch null Stress. Mal schauen ob es bei der Theorie bleibt.

Nun hatten wir also, eigentlich Mimi, einen Masterplan wie diese erste Phase ablaufen sollte. Genau im Kalender notiert, wann wie lange und so. Aber Pläne sind bekanntlich da um gleich mehrfach über Board geworfen zu werden.

20180502_094301.jpgSo war Lara wie geplant am 1. Tag, dem 2. Mai, eine Stunde bei Mimi, gemeinsam mit ihrem Papa und fasste schnell vertrauen und schien sich so wohl zu fühlen, so, dass Mimi am nächsten Tag gleich befunden hatte, sie könnte schon allein bei ihr bleiben, Lara wäre großartig. Das ging mir viel zu schnell, aber ich hatte wohl keine Wahl. Ich war ja auch, aufgrund meiner arbeitsbedingten Abwesenheit, nicht so direkt involviert. Und Mimi musste es ob ihrer langen Erfahrung mit vielen Babys und Kindern ja wissen. Und ja, sie hatte eh irgendwie Recht, auch da gab es keinerlei Probleme, kein weinen, kein gar nichts. Lara war einfach allein bei Mimi. Und die war begeistert von Lara.

Ich musste also vertrauen. Einer fremden Person. Vertrauen ist generell nicht meine Stärke und schon gar nicht wenn es um den wichtigsten Menschen in meinem Leben ging. Nun gut, da musste ich wohl durch und es werden noch ganz andere Momente auf mich zukommen.

Nun denn, ging es gleich munter weiter. An Tag 3 blieb Lara gleich 2 Stunden alleine dort. Ein Horror Gefühl. Ein mega schlechtes Gewissen. Das arme Kind. Mein kleines Baby. Ganz allein in einer fremden Welt. Hilfe.

Ich litt gedanklich vermutlich viel mehr als meine kleine Tochter, die ihre Freude mit Kindern, Mimi und dem Hund hatte und sowieso gern die Welt entdeckt. Das hab ich von meinem „Ich-vertraue-sofort-jedem-und-fremdeln-ist-sowieso-scheiße“-Kind. Keine Vorteile ohne Nachteile.

Nun nach Tag 3 wäre es ja zu gut gelaufen, wenn uns da nicht die Mittelohrentzündung einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Also ein Schritt zurück, Kind auskurieren lassen und neu beginnen. Ein krankes Kind gehört zu den Eltern sagt Mimi und ich kann ihr nur 100% zustimmen.

Jedenfalls klappt, bis auf die krankheitsbedingten Ausfälle und Verzögerungen, alles wunderbar. Alle Sorgen umsonst (schlechtes Gewissen bleibt natürlich). Erschwerend kommt vielleicht nur hinzu, dass unser Kind eine kleine Langschläferin ist (kommt ganz nach mir 😉 ) und dadurch halt immer erst spät bereit ist, außer Haus zu gehen. Aber ich will nicht, dass wir sie aufwecken müssen wenn’s nicht sein muss. Sie ist ja noch ein Baby und ich hasse es auch, aufgeweckt zu werden. Warum dann dem Kind das Gleiche antun?

Jedenfalls ist Lara halt so immer erst um 9 Uhr bei der Tagesmutter. Kleiner Exkurs dazu: Die meint, dass sich dieses Verhalten nicht mehr so arg verändern wird, also das Langschlafen. Weil mir ja immer Leute sagen, dass sich das andauernd ändert – der Rhythmus und das Schlafverhalten. Natürlich schlaft sie weniger als im Alter von ein paar Monaten, aber das ist ja „normal“. Und geändert hat sich bis dato eigentlich nichts daran. Sie schlaft immer irgendwie.

Die Tagesmutter ist extrem begeistert von Lara. Es funktioniert sehr unkompliziert und Georg hat mir ja nie so verraten was Mimi über Lara denkt (und das ist ja doch irgendwie wichtig, da sie dort viel Zeit verbringen wird).

DSC01931.JPGJedenfalls hab ich dann mal Lara abgeholt, an einem freien Tag, und gefragt, was Sache ist. Und so erzählte sie mir, dass sie Lara sehr außergewöhnlich findet mit einem seltenen extrem großen Urvertrauen (was auch immer das bedeutet, aber es klingt gut), sie wäre ein „Ausnahmekind“, ein „Spitzenkind“ und wir haben echt Glück. Lara wäre, laut Mimi, auch schon sehr weit für ihr Alter, was die Entwicklung angeht.

Lara scheint sich also sehr wohlzufühlen und hat auch gar nicht gefremdelt. Zu dem Thema ist zu sagen, dass sie leider oder zum Glück momentan recht schnell zu anderen Leuten geht. Zu schnell für meine Begriffe. Das sagen auch FreundInnen immer wieder, dass sie gar nicht fremdelt und sie das wundern würde. Vor einigen Monaten war das noch ganz anders. Mimi meinte dazu, dass wir sogar aufpassen müssten, dass sie später mal nicht mit fremden Leuten mitgeht. Aber mal abwarten.

Das einzige Problem, das wir momentan haben, ist, dass sie sehr weint, wenn sie etwas nicht kriegt. Sie lasst sich zwar schnell wieder beruhigen und ablenken, aber sie ist kurzfristig sehr wütend. Das ist insofern ein Problem, als dass Mimi einen sehr lieben (alten) Hund hat, der nicht so eine Freude mit den „Streicheleinheiten“ eines Babys hat. Lara liebt aber Hunde (bzw. Tiere im Allgemeinen) und will ihm nicht von der Seite weichen. Daher musste Mimi leider den Hund immer wegsperren, was dazu führte dass Lara beim Gitter stand und weinte, weil der Hund nicht mehr da war.

2018-05-06 15.46.20Naja, auch das wird sich noch lösen. Ich hab jedenfalls leider noch immer ein schlechtes Gewissen, dass wir unser kleines Baby „abschieben“, zu einer für sie völlig fremden Person und nicht selbst für sie da sind. Sie ist doch noch nicht mal ein Jahr alt.

Für uns bedeutet diese neue Situation allerdings auch einen nächsten neuen Schritt, namens „Erziehung“. Wir müssen wohl anfangen, „nein“ zu sagen und ihr Grenzen zu setzen. Aber ja, woher sollen wir alles vorher wissen, wie das so ist mit Kind. Ist ja für uns auch ein großer Lernprozess und wir wollen nur das beste für unser Kind.

Ich bin jedenfalls noch ein Eck stolzer, dass ich so ein tolles Baby hab und unendlich dankbar. Sie ist das größte Geschenk meines Lebens und ich bin gespannt, wie die Eingewöhnung weiter geht, welche Hindernisse noch auftauchen und wohin uns das Leben führt. Danke Lara für einfach alles!

So hab‘ ich mir meinen ersten Muttertag nicht vorgestellt…

DSC01829.JPG… aber es kommt oft anders als man denkt!

Da hab ich mir schon Gedanken gemacht und viel überlegt, was ich denn Cooles an meinem ersten Muttertag machen möchte. Ich wollte etwas Besonderes unternehmen, weil ich mich richtig gefreut hatte: Ich war erstmals Mama am Muttertag und wollte dies entsprechend „feiern“.

Nun, dann war mein kleiner Schatz aber leider krank, musste Antibiotika nehmen, weil ein blödes langes Wochenende gefolgt ist und dann unser Kinderarzt nicht da war – damit wir dann nicht im Krankenhaus landen. Zum ersten Mal hatte sie Fieber, war glühend heiß und schlussendlich war es eine leichte Mittelohrentzündung.

Das Schlimmste daran war zu sehen, wie sehr mein Zwerg leiden musste. Wie sie ganz arg schrie vor Schmerzen. Ich hab aber vermutlich trotzdem mehr als sie geweint. Wir verbrachten schlaflose Nächte. Georg und ich haben Schichtdienst gemacht, damit wir zumindest ein wenig Schlaf erhielten. Nach 3 Horror-Nächten und einer mittel-Horror-Nacht wurde es aber in der Nacht zum Muttertag endlich wieder besser, das beste Geschenk das ich kriegen hätte können. Wobei die Tage nie das Problem waren, nur die Nächte. Warum weiß ich auch nicht genau.

Ja, jetzt hab ich jedenfalls eine Vorstellung davon, was es heißt, müde zu sein. Jemand meinte, dass es Babys geben soll, bei denen so “Horror-Nächte“ der Alltag sind. Da haben wir ja echt Glück gehabt. Und ich weiß die zu 95 % guten Nächte um so mehr zu schätzen.

Ich bin dennoch traurig und weiß nicht, wie das passieren konnte, da ich echt sehr drauf schaue, dass es ihre Ohren immer schön warm haben, gerade weil ich selbst andauernd Mittelohrentzündung hatte und auch jetzt gleich mal Ohrenweh hab, wenn ich keine Haube auf hab‘. Naja, vielleicht lag es auch klassisch daran, dass sie anfing, bei der Tagesmutter zu sein.

Babys werden einfach Mal krank, das gehört zum Lauf des Lebens und es hätte ja viel schlimmer kommen können. So haben wir das auch hinter uns, das erste Mal krank sein. Eine liebe Freundin, deren Sohn ein paar Monate älter ist als Lara, hat mir in dieser Zeit sehr geholfen und immer wieder beruhigt. Das hat mich echt gerettet. Und ich bin sehr dankbar dafür.

Nun dann war der „große“ Tag, der Muttertag, Baby auf Antibiotika und ich bekam idealerweise auch noch eine nervige Verkühlung, was soll man da machen? Draussen schien die Sonne und eingesperrt zu sein bei so einem Wetter halte ich nicht aus.

20180513_113420.jpgAlso machten wir einen Ausflug zur Wotruba-Kirche – ich wollte dort schon länger hin, weil ich es nicht kannte. Wir sind mit dem Auto gefahren, weil es doppelt so schnell ging als mit Öffis. Obwohl wir natürlich wissen, dass unser Zwerg Autofahren so gar nicht mag. Aber was soll’s, da müssen wir (und sie) durch. 😉

Ich entdecke sehr gern neue Plätze und Lara ist daweil noch egal wo wir hinfahren, also konnte ich diktatorisch entscheiden. Die Kirche schaut nämlich extra cool aus weshalb ich sie unbedingt mal sehen wollte.

DSC01677.JPGAußerdem lag sie praktischerweise direkt an einem Wald, ich glaub dem Maurer Wald, den wir gleich für einen Spaziergang nutzten. Sehr lustig waren da Frösche beim Pappelteich, die ein Quak-Konzert gaben. Ich war wohl mehr fasziniert als Zwergenkind. Aber das macht nichts. Die Natur hat uns allen gut getan. Es hätte auch einen netten Spielplatz gegeben, aber das interessiert Lara noch nicht.

DSC01709.JPGNachdem wir also die neue Gegend erkundet haben, sind wir wieder zurück in die Stadt gefahren und meiner Lieblingsbeschäftigung nachgegangen, dem Bananensplit essen, in eines meiner 3 Lieblingseisgeschäfte in Wien. Der Kellner hat sich total gefreut, dass wir wieder mal da waren. War ich doch mit Lara im Bauch jeden 2. Tag dort und mit Lara dann auch so 1x pro Woche.

DSC01726_bSo wurde der Tag mit Einschränkungen doch noch toll und ich konnte ein bisschen die Natur genießen. In erster Linie ist mir jetzt wichtig, dass mein Kind wieder ganz gesund wird, alles andere ist bedeutungslos! Aber ja, ein kurzes Update: heute war sie wieder bei der Tagesmutter und es hat ihr super gefallen (und die Tagesmutter ist ja auch ur begeistert von ihr) – hierzu mehr ein anderes Mal.

Dreihundertdreiunddreißig Tage Lara

DSC01378Mein Zwerg ist heute genau 333 Tage, fast 11 Monate alt – Grund genug für einen neuen Blog-Beitrag zu meinem Lieblingsbaby. Wo mir immer so viele Gedanken durch den Kopf gehen und es so viel zu berichten gibt. Und so ein Durcheinander. Verzeiht also schon im Vorfeld mein Hin- und Hergehüpfe und den langen Text 😉

Mit einem Baby ändert sich das Leben ja um 180 Grad. Zumindest bei mir war es so. Es begann mit der Geburt von Lara die bis jetzt schönste und aufregendste Zeit meines Lebens – geprägt von vielen Überraschungen und unzähligem Staunen. Sie ist eine unglaubliche Bereicherung für mein Leben. Mir geht noch immer nichts ab „von früher“ (wie das klingt… als wär ich ur alt, fühle ich mich doch noch immer selbst wie ein Kind). Weder Reisen noch Fortgehen, meine beiden Lieblingsbeschäftigungen früher. Aber wenn es mir wichtig wäre, würde ich es ja weiterhin machen und meine FreundInnen kann ich auch ohne Fortgehen super treffen. So kommen mich jetzt alle – easy für mich – daheim besuchen 🙂

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Nur das Arbeiten nimmt viel Zeit in Anspruch, aber so ist das naturgemäß. Es ist aber voll okay und überhaupt nicht schlimm, eigentlich gehe ich sogar gerne arbeiten. Ein bisschen Gehirn anstrengen schadet bekanntlich ja auch nicht. Natürlich fehlt mir Lara öfter (und wenn sie mir nicht fehlt, hab ich sofort ein schlechtes Gewissen), aber ich seh sie meistens doch noch sehr viel, da sie ja eine Spät-Schlafengeherin ist und so haben wir genug Zeit, noch viel gemeinsam zu erleben und Action zu machen. Nur das nächtliche Stillen ist manchmal ein bissl anstrengend, gekoppelt mit dem frühen Aufstehen. Aber ja, da muss ich jetzt durch und ich weiß, es wird ja nicht ewig so sein! Und müde war ich auch oft bevor Lara in mein Leben trat, ich bin halt doch ein Nachtmensch und schlafe gerne lang.

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Lara ist inzwischen wieder so viel aktiver geworden. Ich dachte das geht gar nicht mehr. Dauernd will sie aufstehen und die Welt entdecken. Sie hat so einen Bewegungsdrang und will überhaupt nicht herum sitzen. Böse Zungen behaupten das wäre kein Wunder bei so einer Mama ;-). Mit so einfachen Sachen ist sie so glücklich. Sie spielt zum Beispiel total gerne mit Wasser oder im Wasser, Hauptsache Wasser. Oder klassisch mit einer Tupper-Dose oder einer Wasserflasche oder einer Zahnpasta-Tube, meinem Schlüssel oder was auch immer ihr in die Hände fällt. Und Spiegel, die liebt sie auch. Sie gibt sich da dann manchmal selbst ein Bussi, im Spiegel sozusagen. Sehr witzig zum Beobachten.

2018-04-14 19.23.18_bdavIch hab so eine Freude mit ihr. Sie macht überhaupt so viele lustige Sachen und ist ein einziger Sonnenschein. Letztens hat sie selbst die Lade bei einem Kastl aufgemacht (sie kann schon Laden öffnen, ganz allein!!), sich hineingesetzt, gespielt und ist dann wieder allein rausgekrabbelt. Mein Herz schlug hoch :-). Oder ein anderes Mal komme ich von der Arbeit heim und sie versteckt sich hinterm Vorhang, schaut plötzlich hervor und haut sich total laut darüber ab. Soooo süß!

Nur mit dem Essen hat sies leider noch immer nicht so, obwohl wir sogar kochen (Gemüsebrei kriegt sie fast gar keinen gekauften mehr), sie viel Fingerfood kriegt und ich letzte Woche zwei neue Zähne erspäht habe (Sie hat ja erst 2 die mehr heraussen sind – hat die Anzahl der Zähne was mit dem Essen zu tun? Keine Ahnung). Aber macht nichts, ich stille sie noch viel (sie mag das ja so gern und ich ja auch und es klappt so gut – ich 2018-04-03 18.21.44 !.jpgnenne sie meinen kleinen „Stilljunkie“) und so lang sie gesund ist, versuch ich mich nicht zu sehr zu stressen (auch wenn mir das ein bisschen schwer fällt). Wobei sie in den letzten Tagen aus unerfindlichen Gründen endlich mal mehr isst (am meisten wenn sie selbst mit Händen isst und ich ihr zusätzlich essen mit meinen Fingern in den Mund stecke oder wenn wir auswärts essen), jetzt wo ich alles quer durcheinander mische – sie isst eigentlich eh schon länger einfach alles mit uns mit (ungewürzt): Obst, Brot, Nudeln, Gemüse, Buchweizen, Couscous usw. Und sie trinkt auch seit mittlerweile ewig wunderbar aus dem Glas bzw. Becher (unterwegs gibt es den Trinklernbecher). Sie hat bis jetzt noch nie ein Flascherl gekriegt, schauen wir ob sie das irgendwann nimmt. Bin gespannt, wie dieser Teil des Lebens weitergeht. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sie mal so gern isst wie ich und ihr Papa 🙂

Generell hab ich noch immer wenig Ahnung von Babys und sowieso immer das Gefühl alles falsch zu machen. Und überhaupt und sowieso hab ich ein schlechtes Gewissen bei allem was ich generell (nicht) mach‘ und zusätzlich wenn ich was nur für mich mache. Ich sollte doch immer bei meinem Kind sein? Wobei ich mir dann wiederum denke, dass ich auch ein Recht habe, Gutes nur für mich zu tun. Dann wieder der Gedanke: Lara ist ja noch so klein… ein Dilemma.

Und apropos schlechtes Gewissen: Lara hatte gestern ihren ersten Tag bei der Tagesmutter. Ein neuer großer Meilenstein für sie und uns. Mimi, eine ganz liebe Tagesmami, wird ab nun viel Zeit mit Lara verbringen bzw. umgekehrt. Lara wird natürlich jetzt erstmal langsam und sachte eingewöhnt und Vollzeit geht sie dort sowieso erst hin wenn wir beide wieder arbeiten (müssen). Aber es hat zumindest einmal super begonnen. Mimi ist sehr begeistert von Lara. Aber wer kann denn nicht begeistert sein von meinem kleinen Sonnenschein 😉 Aber natürlich hab ich ein wahnsinnig schlechtes Gewissen, dass wir Lara jetzt quasi „abschieben“ und fremd betreuen lassen. Wobei ich mir andererseits auch denke, dass andere Kinder für sie sehr gut sind, ihre Entwicklung fördern und sie hoffentlich viel Spaß dort hat. Ich muss nur noch mein schlechtes Gewissen verbannen.

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Momentan ist das mit dem Fremdeln viel „besser“ geworden, ich würde sogar sagen vorbei, was natürlich auch für die Eingewöhnung in eine neue Umgebung nicht unpraktisch ist und sowieso wird alles immer einfacher finde ich. Sie geht momentan recht schnell zu anderen Leuten, unabhängig davon wie gut sie sie kennt (most favorite ist und bleibt mein Bruder, bei dem weint sie jedes Mal wenn er geht). Sie ist generell ein sehr unkompliziertes Baby finde ich (ohne Vergleichswerte zu haben). Wobei ich persönlich Fremdeln ja voll ok finde. Ein Baby kann gut selbst entscheiden wo es hin will. So Kommentare wie “mein Baby war super, hat nie gefremdelt“ finde ich seltsam. Warum ist ein Baby besser oder schlechter, ob es fremdelt oder nicht? Ist doch völlig egal. Hauptsache es geht ihm bzw. ihr gut.

DSC01004.JPGDas führt mich zum nächsten Punkt: Lara weiß in ihrem jungen Alter schon ganz genau, was sie will und was nicht und zeigt das auch sehr genau, was ich sehr cool finde, dass das so früh ist. Also sie sind ja von Geburt an sehr schlau, die Zwerge, aber ihr Wille zeigt sich jetzt so richtig ausgeprägt. Sie kommt etwa her, zieht sich an unseren Knien hoch und will, dass wir mit ihr herumgehen und so. Das finde ich echt süß. Sie geht an einer Hand schon sehr sicher und wir können mit Freude sagen, dass Lara gestern ihre ersten (wackeligen) Schritte ganz allein gegangen ist. Bis sie sicher und ohne Umfallen geht, dauert es sicher noch, aber sie geht! Mein kleines Baby geht! Unfassbar, wie die Zeit verfliegt

2018-05-02 18.20.43.jpgAber ich hab ja immer Angst, dass ich was von ihr verpasse. Wobei ich einfach nicht alles erstmalig mitkriegen kann. Da schau ich mal eine Sekunde weg und schon macht sie was Neues. Auch gestern, ist sie erstmals auf die Geschirrspülfront (oder wie man das nennt) raufgeklettert und hat angefangen den (leider dreckigen) Geschirrspüler auszuräumen (runter gekommen ist sie dann aber nicht mehr). So witzig. Und sie macht ja die tollen Sachen zum Glück nicht nur einmal. Besonders süß ist sie zum Beispiel wenn sie mit Katzen redet, da hat sie eine ganz eigene Sprache (ich glaube ihr erstes Wort wird „Katze“). Oder wenn sie sich durchstreckt und ein Hohlkreuz macht, weil sie was bestimmtes (nicht) will. Herzig ist sie auch, wenn sie sich gegen jegliches Stillhalten wehrt (Windel wechseln und Autofahren ist eine ziemliche Challenge) – eingesperrt sein hasst sie. Oder wie sie essen ausspuckt, wenn sie so gar keine Lust auf Essen hat DSC01264oder satt ist. Besonders toll finde ich ihre lustigen Zungenspiele (meine Mutter meinte, wir haben das alle nicht gemacht, daher frage ich mich: Woher hat sie das? Gezeigt hab ich es ihr nie…) oder wenn sie ihr rollendes „R“ wieder so perfekt dahin rollt. Witzig finden wir es, wenn sie wie ein Kolibri redet (meistens wenn sie was nicht darf), Und sie ist sogar dann süß, wenn sie losweint, den Mund so süß „verzieht“, wenn ihr was nicht passt. Süß ist sie auch mit anderen kleinen Menschleins, wie sie da miteinander interagieren. Ich könnte die Liste endlos lang weiterführen. Hach, und wie gut sie riecht. Babys riechen so wahnsinnig gut!

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Woran ich mich definitiv gewöhnen muss, ist der „Drecksfaktor“. Sie nimmt ja alles in die Hand und dann direkt in den Mund. Zuletzt hat sie einen (lebenden) Regenwurm gefunden (sie findet ja ALLES) und hat ihn zielgerichtet zum Mund geführt. In letzter Sekunde konnte ich den Regenwurm noch retten bevor sie ihn verspeist hätte. Wobei es ja schon spannend gewesen wäre, wie sie wohl reagiert hätte, wenn der sich in ihrem Mund bewegt oder wenn sie ihn geschluckt hätte. Aber eigentlich verschluckt sie nichts mehr, was nicht zum Verschlucken gedacht ist. Sie spuckt die Sachen dann wieder aus (schaut auch sehr lustig aus). Und ich gebe ihr ja auch schon pures Obst wie Apfel, Birne oder Orange, auch deshalb weil ich keine Angst mehr hab, dass sie daran erstickt wenn sie ein zu großes Stück mit ihren 4 Zähnchen abbeisst. Sein kann natürlich immer was, aber sie ist da schon recht geschickt. Hätte ich nicht so früh erwartet. Keine Ahnung in welchem Alter das Babys so durchschauen.
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Sie ist außerdem sehr detailverliebt, findet alles was in ihrer Reichweite ist (sie findet wirklich alles, damit meine ich ALLES und auch jeden noch so kleinen Krümmel – ich nenne sie daher manchmal unseren lebenden Staubsauger) und scheint eine ausgezeichnete Feinmotorik zu haben, so genau wie sie Gegenstände mit ihren Fingern erforscht. Sie ist sehr neugierig und beobachtet alles ganz genau. Deshalb liebt sie es auch, aus dem Fenster zu schauen. Wie schön muss das Babyleben sein, wo man die ganze Welt neu entdecken kann. Alles ist spannend.
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Aber oft sind es auch die banalen Dinge, die so süß sind, etwa wie sie sich immer hinsetzt. Ein Fuß ausgestreckt, einer abgebogen. Ich könnte das jedesmal vor Freude platzen. Aber vermutlich machen das eh alle Kinder und nur ich bin so gestört und finde es herzig. 😉

Nur kuscheln mag sie leider meistens nicht so gern, hin und wieder umarmt sie mich ganz kurz, da schwelge ich in Freude. Nur halten die Momente immer nur kurz an. Sie will ja Daueraction.

DSC00498_bAuch mit dem Bällebad oder der Schaukel hat sie sich noch nicht so angefreundet. Daweil liebe ich beides so. Freue mich schon, wenn ich mit ihr viel Action machen kann! Und vielleicht mag sie dann ja auch mal mehr mit mir kuscheln. Ich würde das ja so gerne andauernd machen, sie ist so zum abknuddeln, aber zwingen kann man sie zum Glück zu nichts mehr.

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Rhythmus hat unser Zwerg (leider oder zum Glück?) übrigens auch noch immer keinen, was mich schon irgendwie wundert, dachte das kommt dann mal. Sie geht zwischen 20:00 und 22:00 Uhr schlafen und steht so zwischen 07:30 und 09:30 auf (zu 95 % mit guten Nächten wo es nur Stillpausen gibt, sogar die neuen Zähne kamen ohne schlaflose Nächte). Hin und wieder gibt es natürlich Ausreisser, aber das gehört einfach dazu. Untertags schlaft sie irgendwie, sowohl was Zeitpunkt als auch Dauer betrifft (und am liebsten auf uns). Das Einschlafen geht meistens ganz easy mittlerweile. Sie trinkt an der Brust, hat ihre beiden Stofftiere neben oder bei sich, wir hören der Spieluhr zu, sie wälzt sich2018-03-06 21.41.28 hin und her, bringt sich akrobatisch in lustige Schlafpositionen, dreht sich auf den Bauch und irgendwann holt sie der Schlaf dann doch ein. Der Vorteil am Nicht-Rhythmus ist, dass wir uns nicht nach ihr richten können oder müssen, aber hat den Nachteil, dass es schwer ist, zu fixen Uhrzeiten mit anderen Leuten was auszumachen. Aber da nehm ich mir schon die “Ausrede“ Baby heraus um darauf Rücksicht zu nehmen. Hat aber eigentlich eh fast jeder Verständnis. Fixe Uhrzeiten mag ich sowieso nicht :).

Ich bin manchmal halt schon unsicher was richtig und was falsch ist. Am meisten suche ich Rat bei meinen Freundinnen mit und ohne Kinder. Die sind definitiv die wichtigste Stütze! Wichtiger als alle anderen, vor allem auch viel besser als Internet und diverse Suchmaschinen. Austausch und Unterstützung sind das Wichtigste! Ich versuche das umgekehrt natürlich auch zu geben.

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Es wollen einem ja viele dreinpfuschen wenns um den Babyalltag und die Erziehung geht. Viele meinen zu wissen, was wir falsch/anders machen sollten. Ich will mir da aber gar nix dreinpfuschen lassen. Sie ist nicht nur unser Kind, sondern wir haben auch die Verantwortung für sie und wenn wir was für sinnvoll halten, machen wir das. Konstruktive Kritik und nett ausgesprochene Ratschläge sind ja voll ok, Tipps oft auch notwendig (und hole ich mir auch bewusst). Aber dieses ungefragte „Drüberfahren“ halt ich gar nicht aus. Es wäre doch viel besser Empathie zu zeigen, endlich einmal auf das „Bewerten“ von anderem Leben, das einem nichts angeht, zu verzichten und stattdessen mal Unterstützung zu zeigen und das Elternsein positiv bereden. Das würde ich mir wirklich wünschen. Ich verstehe nicht, warum es da so den Konkurrenz-Druck gibt, dass alle alles besser haben und machen und überhaupt. Geht nicht in meinen Kopf. Leben und Leben lassen!

2018-04-28 16.54.06.jpgLara muss auch gar nichts machen, was sie nicht will, später mal. Sie muss zum Beispiel niemanden ein Bussi geben, “weil es halt so üblich ist“. Da werde ich stark dahinter sein. Lara hat ein Recht auf Intimsphäre, wie wir alle auch! Sie muss auch keine Hand geben. Sie wird noch früh genug in die gesellschaftlichen Zwänge hineingepresst werden. Jetzt soll sie ruhig mal Kind sein dürfen und machen was sie will.

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Wo ich auch allergisch reagiere sind Babyvergleiche. Ja Babys sind ähnlich, aber nein, Babys sind auch sehr verschieden. Natürlich bin ich total neugierig, wann andere Babys Zähne kriegen oder wann sie krabbeln oder gehen oder reden oder was sie reden und all diese Dinge, aber nicht als Vergleich, sondern weils halt einfach spannend ist. Aufregend. Und weil man sich dann vielleicht doch auch Tipps holen kann. Aber das wars dann auch wieder. Wer wann was als erst macht ist voll egal. Und ja, Babys sind im Mittelpunkt des Lebens. Das ist auch gut so, aber ich freu mich dann auch wieder über andere Gesprächsthemen abseits von Baby. Ein ausgewogener Mittelweg ist vermutlich das gscheiteste.
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Letzte Woche habe ich erstmals einen Zugausflug (Wien – St. Pölten) mit Lara gemacht. Ist für mich wesentlich angenehmer als Autofahren. Weil im Zug kann sie viel schauen, herumturnen, ich kann sie stillen oder sonstwie füttern und überhaupt ist die Atmosphäre sehr angenehm im Zug, viel besser als in Wiener Öffis (oder im Auto) zum Beispiel. Und Lara verzaubert auch immer alle rundherum, egal ob Freundinnen, Familie oder Wildfremde. Egal wo sie hinkommt, sie ist der Star, der die ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht. Da trägt sicher auch ihr sonniges Gemüt dazu bei. Ich finde sie natürlich entzückend, sie ist mein Kind, aber es überrascht mich immer wieder, wie positiv andere auf einmal sind, wenn sie so ein kleines Zwergi erblicken. Nach wie vor dürfen wir dann ja auch doch Positives hören, dass sie so ein tolles Baby ist, so neugierig, so herzig, so hübsch und so aktiv und vieles mehr. Aber Hauptsache wir haben eine Freude, und die haben wir.

Wie immer könnte ich noch ewig weiter schreiben. Es wurde aber eh schon ein Roman. Sollte wohl öfter Einträge machen, dann kommt nicht so viel zusammen.

Abschließend muss ich sagen, dass Lara ein Traum ist, ich mega stolz auf sie bin (auch wenn ich da jetzt nichts dazu beigetragen habe) und um nichts in der Welt mit wem tauschen wollen würde. Sie ist der wunderbarste Mensch auf dieser Erde. LARA, ich liebe dich über alles! Danke, dass ich dich auf deinem Weg begleiten darf!

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Der erste Urlaub mit Baby, YEAH :-)

So, schon wieder ein Baby-Blogeintrag. Aber da mein Baby jetzt zu uns gehört, wird sich das vorerst nicht ändern – gut so! Und naja, irgendwann kommt ja dann mal der erste größere Ausflug, oder?

Nach 2 Wochen zurück in der Arbeit war es also soweit, der erste Urlaub mit Baby stand bevor. Es sollte ein Schiurlaub mit Cousins samt Familys und Onkel & Tante in Bad Hofgastein werden – für eine ganze Woche. Endlich wieder ein bisschen Natur! Da Babys bekanntlich mit Schi fahren aber noch nicht so viel am Hut haben, musste also eine andere Lösung her.

2018-03-16 10.09.54Nun, beginnen wir mit unserer tollen Unterkunft (ein großer Dank gilt der Organisatorin!), ein Apartment mit 5 Zimmern und tollem Ausblick auf die Berglandschaft, eigener Küche und viel Platz. Mit 2 Babys und vielen Erwachsenen ist das sehr vorteilhaft. Die Lage war auch hervorragend. Zu Fuß zur Therme und mit dem Schibus in wenigen Minuten zur Piste. Die Voraussetzungen waren also perfekt. Ergänzt haben wir nur ein mobiles Absperrgitter beim Bett (hat sich richtig gelohnt, sie wäre sonst mehrmals aus dem Bett gefallen), Mika (das Lieblingsstofftier von Lara) und die Spieluhr. Mehr braucht man (zusätzlich zur Basisausrüstung wie Windeln und Kleidung) eigentlich nicht.

20180313-20180313-_1050707.jpgSpielzeug haben wir nicht viel mitgenommen, auch weil wir wussten, dass es in20180311-20180311-_1050467.jpg einer neuen Umgebung immer viel Neues zu entdecken gibt und sowieso alles spannend ist. Meistens sind sowieso Alltagsgegenstände und Zeug der Erwachsenen am beliebtesten. Besonders hoch im Kurs stehen Flaschen, Aufbewahrungsboxen, Bücher (nicht nur Kinderbücher), Fernbedienungen oder Handys. Zwerg zieht sich außerdem überall hoch. So schnell kann man gar nicht schauen, steht sie schon. Und im Krabbeln ist sie sowieso schon so schnell dass man total aufpassen muss. Am liebsten geht sie aber mit Hilfe – ganz schnell ist sie da schon.

2018-03-12 14.37.03.jpgNaja, der Sinn des Urlaubs war ja doch das Schifahren, irgendwie halt. Georg und ich sind abwechselnd gefahren, eine/r von uns war immer beim Zwerg. Bad Hofgastein hat das gute Angebot eines sog. „Jungfamilientickets“. Somit ist eine Mehrtageskarte übertragbar und mit einem lustigen Familienfoto ausgestattet. Leider war das Wetter vor allem gegen Ende hin fürs Schifahren immer schlechter (sog. „Haxenbrecherwetter“ weil recht warm). Aber so ist das halt mit Outdoor-Sportarten und Mitte März kann man halt auch zusätzlich Glück oder Pech haben. Wir haben es aber dennoch gut ausgenutzt und sehr genossen! Auf der letzten Abfahrt hab ich dann auch noch mein Ski Movie geschafft, bin erstmals in meinem Leben für eine Stunde ganz alleine Schifahren gewesen und hab noch den Fun Park absolviert. War sehr cool!

2018-03-12 13.40.38.jpgUnd auf einer Spitze gab es auch eine ganz coole lange Hängebrücke. Es gibt also ein paar nette Features in diesem Schigebiet. Eigentlich sind es ja 3 Schigebiete in der Nähe die zusammen gehören. Dorfgastein und Bad Hofgastein habe ich probiert. Nach Sportgastein habe ich es leider nicht mehr geschafft. Vielleicht ein Grund wieder hierher zu kommen. Was ich bei diesem Schigebiet vermisst habe, war eine Speed-Messung. Das find ich immer ganz lustig. Aber naja, alles kann man nicht haben 😉 Aber das Schigebiet ist dennoch sehr zu empfehlen. Nicht riesengroß aber auch nicht klein. Genauso dass man hier ein paar Tage abwechslungsreich verbringen kann.

2018-03-12 17.22.30 - Kopie.jpgNeben der Zeit auf dem Berg gab es die Therme und den Ort Bad Hofgastein zu entdecken. Lara war zuvor noch nie in einer Therme und auch nicht in einem Hallenbad. Sie kannte bis dahin das Wasser und Plantschen nur von daheim in der Badewanne. Und das liebte sie ja vom ersten Mal an. Es war daher nicht überraschend, dass unser Zwerg auch ein Fan der Therme wurde. Und ich fand Therme sowieso immer langweilig, weil ich nicht so ein Fan von Schwimmen und Herumsitzen bin, sondern eher „Action“ brauche, wie rutschen und hüpfen bzw. am liebsten mag ich eigentlich ja Sauna. Mit Baby ergibt Therme also endlich einen Sinn für mich und macht sogar ur viel Spaß. Lara konnte da zudem nicht nur im Wasser alles neu entdecken sondern auch heraussen die ganze Umgebung erkunden. Wie mobil sie schon ist. Und sie weiß ganz genau was sie will und was nicht und zeigt uns das auch!
Jeden Tag ging es also in die Therme. Da sie so nahe beim Quartier war, zahlte sich auch nur ein kurzer Besuch dort aus. Am letzten Tag hab ich’s sogar noch ganz kurz in die Sauna geschafft. Perfekt gelaufen alles.

2018-03-13 14.17.30.jpgIch bin außerdem mehrmals mit Lara spazieren gegangen und habe erstmals den Buggy verwendet. Einmal hab ich unabsichtlich fast eine Bergwanderung gemacht. War sehr schön. Das war zumindest dank des warmen Wetters sehr fein! Wobei ich natürlich lieber Schneewanderungen gemacht hätte. Aber wie gesagt, Wetter ist immer Glückssache. Letztes Jahr hat es im April geschneit. Also: everything is possible! Nicht aufregen sondern genießen 😉

Und jetzt zu unserem einzigen großen negativ Punkt dieses Urlaubs – 400 km Distanz zur Heimat: die Autofahrt – sowohl hin als auch retour. Lara mag Autofahren momentan so gar nicht – früher waren nur die roten Ampeln oder Staus ihre Feinde, das ist jetzt anders. Im Auto ist sie eingesperrt und angegurtet, das widerstrebt ihrem Bewegungsdrang und ihrer Mobilität extrem. Beim Hinfahren hatten wir uns überlegt, eine längere Pause zu machen und den Rest durchzufahren. Diesen Plan haben wir ohne Lara ausgeheckt. Eine Stunde vorm Ziel hat sie sich so gar nicht mehr beruhigen lassen. Wir mussten eine Stunde am Pa2018-03-17 12.14.54.jpgrkplatz stehen bleiben und hoffen, dass sie irgendwann müde wird. Im Auto selbst hat sie zwar eine totale Freude alles zu entdecken, aber wir fanden es halt weniger chillig und wollten ja schnell nach Gastein 😉 Aber ja, wenigstens da hatte sie ihren Spaß. Beim Zurückfahren versuchten wir gleich mal so spät wie möglich vom Quartier wegzufahren, damit sie wieder müde ist. So weit so gut, sie hat dann kurz geschlafen und dann aber zu weinen begonnen. Alle meine Entertainment-Versuche waren erfolglos. Also blieben wir bei der nächsten Möglichkeit, einer Tankstelle, stehen und haben versucht, Lara dort auspowern zu lassen. 1,5 Stunden lang. Dann rein ins Auto und hoffen. Und siehe da, mit 1x kurz aufwachen und dann Händchen halten hat sie es bis Wien geschafft – durchgeschlafen. Und erst 1 Minute vor der Garageneinfahrt wieder zu weinen begonnen. Also lief es doch irgendwie nicht so schlimm wie befürchtet. Nur kann man sagen: Autofahren macht ihr gar keinen Spaß und damit uns auch nicht. Ich versteh sie total, aber so schlimm ist Autofahren doch gar nicht? Wer erklärt das nur meinem Tochterkind? Ist es vielleicht, weil wir sehr wenig Autofahren?

Aber dann denk ich mir, wenn das wirklich das einzige ist, was sie nicht mag, werden wir dafür auch eine Lösung finden. Sie ist sonst so ein unkompliziertes Baby bis jetzt (ohne einen Vergleich zu haben 😉 ). Dann findet man da einfach andere Wege. Ich will jetzt mal Zugfahren mit ihr ausprobieren. Da kann sie herumturnen und sich auspowern und hat viel zum Anschauen.

20180316-20180316-_1050945.jpgAaaaaalso: Resümierend ist es wirklich sehr gut gelaufen, war dank dem Rest der Family super organisiert, verlief harmonisch und es war für alle von uns was dabei. Beim Schifahren ist mir Lara leider oft abgegangen, weshalb ich es nicht soooo toll genießen konnte wie sonst. Und am wichtigsten ist ja ohnehin, dass es den Zwergen gut geht. Momentan ist Lara noch zu klein, als dass sie viel Abenteuer rundherum braucht, weil sowieso das Leben selbst spannend genug ist. Urlaub ist mit Kind natürlich anders als ohne aber nicht im geringsten weniger schön. Ich find es viel cooler, mit Baby unterwegs zu sein. Es bringt so viel mehr Abenteuer und Freude mit. Ein Kind strahlt so viel Liebe aus und ist einfach immer ehrlich. Das liebe ich sehr. Und ich würde es nie wieder anders wollen wie es jetzt ist, das Leben. (Heißt natürlich nicht, dass man vielleicht irgendwann nicht auch ohne Kind mal Urlaub machen will. Hat ja nichts mit der uneingeschränkten Liebe für den Nachwuchs zu tun.) Ich bin noch immer sehr dankbar, ein kleines gesundes und supersüßes Zwergi zu haben und freue mich auf jeden Tag mit ihr.

Unser nächster größerer Plan wäre das Meer zu sehen, da gibt es schon konkrete Ideen. Mal schauen, ob und wann das mit meiner kleinen Maus klappt. Bleibt mir abschließend wieder nur zur sagen, dass ich mit Lara so eine unglaubliche Freude hab. Ich könnte mir kein tolleres Baby vorstellen und liebe sie so sehr!

 

Schatzizwerg – Ein wunderschönes Leben mit Baby!

„Durch Kinder wird aus Alltag ein Abenteuer, aus Sand eine Burg, aus Farben ein Gemälde, aus einer Pfütze ein Ozean, aus Plänen Überraschungen und aus Gewohnheiten Leben.“

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Lange habe ich überlegt, ob ich anlässlich der Geburt meiner Tochter hier, auf meinem Blog, etwas schreiben soll. Nun ist es doch das Großartigste und Schönste was je in meinem Leben passiert ist, sodass ich es der virtuellen Welt nicht vorenthalten will. Jetzt gibt es nämlich grad einen ersten großen Schnitt – Zwerg 9 Monate in mir und 9 Monate nicht mehr in mir! Und morgen muss ich arbeiten…

Nun, von Anfang an. Es begann mit einem doch überraschendem positiven Schwangerschaftstest. So sehr es geplant war, so überrascht war ich dann doch. Nun, dann war ich halt schwanger. „Ich bin schwanger.“ Ich konnte es nicht glauben. Dieser Satz hörte sich anfangs seltsam an. Viel hört man, viel wird einem gesagt wenn man schwanger ist. Nicht nur zur Schwangerschaft, sondern auch das was einem danach erwartet. All die negativen Dinge, schlaflose Nächte, blablabla. Bei einem Ohr rein, beim andern wieder raus. Nur wenige sagen einem wie wunderschön diese Zeit wird, in der ich dieses kleine Wunder auf seinem Weg bestaunen und begleiten darf.

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Ich hab nichts gegoogelt, mir nicht den Kopf zerbrochen was alles sein könnte. Schnell gelernt wie verschieden Menschen sind. Vor allem auch Schwangere! So konnte ich diese 40 Wochen, die mir zwar in dem Moment endlos vorkamen aber doch schnell vergingen, richtig genießen. Ich hab sehr viel unternommen. War Schifahren, Eislaufen, Radlfahren, Boot fahren, viel spazieren und hab ganz viel Bananensplit gegessen. Es war soooo schön!

Nachdem ich also eine perfekte traumhafte und vor allem beschwerdefreie Schwangerschaft – was ich sehr zu schätzen weiß – hatte (hach, wie ich den kleinen Strampelzwerg in mir vermisse!) und auch die Geburt völlig komplikationslos und – im Nachhinein betrachtet – schnell (und ja doch irgendwie nicht sooooo schmerzhaft 😉 ) war, kann ich das Glück nicht beschreiben, das man fühlt, wenn da auf einmal so ein ganzes kleines Menschlein vor einem liegt, selbst produziert sozusagen.

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Nie im Leben hätte ich mir das vorstellen können. Vor mir auf der Matte am Boden lag sie und ich realisierte nicht, was da gerade passiert ist. Sie war so perfekt. 10 kleine Finger (mit gaaaanz langen Fingernägel), 10 kleine Zehen, 2 Augen, 1 Nase, 2 Ohren und ein süßer kleiner Mund. So fertig. Der Mensch erscheint mir seit meinem Geburtserlebnis mehr Wunder denn je zuvor und ich bin unendlich dankbar ein gesundes traumhaftes Kind geboren zu haben. Ich hab eine gewisse Faszination entwickelt, was da in neun Monaten zusammen gezaubert wird vom Körper, und das in meinem Fall ohne jegliche Beschwerden. Der Geburtstag meiner Tochter wurde zum aufregendsten und allerschönsten Tag in meinem Leben.

Mein kleiner Engel kam ja am fiktiv errechneten Geburtstermin zur Welt, ohne Vorankündigung. Ich hab interessanterweise die ersten Wehen nicht mal als Wehen identifiziert. Haha, wie könnten da auch Wehen kommen, am Geburtstermin? Ich war eigentlich fix der Überzeugung, dass sie mich freiwillig nicht verlassen würde und die Geburt eingeleitet werden müsse. Aber da hat mich Madame eines besseren belehrt, wie in so vielen anderen Momenten später auch. Danke, mein Schatz dafür!

Nun, da war sie also, die Geburt. Da lag sie dann auf mir, nachdem sie geschlüpft war, mein kleiner Engel. Und sie hat einfach getrunken. Gleich nach ihrer Ankunft in dieser für sie fremden neuen Welt. Ohne dass ihr das je wer gezeigt hat. Lag sie da, auf mir, wir beide noch verbunden durch die Nabelschnur. So selbstverständlich hat sie an der Brust gesaugt als hätte sie nie was anderes getan. Über eine Stunde lag sie einfach auf mir. Wir waren allein, Papa, Mama und Baby. Alles rundherum war egal und vergessen. Die Nabelschnur musste noch auspendeln bevor sie vom Papa durchschnitten werden durfte. Es war jedenfalls die schönste Stunde meines Lebens.

Unsere wunderbare Stillbeziehung begann in diesem Moment und dauert bis heute an. Ohne Probleme bis dato. Meine Maus ist eine sehr schnelle Trinkerin. Hat Vor- und Nachteile. Manchmal hätte ich mir schon gewünscht, dass sie länger nuckelt, weil es ja so schön ist. Auch hier habe ich alle möglichen Schauergeschichten gekonnt ignoriert, wieder nichts gegoogelt und mich einfach auf meinen Verstand und mein Gefühl verlassen. Und, wie ich finde das Wichtigste, mir auch selbst keinen Stress gemacht. Und es funktioniert, das Stillen, von Beginn an fast schon zu gut. Zwergi würde sich glaub ich am liebsten noch immer nur von meiner Milch ernähren wenns nach ihr ginge ;-).

Ich hätte vorher niemals gedacht, dass Stillen so was unglaublich Schönes ist. Diese Nähe zum eigenen Kind. Bin gespannt wie lang unsere Stillbeziehung dauern wird. Für mich ist alles ok. Gerne würde ich bis zum 1. Geburtstag stillen. Es kommt aber eh wies kommt und auch da werden sich von aussen alle ungefragt einmischen. Aber das ist mir egal. Mir wurde ja jetzt schon gesagt “Waaas du stillst noch immer?“‘ Wie mans macht ist es sowieso verkehrt also am besten alles ignorieren. Naja ich bin schon neugierig wie lang ich stillen werde.

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Die Zeit verfliegt ja nur so seit sie geboren wurde. Ich genieße jede einzelne Sekunde mit ihr. Und wünsche mir manchmal, dass die Zeit stehen bleibt. Aber andererseits ist jeder (neue) Schritt auch so aufregend und spannend. Das erste Mal Lachen, das erste Mal den Kopf anheben, umdrehen, Hintern in die Höhe, sitzen, krabbeln, undsoweiter. Einfach so wunderbar.

Und ich verliebe mich jeden Tag noch mehr in meinen kleinen Tochterzwerg (wobei ich ja nicht glaube, dass das noch geht). Man kann die Liebe zum eigenen Kind tatsächlich nicht nachvollziehen, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Konnte ich mir vor der Geburt meiner Tochter auch nicht vorstellen muss ich zugeben. Und ja, ich muss mitweinen wenn sie weint. Hätte ich auch nicht gedacht… Ja, es ist schwer sich in Situationen hineinzuversetzen die man nicht kennt. Auch das lehrt einem ein Zwerg besonders. Deshalb niemals über andere urteilen und schon gar nicht verurteilen, am besten zueinander helfen, sich unterstützen und einfach lieb haben! Wir sind alle nicht perfekt!

Meine Kleine bringt mich seit ihrer Ankunft manchmal zum Weinen vor Freude, zu Tränen vor Spaß. Zu Tränen vor Glück. Sie macht so viele lustige Sachen. Mittlerweile krabbelt sie mir entgegen oder nach, zieht sich an meinem Bein hoch. Stellt sich auf. Ist so aktiv. Macht lustige Sachen mit der Zunge.

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Hat einen supersüßen Zahn. Schläft nachts zum Glück fast immer (mit Trinkpausen) durch. Isst (wenig, aber doch). Trinkt Wasser aus dem Glas wie die Großen. Studiert alles bis ins Detail. Ist soooo neugierig. Will alles haben was wir haben. Nimmt alles in den Mund. Mag am liebsten die Makerl (von allem!). Brabbelt schon erste Laute (es werden immer mehr). Sie ist so unkompliziert. So stark. So wunderschön. So klug. So liebevoll. So süß. So aufmerksam. So aktiv. So lustig. So cool. So einzigartig. Soooo eine Nachteule :))) SO PERFEKT!

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Sie hat schon so einen eigenen Charakter. Ich bin ja der Meinung, dass Menschen schon mit einem gewissen Charakter zur Welt kommen. Wir können sie nur auf ihren Weg begleiten, unterstützen und ihnen vielleicht unsere Ideale mitgeben. Auf keinen Fall sollen wir sie formen oder manipulieren. „Kinder sind Reisende, die nach dem Weg fragen. Wir wollen Ihnen gute Begleiter sein.“

So faszinierend wie Babys einfach so jeden Tag neue Dinge machen. Ohne dass es ihnen wer zeigt. Der Wunder Mensch, ein Wunder für sich. Und am allerschönsten ist ein Babylachen. Es ist kitschig aber wahr: Es gibt nichts schöneres als das Lachen. Da wird alles andere unwichtig und vergessen.

Was mir auch aufgefallen ist, seit Zwergmaus das Licht der Welt erblickt hat: Ein Kind lehrt einem nicht nur verdammt viel über sich selbst sondern auch über seine Umwelt, seine FreundInnen und Bekannten. Ich hab das Gefühl, mich sehr verändert zu haben. Mir sind viele Sachen egal geworden. Ich weiß nun mehr über Menschen und über mich selbst. Ich hab für mich mehr denn je herausgefunden was wirklich wichtig ist im Leben. Dafür danke ich meinem Kind sehr.

Wir bekommen auch sehr sehr viele Komplimente zu unserem kleinen Sonnenschein, nicht dass es relevant wäre, aber es tut manchmal schon gut. Sie wäre so brav, so hübsch, so zufrieden, so ausgeglichen, so groß, so stark, so aktiv, so lustig. Wir wären so gelassen und entspannt. So ausgeschlafen. Manche meinten schon sie wäre das liebste Baby, das sie je gesehen hätten. Dem kann ich als ihre Mama natürlich nur zustimmen. Aber das eigene Baby ist ja zum Glück immer das liebste Baby! Da hat sich die Evolution schon was gedacht 😉

Nun muss ich morgen wieder arbeiten, Zwergi knapp 9 Monate alt – wie soll ich das überstehen? Man sagte mir, ich würde mich aufs Arbeiten freuen. So ein Blödsinn. Mein Kind macht es mir verdammt schwer mich von ihr zu “lösen“. Sie ist so perfekt. Es gibt nichts was mich an ihr nervt oder stört. Das hätte ich mir nie gedacht. So kommt es doch öfters anders als man denkt…. Naja, Trennungen sind ja leider oft sehr schwer.

Ich könnte noch ewig weiterschreiben, aber ich werds dann gut sein lassen, ist ja so schon genug zum Lesen falls jemand bis hierher gelesen hat 😉

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Ich liebe sie über alles. Sie ist mein Ein und Alles. Ich kann mir ein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen und es waren die bis jetzt schönsten knapp 9 Monate meines Lebens und mir geht rein gar nichts ab von „früher“! Ich freue mich, sie auf ihrem Lebensweg begleiten zu dürfen und will in jeder Lebenslage für sie da sein. Und gaaaanz gespannt bin ich schon, wie sie mal sein wird, wenn sie größer ist. Es bleibt also für immer spannend!

Solltest du das je lesen, mein geliebtes Tochterkind, du bist das aller aller allerbeste in meinem Leben, sowieso das beste und coolste Baby im ganzen Universum und wirst es für immer bleiben. Mein allergrößter Schatz, mein Kuschelzwerg, mein Krabbelzwerg, mein Actionzwerg, meine kleine Akrobatin, meine Lachmaus, mein Energiebündel, du bedeutest mir mehr als du es dir vorstellen kannst! ICH LIEBE DICH!

I love Vienna – wie ich einen Sommer in Wien verbringe

Wien ist eine Stadt für jedermann und jedefrau. Ich persönlich liebe Wien nach fast 14 Jahren mit jedem Tag mehr und finde es bei jeder Jahreszeit toll. Es gibt so viel zu unternehmen, dass einem nie langweilig wird. Ich glaube, dass ich schon einiges in Wien gesehen habe, aber auch schon ein wenig die Welt bereist habe und ich kann von ganzem Herzen sagen: Wien ist tatsächlich, wie in vielen Artikeln immer wieder behauptet, die lebenswerteste Stadt der Welt. Stadt ist und bleibt halt immer Stadt und bietet natürlich nicht das Gleiche wie ein Landleben, aber das geht ja auch gar nicht. Wer Natur liebt, findet aber in Wien sicherlich Ruhe für sich selbst.

Da der Sommer in rasanten Schritten naht, inspiriert bereits vom heißesten Sommer ever (2015), möchte ich ein paar Plätze und Aktivitäten vorstellen, die ich gerne im Sommer in Wien mache und besuche. Es ist natürlich eine sehr individuelle Darstellung :-).

Natur in Wien

Ich liebe es, draußen zu sein. Es gibt nichts Schöneres als an einem angenehmen Sommertag outdoor zu sitzen, die Natur zu genießen und in Gedanken zu versinken oder spazieren zu gehen.

Die Stadt Wien hat sich was tolles einfallen lassen, wenn man sich nicht selbst überlegen will, welchen Weg man gehen könnte und zwar die sog. „Stadtwanderwege„: 11 verschiedene Routen, die gut beschildert durch unterschiedliche Gegenden Wiens führen, mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden, schönen Aussichtspunkten und mit Möglichkeiten, Stempel zu sammeln 😉 . Natürlich gibt es unterwegs auch Möglichkeiten, die eine oder andere Mahlzeit einzunehmen und seinen Durst zu stillen. Die Wege sind zwischen 7,2 – 15 km (im Schnitt 10-11 km) lang und dauern zwischen 2,5 – 5 Stunden (im Schnitt 3-4 Std.). Man kann auch einfach nur Teile davon gehen. Ich selbst bin leider erst zwei Stadtwanderwege (Nr. 6 und 8) komplett gegangen, möchte aber unbedingt irgendwann alle „begehen“.

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Entlang des Stadtwanderwegs Nr. 8

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Stadtwanderweg Nr. 8

Eine weitere Möglichkeit, Natur in Wien zu genießen sind die wunderschönen Parks. Hier weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll: Stadtpark, Kurpark Oberlaa, Schönbrunn, Lainzer Tiergarten, Wienerberg, Donauinsel, Türkenschanzpark, den Prater, Schwarzenbergpark, Löwygrube und viele mehr. Manche sind größer, manche kleiner. Manche recht hügelig (z.B. Pötzleinsdorfer Schlosspark), manche sehr flach. Manchmal gibt es Tiere zu sehen. Und jeder Park hat etwas für sich. Es lohnt sich, jeden einzelnen zu entdecken.

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Schwarzenbergpark, April 2017

Kahlenberg, Wilhelminenberg, Böhmischer Prater, Leopoldsberg, Lainz, Schönbrunn (Gloriette) oder Schafberg (und andere) sind alles außerdem zusätzlich Ausflugsziele in die Natur mit Blick über Wien und ebenso netten Spazier- bzw. Freizeitmöglichkeiten.

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Schönbrunn, Mai 2014

Schwimmen und Genießen des Wassers

In Wien gibt es, wie ich auch sonst überall, sog. Sommerbäder. Hier gibt es jene der Stadt Wien mit moderaten Eintrittspreisen und zusätzlich noch private. Ich wollte alle städtischen Bäder einmal Mal ausprobieren. Manche Bäder bieten sowohl natürliches Gewässer als auch Chlor-Becken (z.B. Gänsehäufel), manche haben nur das eine, manche nur das andere. So können alle Vorlieben abgedeckt werden. Bei manchen Bädern hat man einen schönen Blick über Wien (z.B. Schafbergbad oder Krapfenwaldbad) und bei manchen Bädern hat man Special Features wie einen 10-Meter-Turm (z.B. Laaerberg Bad).

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Krapfenwaldbad, Juli 2015

 

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Laaerberg Bad, endlich vom 10 Meter Turm gehüpft, Juli 2016

Persönlich bevorzuge ich natürliches Gewässer aber hin und wieder ist so ein Besuch im öffentlichen Bad auch ganz okay. Sie sind teilweise natürlich sehr überlaufen, aber man findet dennoch ein nettes Plätzchen. Ich hab schon fast alle städtischen Bäder ausprobiert und mein Lieblingsbad ist definitiv das Gänsehäufl!

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Gänsehäufl, Juli 2013

Zusätzlich gibt es unzählige Naturbadeplätze (kostenlos oder mit Eintritt), manche kennt jedeR, manche sind sehr geheimnisvoll. Ich entdecke immer wieder gerne neue! Meine letzte Neuentdeckung war im Vorjahr die „Neue Liegewiese“ an der Alten Donau, die es scheinbar erst seit 2015 gibt. Klassisch ist natürlich alles entlang der Neuen und Alten Donau bzw. auf der Donauinsel oder Liegewiesen wie das Kaiserwasser oder die Romawiese. Weiters gibt es Badeplätze wie das Mühlwasser oder der Hirschstettner See, der Süßenbrunner Badeteich oder den Wienerbergteich. Alles gratis Naturbadeplätze, die ich alle empfehlen kann! Auch in der Seestadt Aspern gibt es einen Badeteich, den hab ich allerdings noch nicht ausprobiert und mir für heuer vorgenommen.

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Hirschstettner See, Juni 2015

Entlang des Donaukanals kann man zwar nicht schwimmen, aber die Nähe des Wassers genießen, man ist quasi in der Stadt und es gibt viele Lokale. Ich liebe es dort einfach herum zu sitzen und ins Wasser zu schauen und die nette Atmosphäre zu genießen. Schön ist es auch, am Wienfluss entlang zu spazieren.

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Donaukanal, Juni 2016

Radfahren

Wer mich kennt, weiß wie sehr ich Radlfahren liebe. Es ist natürlich etwas Gewöhnungssache, in einer Millionenstadt zu radln, aber wenn man sich mal überwunden hat, gibt es kein besseres Freiheitsgefühl. Die Radwege werden laufend ausgebaut und wenn man die richtigen Wege kennt, kann man stark befahrene Straßen auslassen und das radln richtig genießen!

Und wer kein eigenes Fahrrad hat, dem kann man nur das Citybike empfehlen. Dieses gibt es gratis auszuborgen (einmalig sind 1 € für die Registrierung zu bezahlen).

Besonders schön ist es natürlich in der Natur. Da gelten dieselben Gegenden, die ich bereits oben ausgeführt habe (teilweise Parks, teilweise dort, wo es Plätze zum Schwimmen gibt).

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Radln entlang der Donau, März 2017

Feste feiern oder (gratis) Kultur genießen

In Wien findet jeder Mensch etwas für sich. Wer gerne live Musik hört, hat bei zahlreichen Events sogar gratis die Möglichkeit, diese zu genießen. Hierzu zählt etwa das Megaevent Donauinselfest, oder kleinere Feste wie das Popfest.

Außerdem gibt es jedes Jahr immer wieder Outdoor-Kino-Events wie das Kino unter Sternen (fällt 2017 leider aus!).

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Popfest, Juli 2015

Auf in die Lüfte

Wer es gern etwas höher mag, kann einen Sommertag auf dem Donauturm, im DC Tower oder auch am Riesenrad genießen. Es gibt aber unzählige Orte, an denen man in Wien einen Kaffee oder Kakao mit wunderbarem Ausblick genießen kann.

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Riesenrad, Oktober 2016

 

Das waren nun meine Ideen für einen genussvollen und entspannten Sommer in Wien. Es gibt selbstverständlich viele viele andere bzw. zusätzliche Möglichkeiten, Wien zu genießen.

Ich freu‘ mich nun schon auf einen hoffentlich schönen Sommer in meiner Lieblingsstadt 🙂